Beratungs Gespräch beim Artz (Esstörung), was passiert da?

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5 Antworten

Hallo :)

also ich kenne das leider nur mit Blutabnahme... :/ weil durch die Unterernährung können dir viele Nährstoffe fehlen. Das kann z.T. bedrohlich sein. Aber meine Eltern haben sich da auch nie gegen ausgesprochen und wollten das ganze Programm. Wichtig ist, dass dein Arzt Einfühlungsvermögen und du dich wohl fühlt. Dabei zählt auch das du nicht unter Druck gerätst. Zu Beginn kann er also eine Blutuntersuchung sicherlich weg lassen. 

Wiegen und Messen wird er dich sicherlich. Aber zwangsläufig nicht vor deinen Eltern. Wenn deine Eltern damit einverstanden sind, wird er dich alleine wiegen und messen und mit dir Reden. Weil viele es sich nicht trauen, das vor den Eltern zu tun. Er wird manches an deine Eltern weitergeben, meist aber nur die Diagnose. 

Ich kann dir sagen wir das bei mir war. Ich kam mit meiner Mutter ins Wartezimmer und danach mussten wir beide ins Behandlungszimmer. Meine Mutter schilderte dem Arzt, warum wir da sind. Er sagte mir dann, dass er mich wiegen, messen und Blut abnehmen lässt und danach reden wir noch. Ich sagte da gleich, dass ich das aber ohne Mutter möchte, er fragte meine Mutter und diese war einverstanden. Er sagte ihr aber auch, dass er das besser findet, weil man ohne Mutter unbefangener redet. Eine Arzthelferin wog mich, nahm meine Körpergröße und nahm Blut ab. Danach war ich im Arztzimmer. Er stellte mir zu Beginn Fragen wie: Wie geht es ihr? Wie ist die Schule, kommst du zurecht? Was sind deine Hobbys? Wir haben erst so 5-10 Minuten über normale Sachen gesprochen und dann fragte er mich, ob ich mit mir zufrieden sei, ob ich meine Freunde schlank finde, ob ich Vorbilder habe, wo mein Ziel liegt und wo ich Problemzonen sehen, was ich so esse (da habe ich gelogen).... Danach holte er meine Mutter rein und erzählte er, dass er stark vermutet, dass ich Anorexia Nervosa habe, mein Gewicht (damals 17 Jahre, 160 cm und 39 kg) spricht sehr dafür. Auch was er aus meinen Antworten höre. Er würde mich nochmal zum Spezialisten überweisen (Psychologen). Danach wollte er noch mal mit meiner Mutter sprechen, wollte da wissen, ob ich nicht mehr Sport mache als angegeben und weniger esse als ich ihm sagte. Eine Woche später war ich noch mal da wegen den Blutwerten und er verschrieb mir Präparate u.a. für Eisen. Ich musste dann noch mal das ganze Gespräch mit einem Psychologen führen (das ging über 3 Termine). 

Es ist durchaus nichts schlimmes an einem Gespräch. Klar hat man vorher Angst, aber die wollen dir ja nur helfen.. Man weiß nie was auf sich zukommt, weil jeder Arzt anders vorgeht. Aber er wird nichts machen, was du nicht willst.

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Der Wunsch, genau zu wissen, was passiert und die Kontrolle zu behalten gehört mit zu deinem Problem. Du hast dir Kontrolle über dein Gewicht geholt, oder meinst zumindest sie zu haben.

Dein Arzt wird als allererstes mit dir reden. Und vielleicht das Ganze mit einem Fragebogen unterstützen, damit ihr nichts vergesst. Und wenn du bereits Gesundheitsstörungen hast, dann werden sie sicher auch Blut abnehmen. Dein Körper braucht bestimmte Nährstoffe, weil du noch wächst. Wenn er die nicht bekommt, kannst du davon sehr langfristig Schaden nehmen.

Überleg dir einfach, dass deine Eltern und dein Arzt dir helfen wollen, auch wenn es alles erst mal Angst macht. Du weißt ja selber, dass du Hilfe brauchst. Der Artzbesuch ist der erste Schritt dahin. Viel Glück!!

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Kommentar von Maelynn123
13.09.2016, 19:10

Danke für deine schnelle Antwort... du meinst also, er wird mich nicht vor meinen Eltern/meiner Mutter wiegen? 

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Der Arzt/die Ärztin ist dein/e Freund/in und will und kann dir helfen. 

Es wird ein angenehmes Gespräch in schöner Atmosphäre. Das Gespräch wird dir gut tun. Wir Menschen reden nun einmal gerne (und hören gerne Musik, tanzen gerne, sehen gerne Filme u.s.w.). Das liegt so in uns. Du darfst dich jetzt schon auf das Gespräch freuen. Es wird dir sein, als ob ein Stein von deinem Herzen fällt. 

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Der Arzt wird natürlich deine Daten erheben, dazu gehört auch Grösse und Gewicht,wie sollen denn sonst einen Befund erstellen. Das machen normalerweise die Helferinnen  im Labor, Blutdruck auch und eventuell Blutabnahme.Dann folgt das Gespräch beim Arzt, wenn von einem Fragebogen,die Rede war,w wird es wohl um eine Risikoabfrage zum Thema Anorexie und Bulimie gehen.

Vermutlich wird ein enger Plan erarbeitet werden, dem du folgen kannst. Meistens ist aber ein Stationärer Aufenthalt in einer Spezialklinik für psychische Erkrankungen angeraten, dort gibt es auch Unterricht, da es meist Monate dauert.

Geh diesen Weg, alleine schaffst du das nicht da raus!

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Ich denke als erstes ist es wichtig zu wissen, warum du abnehmen willst (und nur 40kg wiegen willst). Mit dieser Information kann man dir viel besser helfen (wenn du willst, helfe ich dir auch gerne).

Der Arzt wird dich vermutlich genau das gleiche fragen. Du musst wissen, dass deine Eltern und auch der Arzt sich um deine Gesundheit sorgen, es ist nämlich nicht gesund, so wenig zu wiegen.

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Kommentar von Maelynn123
13.09.2016, 19:13

Du meinst also, er/sie wird mich nicht vor meinen Eltern/meiner Mutter wiegen?

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