Frage von schrockenende, 207

Berechnung der Abfindung bei 3,5 Jahren?

Mein Freund arbeitet bei einer kleinen Firma knapp 3,5 Jahren. Längst ist ihm keine richtige Aufgabe zugewiesen. Er geht davon aus, dass der Arbeitgeber mit ihm nicht zufrieden ist, und ihm durch Softmobbing loswerden möchte. Die Firma erwartet wahrscheinlich quälend auf seine Kündigung.  Er wollte dem Arbeitgeber einen Aufhebungsvertrag mit Abfindung vorschlagen, um die Übergangszeit beim Stellenwechsel zu unterstützen. Kann er eine Abfindung in Höhe von einem Monatlichen Lohn * 3,5 im Aufhebungsvertrag angeben? Wie rechnet man normalerweise solche Abfindung?

Noch eine Frage: wenn er die Abfindung bekäme, hätte er keinen Anspruch mehr auf Arbeitslosengeld?

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von michi57319, 133

Eine Abfindung gibt es nur, wenn ein Arbeitgeber seinen Arbeitnehmer loswerden möchte. Oder die Auflösung des Arbeitsverhältnisses vor einem Arbeitsgericht geklärt wird.

Wer selber gehen will, hat keinerlei Ansprüche auf irgendwas. Weder auf Abfindung, noch auf Zahlung von Arbeitslosengeld.

So läuft der Hase.

Gehen kann dein Freund immer, aber vergoldet wird sein Abschied nicht, wenn er ihn selbst wählt, oder provoziert.

Antwort
von muschmuschiii, 148

er kann seinem Arbeitgeber vorschlagen, was er will ..... ob der Arbeitgeber damit einverstanden ist, steht auf einem anderen Blatt. Rechtlich gesehen hat er keinen Anspruch auf eine Abfindung, zumal er ja selber das Unternehmen verlassen will. Wenn überhaupt, rechnet man eher 1/2 Monatslohn pro Jahr Betriebszugehörigkeit.

Bei Aufhebungsverträgen ist das Amt immer ausgesprochen hellhörig, es kann gut sein, dass er dann eine 3monatige Sperre bekommt, so  als ob er selbst gekündigt hätte.

Kommentar von Nightstick ,

Vom Grundsatz her richtig, aber es gibt auch Situationen, in denen es dem Arbeitgeber ganz lieb ist, einen Mitarbeiter weniger auf der Payroll zu haben.

Insofern kennen wir die konkrete Situation nicht.

Sollte der Arbeitgeber nicht abgeneigt sein, könnte man eine Aufhebungsvereinbarung schließen mit dem Zusatz "zur Vermeidung einer betriebsbedingten Kündigung", und gleichzeitig die Verpflichtung des Arbeitnehmers aufnehmen, keine Kündigungsschutzklage einzureichen.

Hierbei weise ich jedoch ausdrücklich darauf hin, dass dies in engem Kontakt mit dem Arbeitsamt (und dessen Zustimmung) zu geschehen hat, um eine Sperrfrist zu vermeiden. 

Ich wünsche dem Freuind des Fragestellers viel Erfolg bei den Verhandlungen!

Kommentar von DerHans ,

Dann bekäme er aber noch lange keine Abfindung

Kommentar von Nightstick ,

Doch, aus Arbeitgebersicht zur Vermeidung eines Kündigungsschutzprozesses!

In Ergänzung dieser Erklärung rate ich dem Freund des Fragestellers, ruhig mit einem Bruttogehalt pro Jahr der Betriebszugehörigkeit in die Verhandlung zu gehen, jedoch "Luft nach unten" einzuplanen.

Kommentar von Familiengerd ,

mit dem Zusatz "zur Vermeidung einer betriebsbedingten Kündigung"

Mit einer bloßen Formulierung dieser Art gibt sich keine Arbeitsagentur zufrieden, wenn die Betriebsbedingtheit einer ansonsten auszusprechenden Kündigung nicht auch begründet wird.

Von daher ist der Hinweis auf Abstimmung mit der Arbeitsagentur zwar richtig - dürfte an dieser Tatsache aber nichts ändern!

Kommentar von Nightstick ,

So "zerredet" man Antworten, und hilft dem Fragesteller damit in keiner Weise, mein lieber Ratgeber-Kollege!

Antwort
von Ernsterwin, 83

Die Abfindung ist Verhandlungssache - siehe auch http://www.abfindunginfo.de/abfindungshoehe-die-abfindungshoehe-wird-verhandelt.

Welche Chancen er hat, richtet sich also danach, wie gut er verhandeln kann, besser: welche Vorteile er dem Arbeitgeber aufzeigen kann, wenn er geht und dafür zusätzlich eine Abfindung bekommt.

Antwort
von BVBDortmund, 81

Deine Berechnung ist machmal üblich, man kann aber nichts erzwigen.

Es werden auch Abfindungen gefordert die  auf der Basis bis zum Renteneitrittsalter berechnet werden sollen.

Wenn betriebliche Gründe der BA dem AG mitgeteilt werde, ...

Antwort
von DerHans, 107

Mit welcher Begründung erwartet er denn eine Abfindung? 

ER will doch da weg.

Kommentar von wurzlsepp668 ,

tja, wenn er vom Arbeitgeber ausgelacht werden will, kann ers ja versuchen ....

Kommentar von schrockenende ,

bist Du Arbeitgeber?

Kommentar von schrockenende ,

Mein Freund ist längst keine richtige Aufgabe zugewiesen. Er geht davon aus, dass der Arbeitgeber mit ihm nicht zufrieden ist, und ihm durch Softmobbing loswerden. Die Firma erwartet wahrscheinlich auf seine Kündigung.  

Antwort
von Benjamin1993, 105

Soweit ich weiß, kann niemand auf eine Abfindung spekulieren.

Kommentar von schrockenende ,

Meinem Freund ist längst keine richtige Aufgabe zugewiesen. Er geht davon aus, dass der Arbeitgeber mit ihm nicht zufrieden ist, und ihn durch Softmobbing loswerden. Die Firma erwartet wahrscheinlich quälend auf seine Kündigung. Jobsuche ist allerdings nicht leicht für jeden. Er braucht einfach ein bisschen Geld für die Übergangszeit beim Stellenwechsel. Ist es nicht in Ordnung?

Kommentar von Bestie10 ,

Er braucht einfach ein bisschen Geld


verständlich, wenn man es nicht übertreibt und in einem Fall wie gerade geschildert, ohnehin

was soll da nicht in Ordnung sein oder gar unmoralisch

Antwort
von Bestie10, 97

Wie rechnet man normalerweise solche Abfindung

wie man auf so ne Idee kommt

es gibt keinen Anspruch auf eine Abfindung

und selbstverständlich wird die Abfindung aufs ALG1 gerechnet

das verliert er an Ansprüchen ...

was natürlich egal wäre, würde er nicht arbeitslos sondern gleich in einer neuen Firma begimmen

ganz zu schweigen, dass er die ersten 3 Monate (Aufhebungsvertrag) ohnehin keinen Anspruch auf   ALG1 hätte - Sperrfrist

Kommentar von schrockenende ,

Meinem Freund ist längst keine richtige Aufgabe zugewiesen. Er geht davon aus, dass der Arbeitgeber mit ihm nicht zufrieden ist, und ihm durch Softmobbing loswerden. Die Firma erwartet wahrscheinlich quälend auf seine Kündigung.  

Kommentar von Bestie10 ,

bedauerlich für ihn/euch

aber besser man sucht sich was vorher ..

und geht dann zum Chef (natürlich nur in einem Fall wie Eurem !!) und versucht es dann mit der Abfindung

vielleicht läßt er was springen

Kommentar von schrockenende ,

Jobsuche kostet aber Zeit.

Kommentar von Familiengerd ,

und selbstverständlich wird die Abfindung aufs ALG1 gerechnet

Das ist falsch!

Bei einer ordentlichen Kündigung wird eine Abfindung nicht auf das ALG1 angerechnet - es sei denn, dass damit ein Weggang "erkauft" wurde.

Antwort
von ischdem, 49

der AG muss nicht aber kann eine Abfindung zahlen wenn er den AN loswerden will.

muss versteuert werden und wird auf das arbeitslosen - Geld angerechnet

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