Frage von Suvon, 94

Benötige ich eine ärztliche Therapie, Ja oder Nein?

Ich habe vor einigen Jahren Diabetes Insipidus renalis diagnostiziert bekommen. D.h. Ich trinke täglich zwischen 10 und 15 Liter Flüssigkeiten, fühle mich aber sonst recht wohl. Ich habe damals eine Therapie abgelehnt, weil es mir gut ging (und immernoch geht) und ich mich erst recht krank fühle, wenn ich irgendwelche Tabletten nehmen muss. Allerdings habe ich vorhin gelesen, dass nur bei Therapie eine "Überlebenschance" existiert? Wie ist das gemeint? Begebe ich mich in die Gefahr, in nächster Zeit über den Jordan zu gehen? Therapie, ja oder nein?

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von Dackodil, 34

Die Gefahr beim D. insipidus renalis besteht darin, daß du trotz der großen Trinkmenge austrocknest. D.h. du verdurstest mit dem Bauch voller Wasser. Oder das Elektrolytgleichgewicht (die gelösten Salze) in deinem Blut/Körper verschiebt sich und auch das kann lebensgefährlich sein.

Geh noch mal in die Endokrinologie eines Universitätskrankenhauses und laß Diagnostik machen. Wenn dann alle Informationen zusammen getragen sind, kannst du mit dem Arzt besprechen, welche Therapiemöglichkeiten es gibt, welche Wirkung du erwarten kannst, welche Nebenwirkungen es geben kann und was passiert, wenn du keine Therapie machen willst.

Die Infos im Netz sind wirklich spärlich. Hast du das hier schon gesehen:

http://www.diabetes-deutschland.de/diabetesinsipidus/

Hier ist eine Selbsthilfegruppe. Kontaktiere die doch mal. Selbst Erkrankte sind meist sehr gut informiert und können dir vielleicht mit praktischen Erfahrungen weiterhelfen

http://www.hypophyse-muenchen.de/brennpunkt/archiv/diabetes.htm

Alles Gute wünscht
DasDackodil

Kommentar von Suvon ,

Ich danke dir für deine verlinkung. Ich habe mich mit dem Professor, der diesen Artikel geschrieben hat unterhalten, und er rät mir in meinem Fall von einer Medizinischen Behandlung ab. Tl.Dr: ich werde wahrscheinlich keine Therapie machen. 

Kommentar von Dackodil ,

Ich freue mich sehr, daß ich dich auf eine hilfreiche Spur setzen konnte.
Genauso freue ich mich über die Rückmeldung. Das erlebt man hier selten.

Und ganz herzlichen Dank für das Sternchen.

Antwort
von Barbdoc, 45

Diabetes insipidus ist ein kompliziertes Krankheitsbild im Bereich der Endokrinologie. 10-15l Flüssigkeitsaufnahme ist keine Lösung. Du mußt diese Menge auch wieder loswerden. Wieviel Zeit bleibt dir noch vom Tag? Vertrau deinem Endokrinologen, der weiß, wie man das behandelt. Alles Gute B.

Kommentar von Suvon ,

Ich trinke sehr schnell (man könnte sagen auf ex) und viel, weshalb vielen meine erhöhte Flüssigkeitsaufnahme erst auffällt, wenn ich sie drauf hinweise. Auch meine Blase ist sehr ausgedehnt, und fasst um die 2 Liter. Also ich trinke nicht häufiger oder länger als andere, nur mehr, genauso hält sich das mit Toilettengängen.

Trotzdem danke für die Antwort, werde wohl in nächster Zeit auf einen Arzt zugehen.

Mfg 

Expertenantwort
von dadamat, Community-Experte für Medizin, 17

Bei dieser täglichen Trinkmenge sollte dein Arzt an "Diabetes Insipidus" denken und entsprechend weiter diagnostizieren.

Kommentar von Tigerkater ,

Liest Du nie die Fragen bevor Du antwortest ???

Antwort
von DDRKind1970, 49

Höre Dir doch mal an, was ein Arzt Dir erzählt. Mein Arzt ist ganz OK, und hat nicht gleich mit Medizin angefangen. Er gab mir Tips, was ich ändern sollte, damit ich nicht Medizin nehmen muß.

Kommentar von Barbdoc ,

Du weißt offensichtlich nicht, was Diabetes insipidus bedeutet. Da geht's ans Eingemachte. "Medizin nicht einnehmen" müssen ist da keine Option.

Antwort
von Honey116, 61

Ich kenn mich mit deiner Krankheit jetzt nicht aus, aber ich weiß nicht, ob es hier so viele Leute gibt, die dir das sagen können, auch wenn die eine Ahnung davon haben. Geh am besten einfach deinen Arzt fragen, wie das aussieht, denn der wird dir das auch in allein Einzelheiten erklären können... Allerdings glaube ich, dass wenn das Risiko so hoch wäre, hätten die dir das schon gesagt, als es bei dir festgestellt wurde.

Antwort
von Tigerkater, 7

Beim Diabetes insipidus besteht eine fehlende Konzentrationsfähigkeit der Nieren durch Fehlen oder Mangel an antidiuretischem Hormon ( ADH )  bei Funktionsstörung oder Zerstörung des Hypophysen-Hinterlappens (HHL ) bei erhaltener Funktion des HVL ( idiopathischer D.i. )  oder eine fehlende Ansprechbarkeit der distalen Tubuli der Nieren auf das ADH ( nephrogener D.i. ). In beiden Fällen kommt es zu dem von Dir geschilderten Durst. Ersetzt ein erfahrener Endokrinologe das ADH, kannst ein normales Leben führen. Warum willst Du Dich so quälen ??

Antwort
von burak29, 11

Besuch deinen Arzt kümmere dich drum bevor was schlimmes kommt und du es bereust

Antwort
von Suvon, 5

Ich habe mich mit dem Professor, der diesen Artikel geschrieben hat, den @Dackodil verlinkt hat,unterhalten, und er rät mir in meinem Fall von einer Medizinischen Behandlung ab. Tl.Dr: ich werde wahrscheinlich keine Therapie machen. Danke an alle die mich beraten haben :)

Antwort
von mychrissie, 11

Wenn es nur bei einer Therapie eine Überlebenschance gibt, ist mir absolut unverständlich, warum man dann Laien nach dem Sinn einer Therapie fragt.

Und wenn die nun "nein!" sagen, verzichtest Du dann aus Dankbarkeit für diese Antwort aufs Überleben?!!

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