Frage von momonoto, 29

Berechnung der einfachen Wertgebühr nach § 13 RVG?

Ich komme mit der Berechnung der einfachen Wertgebühr nach § 13 I 2 RVG nicht klar. Anscheinend habe ich einen Denkfehler, den ich Euch bitte aufzuklären.

Nach der Vorschrift sind für einen Wert bis 500 € einmalig 45 € anzusetzen. Für den übersteigenden Betrag je angefangene Euro ein entsprechender Betrag zu addieren.

Angenommen der Streitwert liegt bei 20.000 €. Dann fallen für die ersten 500 € entsprechend 45 € an. Nach der Tabelle des § 13 I 2 RVG bei einem Gegenstandswert bis 25.000 € für jeden angefangenen dreitausendsten Euro jeweils 46 €.

Also 20.000 € - 500 € = 19.500 €. 

19.500 € / 3.000 € = 6,5 demnach 7 mal angefangene 3.000 € 

7 * 46 € = 322 € 

322 € + 45 € (Wert bis 500 € Gegenstandswert nach § 13 I 1 RVG) = 367 €

Ich komme also auf einen einfachen Gegenstandswert von 367 €.

Multipliziert mit der einfachen Wertgebühr (z.B. Nr 2300 VV RVG) von 1,3 komme ich auf 477,10 €.

Im Internet zeigen mir die Wertberechnungstabellen jedoch alle eine Wertgebühr von 964,60 € bei einem Gegenstandswert bis 22.000 €.

Kann mir jemand explizit darstellen, wie die Berechnung funktioniert und wo mein Denkfehler liegt???

Vielen Dank im Voraus!

Antwort
von Omikron6, 12

    500  1 x 45     45

  1500  3 x 35   105

  8000 8 x 51    408

 10000 4 x 46   184

20000              742     x 1,3   =  964,60

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