Beratung bei Unternehmensverkauf?

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4 Antworten

Das ist keine Frage "einer guten Seite," denn es geht um das Ergebnis eines Lebenswerkes.

Der Wert des Unternehmens Sollte auf vernünftige Art ermittelt werden. Ein Profi kann nicht nur beim Verkauf helfen, sondern auch dem Erwerber bei der Finanzierung des Kaufes, denn was hilft es einen Käufer zu haben, der den Betrieb will auch bereit ist den richtigen Preis zu zahlen, den aber nicht finanzieren kann.

Das ist sehr wichtig und sollte sauber abgearbeitet werden.

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Guten Tag,

Jeder Unternehmer sollte unbedingt vor der endgültigen schriftlichen Formulierung des Kaufvertrages seine rechtlichen und wirtschaftlichen Verhältnisse genau prüfen. Daraus ergeben sich letztendlich nämlich, was unter welchen Bedingungen auf den Käufer übertragen wird, welche rechtlichen Fragen sich ergeben und welcher Art die Sicherheiten für beide Seiten sind. Hier erweist sich die Einbeziehung eines Notars übrigens als sehr sinnvoll.dieser ist ohnehin nötig um die notwendigen Änderungen im Handelsregisterauszug vorzunehmen
Außerdem wird die konkrete Art der Rechtsnachfolge im Vertrag geklärt, das heißt, ob der Vertrag in der Singularsukzession – der Nachfolge in bestimmten Sachen und Rechten, oder als Asset- Deal gestaltet ist. Das bedeutet, dass hier Vermögenswerte einzeln übertragen werden, etwa wie beim Verkauf von Betriebsteilen. Der ebenfalls mögliche Share-Deal sichert nur die Übertragung von Geschäftsanteilen.

Unternehmenskaufverträge sind enorm umfangreich und müssen bis ins Detail genau durchdacht werden. Im Vertrag enthalten sein müssen dabei in erster Linie der konkrete Verkaufsgegenstand, der genaue Übergabetag und natürlich der korrekte Kaufpreis.
Ebenfalls unbedingt zu verankern sind außerdem jegliche vertraglichen Zusicherungen über gesellschaftliche Verhältnisse, etwaige Veräußerungsbeschränkungen, Insolvenz- und Haftungsrisiken, die Vermögens- und Arbeitsverhältnisse, sowie sonstige Rechtsverhältnisse und Jahresabschlussangaben. Hierzu gehören auch eine Stichtagbilanz, die Abrechnungsbilanz und eine Eigenkapitalgarantie.

Ebenfalls sehr wichtig im Vertrag sind die Rechte und Voraussetzungen zur Wandlung des Käufers, eine Sicherung der Kaufpreisforderung, eine Verjährungsregelung, die Prozessklausel, welche Aufschluss über etwa schwebende oder außergerichtliche Verfahren gibt, das Rücktrittsrecht des Käufers, die Zustimmungsvorbehalte des betrieblichen Aufsichtsrates und letztendlich die Kosten des Vertrages.

Wenn der Firmenverkauf nun zustande gekommen ist, ist der Unternehmer natürlich verpflichtet, eine Einkommenssteuer auf den Veräußerungsgewinn an das Finanzamt zu zahlen. Hier senken Freibeträge die Steuerlast. Ebenfalls zu beachten ist auch der Verkauf etwaiger Grundstücke, die zum Unternehmen gehören. Sie müssen als Grunderwerbsteuer gewertet werden, welche 3,5 % des Kaufpreises betragen.

Ich hoffe ich konnte helfen und meine Antwort war hilfreich für dich. Ich wünsche noch einen schönen Tag

Liebe Grüße

Wissensdurst84

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Grundsätzlicher Anlaufpartner sind immer die regionalen IHKs / HWKs. Hier erhält ein Unternehmensverkäufer wesentliche Ratschläge zum Verkauf eines Unternehmens.

Eine guten ersten Überblick zu den wesentlichen Fragestellungen rund um einen Firmenverkauf gibt http://unternehmensnachfolge-news.de.

Hier werden zum Beispiel die folgenden Fragen beantwortet:

- Wichtige Fragen im Vorfeld eines Verkaufes. (http://unternehmensnachfolge-news.de/wichtige-fragen-zur-unternehmensnachfolge-vorab-klaeren/)

- Wie bereite ich einen Unternehmenskauf vor? (http://unternehmensnachfolge-news.de/vorbereitung-der-unternehmensnachfolge-praxistipps/)

- Wie nehme ich eine Unternehmensbewertung vor? (http://unternehmensnachfolge-news.de/ertragswertorientierte-unternehmensbewertung-zahlt-sich-beim-unternehmensverkauf-aus/)

Ich hoffe, ich konnte einen ersten Überblick geben.

Ingo Claus
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Mehr über mich: http://goo.gl/sQUdDL

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Sicher gibt es zu bestimmten Verfahren irgendwelche Aufsätze im Internet.

Ob Ertragswertverfahren oder Sachwertverfahren. Aber hierbei muss man wissen, dass die Ermittlung dann in der Praxis schon 'etwas' komplexer ist.

Man kann also nicht einfach eine Bilanz aufstellen und daraus so ohne weiteres einen Wert ermitteln. Da sind schon noch zusätzliche Kenntnisse notwendig.

Die beiden genannten Bewertungsverfahren sind steuerliche Verfahren. Die kommen in reiner Form eben bei der Steuerermittlung zum Einsatz. Das kann bei der Erbschaftssteuer der Fall sein, wenn jemand eine Immobilie vererbt oder ein Unternehmen.

Doch einen Marktwert zu ermitteln unterliegt eben noch anderen Gegebenheiten.

Am einfachsten vielleicht vorstellbar, wenn es Fahrzeuge in einem Betriebsvermögen gibt. Der Bilanzwert hat natürlich nichts mit dem Marktwert der Fahrzeuge zu tun.

Auch ist der Wert dann anders, wenn einer alles kauft oder jedes Wirtschaftsgut einzeln verkauft wird.

Da bleibt also nur: Entsprechenden Berater suchen. Für die steuerliche Bewertung eben einen Steuerberater/Wirtschaftsprüfer. Je nach Größe des Unternehmens kann für eine Marktwertermittlung auch die Hinzuziehung von einem Ingenieurbüro nötig sein. Ansonsten gibt es Steuerberater, die auch eine Marktwertermittlung bereit sind zu erledigen.

Allerdings könnte hier auch ein Unternehmensberater tätig werden.

Neben den vorgenannten Personen sollte man auf einen Anwalt mit der Vertragsaufsetzung befassen.

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