Frage von hannaerin, 62

Benzodiazepin Abhängigkeit oder ist es was anderes?

Ich nehme seit meinen letzen Psychatrieaufenthalt wegen Borderline Angststörung und Depressionen Tavor als Bedarfsmedikament. Ich habe es in letzter Zeit etwas öfters genommen, also nicht täglich, aber sagen wir so alle drei Tage zwei Stück. Seit gestern geht es mir total seltsam. Mir ist schwindelig (nur leicht, aber nehme es war, weil es mir sonst so gut wie nie schwindelig ist), bin kurz davor einen heulkrampf zu bekommen weil in meinem Kopf so ein Durcheinander und eine Unruhe ist und hab das Gefühl, losschreien und mich bewegen zu müssen (kann es aber noch kontrollieren, obwohl der Drang dazu schon da ist). Kann das mit einer Entzugserscheinung Zusammenhängen, oder wie fühlt sich so eine benzo Abhängigkeit an? Zum Arzt kann ich die nächsten 2 Wochen auf keinen Fall, aufgrund von Klausuren und mein Arzt ist knappe 2 Stunden von meinem Wohnort entfernt. Deswegen frage ich euch. Mir ist ganz komisch. So richtig verwirrt im Kopf vor Nervosität, aber nur so schubweise.

Antwort
von webheinerle, 2

Wenn du n och nicht in der Abhängigkeit angekommen bist, bist du auf dem besten Weg dazu. Meist fängt es mit der Eigenmedikation an, dem "eine Pille mehr nehmen", das sich schnell steigert, weil die Wirkung der immer höheren Dosis auch wieder nachläßt und der Körper nach noch mehr verlangt. Ich spreche aus Erfahrung, ich hatte auch schon ein Benzo-Problem...der Entzug ist kein Spaziergang, aber je länger du ihn hinau ziehst, umso schwerer wird er.

Antwort
von Kiefi, 14

Grundsätzlich hängt es davon ab, welche Stärke du nimmst, wieviel du wiegst und wie lange du es jetzt schon einnimmst. Tavor hat eine mittlere Halbwertszeit, du musst also davon ausgehen, dass nach 3 Tagen noch mindestens 10 % des Medikaments in deinem Körper ist. Das reicht vollkommen, um bei 3-tägiger langdauernder Einnahme abhängig zu werden, der Blutspiegel baut sich nämlich dann immer mehr auf. Ein langsames Absetzen und Ausschleichen wäre hilfreich (z.B. alle 2 Tage 1 Tbl. , dann Wochen später alle 3 Tage 1 Tablette, dann alle 4 Tage 1 Tabl., usw. So würde es dann wieder als Notfallmedikament helfen. Bei Dauergebrauch hast du nur Probleme, die sich dann verschlimmern werden.

Antwort
von Psylinchen23, 39

Das sind die Nebenwirkungen von diesen Zeug. Ich sag mal so am besten arbeitet man selber an sich ohne Diese Medikamente. Ist zwar ein Harter Weg aber gehen musst du Ihn so und so. Diese Tabletten unterdrücken nur deine Gefühle und was so in deinen Kopf vor sich geht nimmst du die Tabletten nicht mehr geht es von vorne los. Ist ein Teufelskreis aber du wirst es sicher schaffen ohne die Tabletten. Wünsche dir viel Glück auf deinen Weg.

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