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Benimm-Buch für Erwachsene (absolute Basics)

Frage von denniss denniss

Gibt es ein Buch, in dem einem Menschen, der kein Benehmen erlernt hat, die wichtigsten Regeln vermittelt werden?

Fall: neuer Mitarbeiter - noch in der Probezeit - netter Mensch - fachlich gut - Teamleiter mit Außenkontakt - kommt direkt von der Uni.

Um die Problematik zu klären, hier einige Beispiele für sein Verhalten:

  • Kleidung: ungebügelte T-Shirt, auf denen man (ungelogen) freitags sieht, was es die Woche über zu Essen gab, zerschlissen Hose und Turnschuhe
  • Körperpflege: ungewaschene Haare, unrasiert, in Summe ungepflegt
  • Essen: beugt sich über den Teller und schaufelt sich alles mit max. möglicher Menge in den Mund, so dass die Hälfte wieder herausfällt.
  • Danken: Entweder Lobesschwall (z.B. fürs Türaufhalten) oder gar nicht.
  • Besprechungen: Er wirkt immer unvorbereitet und verträumt / nicht beim Thema und entsprechend fallen auch die Antworten aus
  • Anweisungen, die auch nur einen minimalen Spielraum enthalten, oder Termine werden einfach "vergessen"

Bisherige Maßnahmen (mehr oder minder erfolglos):

  • mehrfache Feedbackgespräche mit 4 Personen (Kollegen, Vorgesetzte, Kunde - ich war einer davon) => minimale Besserung: Klamottenwechsel zumindest nach 3 Tagen
  • mehrere Angebot zur Unterstützung (nicht angenommen)
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Antworten (6)

  • 1
    Hilfreichste Antwort ausgezeichnet vom Fragesteller
    Antwort von Akka2323 Akka2323

    Wird alles nicht viel helfen. Es gibt Leute, die haben für manche Sachen einfach kein Gespür. Entweder akzeptieren, falls der Mitarbeiter für anderes wertvoll ist oder entlassen.

    Kommentar von denniss dennissdenniss

    Akzeptieren ... kaum eine Chance, die Toleranz aller Beteiligten hat er bereits völlig erschöpft und sich (und die Gruppe) weit über die Abteilungsgrenzen zum Gespött gemacht. Wenn er sich binnen der nächsten 4 Wochen nicht sehr stark ändert, ist er draußen - er hat dies bei seinem 2. offiziellem Einarbeitsgespräch mitgeteilt bekommen.

    Vorschäge, wie Besuch von Seminaren u.ä. hat er nicht durchgeführt.

    Dies wäre lediglich ein letzter Versuch.

    Kommentar von Akka2323 Akka2323Akka2323

    Dann weiß er Bescheid und dann ist es eben so.

  • 2
    Antwort von majosandra majosandra

    Ich würde ihm kein Buch in die Hand drücken (das vermutlich ungelesen im Regal landet), sondern ihn auf eine mehrtägige Schulung schicken, mit dem Hinweis, daß er die Probezeit nicht überstehen wird, wenn er sein Verhalten nicht ändert. Auch eine Kleiderordnung würde ich ihm vorschreiben.

    Schließlich steht er jetzt im Berufsleben und ist nicht mehr auf der Uni.

    Kommentar von majosandra majosandramajosandra

    In dem Konzern, in dem ich damals arbeitete, wurden sämtliche Mitarbeiter in einem Seminar der folgenden Firma geschult. Vielleicht ist es auch eine Möglichkeit für Deine(n) Mitarbeiter:

    http://www.tmi-germany.de/index.php?option=com_content&task=view&id=30&Itemid=48

    Kommentar von denniss dennissdenniss

    Nachdem der Coach ein negatives Feedback an die Personalabteiung weitergeleitet hat, müßte er das Seminar selber zahlen ...

    und wenn ein Coach schon nicht hilft, warum ein Seminar?

    Ich hoffe halt (wahrscheinlich vergeblich), dass er es nach der Kündigung und weiteren 250 er4folglosen Bewerbungen kapiert, wenn er in einem halben Jahr über das Buch stolpert.

    Kommentar von denniss dennissdenniss

    Ich werde nicht für 60 Mitarbeiter eine Kleiderordnung erlassen, weil sich ein neuer MA nicht benehmen kann. Zum letzten Feedbackgespräch mußte er das Protokoll schreiben, um sicherzustellen, dass er die Kritik auch mitbekommen hat. Darin steht auch, dass er bei seinem jetzigen Verhalten noch nicht mal eine Chance auf ein pos. Ende der Probezeit hat. Nur bei einer sehr positiven Entwicklung bekommt er mit einer Verlängerung der Probezeit (ok, Umwandlung des Vertrags in einen Zeitvertrag) eine dritte / vierte Chance.

    Kommentar von majosandra majosandramajosandra

    Ich finde, das die Maßnahmen Deiner Firma ausreichend sind und würde dann auch konsequent handeln, wenn sein Aussehen/Verhalten tatsächlich weiterhin untragbar sind.

    Vielleicht berufst Du vorher nochmal ein Zwischentreffen ein, in dem ihm noch einmal klargemacht wird, daß sein Außeres sich noch immer nicht zufriedenstellend verändert hat.

  • 2
    Antwort von grievousmichel grievousmichel

    knigge

    google mal

    Kommentar von denniss dennissdenniss

    Ich habe mir viele Bücher angeschaut, aber es geht hier nicht um die höheren Weihen, sondern um die absoluten Basics, wie:

    • nicht mit vollem Mund sprechen
    • wenn schmutzig, täglich die Wäsche zu wechslen
  • 1
    Antwort von Tornadofix Tornadofix

    Da gibt es inzwischen eine Vielzahl von guten Büchern. Knigge ist das Bekannteste aber das ist nicht mehr ganz so aktuell. Gutes Benehmen ist heutzutage genauso wichtig wie selten. Es gibt aber auch Kurse in denen die wichtigsten Benimmregeln glaich praktisch erlernt werden können...sehr empfehlenswert.

    Kommentar von denniss dennissdenniss

    Die Empfehlung habe ich ich ihm schon im Feedbackgespräch gegeben und ihm sogar Seminare herausgesucht.

    Allerdings müßte er die schon selber zahlen, da wir hier von Basics reden und das ist ihm anscheind der Job nicht wert.

  • 0
    Antwort von PeRiBa PeRiBa

    Was die Eltern in früher Jugend versäumt haben, kann man so schnell und vor allen Dingen nicht mit einem Buch gerade rücken.

    Wenn der Mitarbeiter sonst gut ist, dann gebt ihm einen Coach.

    Am Besten Ihr sucht ihm eine Frau (Ironie)

    Sonst gibt es bei Amazon: http://www.amazon.de/Business-Knigge-die-wichtigsten-Benimmregeln-Anke-Quittscha...=sr14?ie=UTF8&s=books&qid=1278238535&sr=8-4

    Kommentar von denniss dennissdenniss

    Der Coach hat gesagt, rauswerfen, der wird nichts - schade ums Geld

    Kommentar von denniss dennissdenniss

    Ist schon viel zu hoch für Ihn.

    Ich habe schon daran gedacht ihm ein Benimm-Buch für Vorschul- / Grundkinder zu geben.

    Vom Inhalt wäre das das notwendige Niveau und Umfang, aber ich kann doch einem 30-jährigen kein Kinderbuch im beruflichen Umfeld schenken.

    Das empfinde ich dann von meiner Seite als unangemessen.

    Kommentar von Peru1 Peru1Peru1

    Der Coach hat aber auch keine arbeitsmoral, aus jedem kann was werden.

    Kommentar von denniss dennissdenniss

    Ich finde das nicht, der Coach möchte auch in Zukunft gutes Geld mit uns verdienen.

    Wenn er nach meheren Gesprächen aus seiner Sicht keine Chance sieht, dass der Mitarbeiter der Veränderungsbedarf umsetzten kann - sei es weil ihm die emotionale Reife oder die Einsicht (trotz gegenteiliger Äußerungen) fehlt, dann muss er - ebenso wie ich auch - sagen, das ist der falsche Mitarbeiter für diesen Job und diese Firma.

    Kommentar von PeRiBa PeRiBaPeRiBa

    Dann geht es eben nur mit Zwang. Du machen - sonst Hartz 4

  • 0
    Antwort von pierrot pierrot

    Knigge! Aber die Schule des Lebens wird ihn schon lehren, wie man sich auf dem gesellschaftlichen Parkett zu bewegen hat. Es sei denn, er hält sich als einzigen für gut und das will er mit seiner Bekleidung ausdrücken will.

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