Frage von nokadule, 43

Beratungsgebühr für eigentlich keine Beratung?

hallo, ich brauch euren Rat. Ich bin opfer von behandlungsfehlern. hatte einen anwalt, der den fall übernehmen wollte. dieser steht jetzt aber im interessenskonflikt, da er ein krankenhaus verklagen muss, bei welchem er referate hält. er stellte mir eine andere Anwältin vor. Wir trafen uns in seiner Kanzlei. besprachen u.a. auch, dass ich nur über prozesskostenhilfe den fall in angriff nehmen kann. BEIDE wussten also, dass ich weder eine RS-Versicherung, noch genügend geld haben mir einen Anwalt leisten zu können. Die Anwätin versicherte mir, dass sobal das ärztliche gutachten vorläge, sie mich vertreten würde. Ich sendete ihr also nach erhalt das gutachten zu welches den behandlungsfehler bestätigte. Sie rief mich an, für einen Termin. Dort angekommen wusste sie nichtmal wer ich bin und was ich will. Ich sagte ihr, dass sie mich doch für einen Termin anrief. Darauf hin holte sie erstmal die akte. Sie meinte "aha... jetzt weis ichs wieder. aber vorher müssen wir die finanzielle sache noch klären." promt knallte sie mir horente Honorarvereinbarungen auf den tisch. ich erklärte ihr erneut, dass wir doch schon mal besprochen haben, dass ich mir das nicht privat leisten kann. Sie diktierte dies auch in Ihr Gerät. Sie riet mir einen kredit von erstmal 5.000 euro aufzunehmen um erstmal anfangen zu können. Ich machte klar, dass ich auf prozesskostenhife angewiesen bin und nichtmal einen kredit bekommen würde. Sie machte dicht mit sätzen wie: "niemand wird sie über prozesskostenhilfe vertreten!, Wir anwälte könnten von diesem Hungerlohn (PKH) nicht überleben. Nach insgesamt 20 min. bin ich völlig verunsichert "rausgeworfen" worden. Jetzt bekomme ich eine Rechnung für ein Beratunsgespräch, telefon und porto über 200 Euro. Jetzt die frage, 1.War das ein Beratungsgespräch? denn ich sehe das so, dass ich über den Fall null beraten wurde. 2. Habe ich gelesen, dass wenn anwäte wissen, dass man kein Geld hat, sie vorher nochmal aufzuklären, dass Kosten anfallen. Was sie ja gemacht hat, aber ein Beratungsgespräch abzurechnen finde ich dreist.

Ich weiss, dass sie einen Stundenlohn von 160 € hat. kann ich ihr anbieten die 20 minuten gespräch nach honorar zu zahlen?

zusammenfassend haben wir keinen satz über Recht, oder das weitere vorgehen gesprochen. (einen Beratungsschein vom Gericht habe ich bekomen, diesen aber einer Anwältin übergeben, die mich auch mit PKH Vertritt denn der Fall muss trotzdem starten. hier hat auch ein "ordentliches" Beratungsgespräch stattgefunden)

ich weiß das Anwälte Geld kosten, aber Ihr war meine finanzielle Situation vorher klar. Ich wär ja bereit für 20 min. Honorar zu zahlen, aber kein Beratungsgespräch oder sehe ich das falsch? Welchen rat habt ihr wie ich vorgehen soll?

Antwort
von oxygenium, 43

so einen Rechtsanwalt würde ich mal der Bundesrechtsanwaltskammer melden.

Kommentar von nokadule ,

das dacht ich eben auch. Ich bin heulend da raus, weil ich wirklich glaubte, es gibt keine möglichkeit. Ich muss dazu sagen, dass ich aufgrund des Behandlungsfehlers nie mehr arbeiten kann und sah nach dem gespräch "Schwarz" für meine Zukunft. Nur gut ich mich damit nicht abgefunden habe.

Kommentar von oxygenium ,

du hast einfach einen falschen Rechtsanwalt erwischt und diese Sorte gibt es leider auch in unserer Stadt.

Antwort
von kenibora, 42

Was und wie ist die Stellungnahme Deiner Krankenkasse? Hast Du sie voerher nicht informiert?

Kommentar von nokadule ,

sorry war in der falschen frage... :-) Nein die sagen, den anwalt wählen sie selbst aus. die haben ja das gutachten erstellt. aber im rest halten die sich raus...

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