Benutzt man das Wort "kriegen" in der Schriftsprache?

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3 Antworten

Mir kommt es auch immer unpassend vor, wenn in einem Buch "kriegen" steht. Meistens kann man es durch "bekommen" ersetzen, was sich schöner anhört.

Im Herkunftswörterbuch des Duden steht, dass das Wort früher "sich anstrengen, sich um etwas bemühen, streben" bedeutete, später auch "streiten, zanken, kämpfen, Krieg führen".

Das heutige umgangssprachliche Wort "kriegen" ist danach eine Verkürzung von "erkriegen" im Sinne von "strebend erlangen, erringen".

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Ich benutze das Wort nie. Kriegen bedeutet ja, dass man etwas bekommt oder erhält durch eine kriegerische Aktion.

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Es gibt unschöne und schöne Wörter. "Bekommen" ist schöner als "kriegen", so wie "zerbrochen" oder "zerstört" schöner klingt als "kaputt".

In wie weit das einen stört, hängt davon ab, wie stark das Gefühl für Sprache, Semantik und Klang entwickelt ist. Ich hab es früher in der Kirche als Kind fast nicht ausgehalten, wenn die ganze Gemeinde die Wörter "Auferstehung des Fleischschsches" gesprochen hat.

Das "sch" klang, wie wenn ein Metzger die Sehnen eines Schweins durchschneidet. Ekelhaft!

Es gibt auch Wörter, die schon vom Klangbild her eklig sind, z.B. "Schmand" oder "Schlamm". Aber diese Empfindlichkeit ist vielleicht auch nur bei mir so extrem.

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