Frage von b962662, 163

Benötigt man für ein Linux-Betriebssystem einen Antiviren-Scanner?

Es gibt darüber im Internet recht unterschiedliche Meinungen. Es gibt ja recht wenige Programme, die Linux tatsächlich mit abdecken. Die Anzahl der Viren für Windows ist immerhin auch erheblich viel größer.

Wenn ich aber unter Linux MINT Online-Banking betreiben möchte, bin ich dann ohne Security-Suite besser beraten als unter Windows mit einem solchen? Ich kann das überhaupt nicht einschätzen.

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von Kerridis, 89

Unter Linux brauchst du keinen Virenscanner um dein System zu schützen, sondern höchstens, um andere (Windows!) Nutzer zu schützen. Es kann ja z.B. sein, dass du aus dem Netz oder per EMail etwas schädliches bekommst und dass dann weiterleitest (PDF, PPS, DOC und so). Deinem Linux-System kann das nichts anhaben, aber du leitest ggf. unwissentlich den Schädling an einen Windows-Nutzer weiter.

Wenn du allerdings unter Linux per wine Windows-Programme ausführst, solltest du sie vor der Installation natürlich auf Viren checken, sonst kannst du dir deine wine-Umgebung versauen. Und wenn du aus einer befallenen wine-Umgebung Daten generierst und weitergibst, sind die ggf. auch verseucht. 

Virenscanner für Linux suchen eh nur nach Windows-Viren.

Nach meinem Dafürhalten reicht für sowas der clamav, der sollte in den meisten Distributions-Repos vorhanden und somit über den Paketmanager installierbar sein. Exzessiv wird man unter Linux ja wohl kaum mit Windows-Programmen hantieren und sich alles mögliche aus ggf. dubiosen Quellen runterladen...

Beim Online-Banking hilft es, Brain 1.0 (Mindestversion) einzusetzen...

Und wenn du dann noch Java im Browser abschaltest (und vielleicht Flash) ist das ganze noch ein Stückchen sicherer als mit :).

Und ja, Linux ohne Virenscanner ist immer sicherer als Windows mit...

Expertenantwort
von Linuxhase, Community-Experte für PC, 44

Hallo

Benötigt man für ein Linux-Betriebssystem einen Antiviren-Scanner?

Ist Deine Suchmaschine kaputt oder wieso stellst Du die Frage - Wurde bereits mehrfach hier in gutefrage.net beantwortet.

Oder ist das am Ende nur ein Layer8 Problem?

Es gibt ja recht wenige Programme, die Linux tatsächlich mit abdecken. 

Ja es gibt recht wenige die unter einem GNU/Linux laufen:

wiki.ubuntuusers.de/Virenscanner

Aber egal welches, die haben alle eines gemeinsam:

Die Suchen nur nach Viren für Windows-Systeme!

Ganz wichtig ist dieser Link hier:

http://www.the-one-brack.org/linux/getting-help_de.html

Wenn ich aber unter Linux MINT Online-Banking betreiben möchte, bin ich
dann ohne Security-Suite besser beraten als unter Windows mit einem
solchen?

Sicherheit bedeutet ja nicht nur sich vor Viren zu schützen, es ist viel mehr, denn Bedrohungen kommen aus diversen Ecken, aber Viren sind unter GNU/Linux keine vorhanden¹

Sicherheit ist auch kein statischer Zustand sondern ein Konzept das dynamisch an Bedrohungen, den Wissensstand und das System angepasst wird.

Linuxhase

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¹ die nicht mindestens 10 Jahre alt sind und somit für alle aktuellen Systeme ungefährlich.

Kommentar von b962662 ,

Sicherheit heißt natürlich nicht nur vor Viren geschützt zu sein. Das habe ich als Nichtfachmann einfach mal als Oberbegriff für Trojaner, Viren und vorallem diverse Tricks zum Klauen von Daten benutzt. Also der Kram, nach dem Kaspersky oder Norton sucht.

Die Frage, die ich mir gestellt habe, ist eben, ob man bei Linux ohne Virenschutz sicher(er) davor ist, dass andere z.B. Login-Daten ausspähen können. Ich rede jetzt natürlich nur vom Auslesen vom Copy-Paste-Speicher oder Software-Keyloggern und solchem Kram. Also nicht von Fehlern wie die Login-Daten in einer Fake-Seite einzugeben oder sowas.

Kommentar von Linuxhase ,

@b962662

Sicherheit heißt natürlich nicht nur vor Viren geschützt zu sein. Das
habe ich als Nichtfachmann einfach mal als Oberbegriff für Trojaner,
Viren und vorallem diverse Tricks zum Klauen von Daten benutzt.

Das ist doch, sagen wir, unglücklich, ausgedrückt, weil falsch, da wäre wohl Bedrohung passender.

Also der Kram, nach dem Kaspersky oder Norton sucht.

Auch das ist noch nicht alles was mit Sicherheit zu tun hat:

  • Anti- Virus, -Trojaner, Spammails, Phishing-Seiten
  • Firewall
  • und vor allem /sbin/brain

Die Frage, die ich mir gestellt habe, ist eben, ob man bei Linux ohne
Virenschutz sicher(er) davor ist, dass andere z.B. Login-Daten ausspähen können.

Wenn man eine Firewall hat, die richtig eingerichtet ist und seinen Verstand benutzt, dann ist auch ein Windows als sicher zu bezeichnen. Bedrohungen durch Schlupflöcher in Software oder dem Betriebssystem oder gar absichtliche Hintertüren darin sind allerdings nicht abzudecken.

Ja ich bin der Meinung das ein unixoides Betriebssystem schon wegen der anderen Infrastruktur sicherer ist als Windows!

Linuxhase

Antwort
von tDoni, 80

Mit Linux solltest du weitgehend sicher sein, kannst aber "Überträger" für andere Windows-Rechner werden. Das ist genauso "unschön".

Natürlich gibt es auch Schadsoftware für Linux, die ist aber nicht so weit verbreitet wie die für Windows.

Mit einem "gesunden Menschenverstand" (was ich jedem Linux-Nutzer hier mal unterstelle) sollte dein Rechner keiner allzu großen Gefahr ausgesetzt sein. 

100%ige Sicherheit gibt es natürlich nirgends, aber gegen gezielte und maßgeschneiderte Angriffe auf dich würde vermutlich auch keine Antivirenlösung greifen.

Dennoch kann eine solche Software nicht schaden. Eben auch wegen Email, USB-Stick etc und um die Infektion anderer Geräte zu verhindern.

Beim Online-Banking solltest du zum Beispiel auch darauf achten, nur dir bekannten Netze und niemals öffentlichen WLAN Netzen zu verwenden.

Antwort
von androhecker, 68

Unter Linux im Moment nicht nötig.
Falls du vor hast zB einen Mailserver darauf zu hosten würde ich ClamAV empfehlen, dann werden Windows Clients geschützt.

Antwort
von NoHumanBeing, 66

Nein.

Es gibt Virenscanner für Linux. Allerdings durchsuchen die eher Dateien, die über das Linux-System laufen auf Schadsoftware für Windows (z. B. Dateianhänge auf einem E-Mail-Server, etc.).

Die Rechteverwaltung unter Linux (POSIX-Rechte) und die Tatsache, dass man für gewöhnlich nicht mit administrativen Privilegien arbeitet, verhindern Angriffe eigentlich recht zuverlässig.

Man sollte natürlich trotzdem keine Software aus unbekannten Quellen ausführen. Allerdings kommt man unter Linux auch nicht so oft in diese Versuchung, da man die meiste Software ja aus einem zentralen Repository beziehen kann und diese auch entsprechend kryptographisch signiert ist.

Antwort
von PHoel, 59

Online-Banking mit Windows ist immer ein Abentheuer, mit und ohne Virenscanner. 

Unter Linux brauchst du keinen Virenscanner. Das kann sich in Zukunft ändern, aber im Moment gibt es so gut wie keine Viren für Linux, nicht nur weil es weniger Leute benutzen, sondern auch weil das System viel schwerer anzugreifen ist und um einiges sicherer ist als Windows.

Kommentar von b962662 ,

Wenn es so schwierig ist, warum wird sich das dann zukünftig ändern? Weil mehr in der Richtung entwickelt wird? Oder weil es mehrLinux-Nutzer geben wird?

Kommentar von PHoel ,

Weil es mehr Linux-User geben wird, ist zumindest meine Vermutung. Und dann kann sich das auch ändern, so viele Viren wie für Windows wird es aber nicht geben, weil es wie gesagt viel schwerer ist, diese zu entwickeln. Linux ist viel besser gegen Angriffe geschützt.

Für Leute die zu 100% sicher sein wollen, gibt es BSD Unix bzw. OpenBSD. Um das zu installieren muss man halt etwas mehr Ahnung haben oder sich damit außeinandersetzen.

Antwort
von gonzo1233, 50

Nein, das ist laut dem Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik ist ein Drittanbieter "Virenscanner" für Linux nicht nötig, schau mal in dem Artikel "Sichere Nutzung von PCs unter Ubuntu".

Auf Seite 2 steht ganz deutlich: "Virenschutzprogramm,

Die Installation eines Virenschutzprogramms ist, basierend auf dem aktuellen Stand der Bedrohungslage in Bezug auf Schadsoftware für Linux, unter Ubuntu nicht notwendig", was da übersetzt heißen will, dass es keine funktionierenden Schädlinge für Ubuntu gibt.

Wenn ihr abweichende Informationen habt, gebt bitte die Quellen der Fachartikel an und informiert umgehend das BSI, damit diese den Fachartikel anpassen.

Ich lehne einen Virenscanner für Windows-Schädlinge auf einem Linux Rechner entschieden ab. Wenn ein unsicheres kommerzielles Betriebssystem nicht mit seinen Mails klarkommt, dann ist doch nicht das sichere und freie Linux verantwortlich.

Wer behauptet, das Linux nicht 100% sicher ist, möge der werten Leserschaft doch mitteilen, wann er den letzten Linux-Schädling auf seiner Linux Installation vorgefunden hat. Hier sollte auch die Quelle des Linux-Schädlings genannt werden, um die Analyse des Schädlings zu ermöglichen.

 

Antwort
von NebenwirkungTod, 48

Du bist meist auf der sichereren Seite mit einem Virenprogramm, aber ACHTUNG!

Nimm nicht irgendeines, ich hab mal ein kleines runtergeladen, welches selbst der reine Virus war

Kommentar von b962662 ,

Welches hast du verwendet?

Kommentar von NebenwirkungTod ,

Eines für Windows, aber diese Gefahr besteht immer.

Das Programm wurde mitlerweile gelöscht (War vor gut 2 Jahren)

Kommentar von PHoel ,

Sind eigentlich immer selbst Viren, die machen den PC so lahm, das er kaum zu gebrauchen ist.

Bei Linux brauchst du kein Virenschutzprogramm!!!

Kommentar von NebenwirkungTod ,

Was zum henker?

Mein PC hat keine Geschwindigkeits Verluste...

Und ich hab schon 2 grosse Viren mit hilfe von AVG erkennen und zerstören können

Kommentar von b962662 ,

Unter Linux?

Kommentar von androhecker ,

Selbst wenn gute Virenscanner nicht sehr viel Leistung brauchen, sind sie immer noch geöffnet. Wenn dein PC von dem Antivirenprogramm Performance technisch gar nicht beeinflusst wird, dann macht das wohl gar nichts.

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