Frage von Vadfingel, 52

Beratender Biologe? An der Uni oder so? Wie heißt der Beruf?

Hallo, ich würde gerne Biologie studieren, wahrscheinlich Fachgebiet Richtung Humanbiologie, Biomedizin. Danach würde ich gerne an der Uni bleiben. Eine Freundin hat da mal ein Praktikum gemacht und es gibt einen Job, bei dem man (nach dem Doktortitel) an der Uni bleibt und andere Biologen bei ihrer Forschung berät, teilweise selbst forscht, aber eben größtenteils berät und unterstützt und viel mit den Menschen über die Ergebnisse spricht und auch bei Doktorarbeiten etc. Tipps gibt, aber eben kein Dozent.

Ich dachte immer den Beruf gäbe es nicht, aber meine Freundin hat eben gesagt, dass sie im Praktikum teilweise mit einem der das macht mitgelaufen ist. Sie wusste aber nicht mehr wie der Beruf hieß...

Also, wie heißt der Job, ich würd mich gerne drüber informieren, da das wirklich etwas für mich wäre und ich das von meinen Leistungen her auch schaffen könnte. Ist der Beruf sicherer, als wenn man Biologe ist und quasi auf eigenen Beinen steht? Was verdient man da so? Und habt ihr Erfahrungen mit so einem Beruf?

LG Vadfingel

Antwort
von WildTemptation, 9

Ungewöhnlicher Beruf. Den würde ich mir nicht als Ziel setzen, weil es davon wahrscheinlich in ganz Deutschland alle zehn Jahre mal eine freie Stelle gibt.

Wenn du promovierter Biologe bist, ist es an sich schon schwer, eine forschende Stelle an der Uni zu bekommen. Zudem ist die Stelle dann meist heillos unterbezahlt und befristet und obendrein musst du dich womöglich noch zusätzlich mit der undankbaren Lehre rumschlagen. Und dann willst du auch noch andere promovierte Biologen beraten? Das würde ja bedeuten, dass du mehr Erfahrung und Ahnung haben müsstest als besagte andere Biologen. Und ich kenne kaum selbstständig forschende Biologen, die sich gern von anderen dahergelaufenen Biologen in ihre Forschungsarbeit reinreden lassen.

Wenn dich Biologie an sich interessiert, würde ich dir raten, darin höchstens einen Bachelor zu machen. Den Master kannst du dann z.B. in molekularer Biomedizin machen und dann schaust du einfach mal weiter, was sich beruflich so ergibt. Oder du lässt das und studierst gleich Medizin oder Pharmazie. Das ist auf jeden Fall aussichtsreicher. Du kannst auch in die Forschung, aber wärst immer noch mit anderen beruflichen Perspektiven abgesichert, falls es nichts wird.

Antwort
von EUWdoingmybest, 25

Ich habe davon noch nicht so gehört.
Wissenschaftliche Mitarbeiter gibt es zwar, und die sind auch nur da, um zum helfen, aber einen Doktortitel brauchst dafür nicht. Meistens reicht es, wenn du in deinem Studiengang im 5. Semester bist, und dich dann in diesem Bereich als wissenschaftlicher Mitarbeiter bewirbst.

Wenn du promovierts, und an der Uni bleiben willst, dann musst du wahrscheinlich auch etwas als Dozent arbeiten. Gleichzeitig kannst du aber auch selber wissenschaftlich Arbeiten, und dich dafür mit anderen zusammen tun.

Aber "rumlaufen und helfen/ratschlagen" kenne ich nicht :D
Man muss auch erstmal schaffen, ca. 40 std. die Woche nur beraten. Aber ich will es mal lieber nicht ausschließen, dass es sowas gibt. Ich kenne es nur nicht^^


Antwort
von Yingfei, 12

Die Wissenschaftler in einem Forschungsbetrieb arbeiten doch meist Hand in Hand. Was du beschreibst ist deren ganz normaler Arbeitsalltag. Aber "nur" beraten, daran hat kein Wissenschaftler Interesse. Die sind alle bestrebt eigene Forschung zu betreiben, Daten zu sammeln und die Ergebnisse zu veröffentlichen. Die Ergebnisse diskutiert man dann untereinander, öfters auch mal auf einer Konferenz im Internationalen Rahmen.
Du musst dafür übrigens nicht zwangsweise an einer Universität arbeiten. Es gibt genügend andere Einrichtungen.  

Antwort
von Silverhead2010, 28

Wissenschaftlicher Mitarbeiter

Kommentar von Vadfingel ,

Danke :) Sicher? Ist man dann nicht für seine eigene Arbeit verantwortlich und hilft anderen eben nur so?

Kommentar von Yingfei ,

Was meinst du mit "nur so"?

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