Frage von wr125ccm, 1.482

Kann man eine Bengal-Katze alleine halten?

Hallo kann ich eine Bengal-Katze alleine halten?? Mit vielen Spielzeugen Kratzbaum und insgesamt viel Beschäftigung. Wir sind eine Familie mal kommt der ein oder andere früher von der Schule/Arbeit und jede Woche kommt auch unsere Putzfrau die Katzen sehr mag!! Also würde das gehen??

Expertenantwort
von NaniW, Community-Experte für Katze, 1.215

Hallo wr125ccm,

zum Thema Bengal-Katzen:

Bengale gehören NUR in erfahrene Hände !! Und sollten auch besser nur im Zweierpack gehalten werden. Kein seriöser Züchter würde jemandem, der keine Ahnung hat, eine Bengal überlassen. Du weißt schon, das so ein Tier Preislich nicht unter 1000€ verkauft wird ? Du kannst eine Bengal auch nicht in den Freigang lassen. Zudem man eine Bengal auch nicht einfach laufen lassen kann. Sie haben z.B. keine natürlich Angst vor Menschen. Im Gegenteil, sie sind sehr Menschenbezogen, weil sie eben genau dafür auch gezüchtet wurden. Es ist ein Wildkatzenmix, eine Hybridkate. Wird sie einem Jäger vor die Flinte laufen, wird er sie wahrscheinlich erschießen, da sie nicht als Hauskatze, sondern als wildernde Wildkatze, erkannt wird. Dann kommt hin zu, das du auch die Tierärztliche Versorgung voher abklären solltest. Nicht jeder Tierarzt hat die Ausbildung für solche Exoten !! Dann geht es beim Futter weiter. Du kannst Bengalen nicht einfach Aldifutter hin stellen. Die haben einen hohen Anspruch was das Futter betrifft. Sagt die BARF etwas ? Ist deine Wohnung überhaupt groß genug für die Haltung ? Hast du die Möglichkeit der Katze gesicherten Freigang zu gewähren ? Zum Beispiel ein großzügig eingezäunter Garten, ein großes Gehege. Wie du siehst, ist die Bengal alles andere als einfach zu halten. Ich Rate dir, fang erst mal an über Katzen und deren Rassen bezogene Artgerechte Haltung zu lernen. Denn auch das gehört zur Verantwortung, wenn ich ein Tier halten möchte.

Dann zum Thema Katzenallergie:

Eine Katzenallergie hat NIE etwas mit dem Fell und/oder den Schuppen zu tun. Das ist ein Mythos der sich echt hartnäckig hält. Man reagiert ausschließlich auf das Hauptallergen, das aus einem Protein, also ein Eiweiß (Fel d 1) besteht. Der Speichel der Katze, so wie der Urin und das Sekret der Hautdrüsen (Tränen-, Talg und Analdrüsen) enthalten dieses Protein. Es ist in der Tat so, das nicht jeder der an einer Katzenallergie leidet auf alle Katzenarten gleich reagiert. Das hängt von der Produktion des Protein Fel d 1 ab, das Katzen abhängig von Alter, Rasse und Geschlecht verschiedene Mengen der Substanz abgeben. Noch bis zwei Jahre nach Entfernen einer Katze aus dem Haus, sind Katzenallergene nachweisbar.

Eine wirkliche Therapie gibt es leider nicht. Es gibt gegen die verschiedenen Symptome Medikamente, die sogenannten Antihistaminika. Dazu bitte einen Allergologen aufsuchen und Testen, so wie beraten lassen. Oder man kann sich Hyposensibilisieren lassen. Allerdings ist das auch keine heilende Lösung. Denn eine Allergie läßt sich nicht heilen, laut dem Facharzt für Lungenheilkunde Norbert Mülleneisen, Leverkusen, der dazu etwas veröffentlicht hat. Das Ziel einer Hyposensibilisierung, auch Desensibilisierung genannt, ist es, die Empfindlichkeit des Allergens herab zu setzten. Eine Behandlung dauert 36 Monate. Danach fällt die allergische Reaktion harmloser aus. Die Kosten muss man hier oft selbst tragen, da die Kassen mit dem Argument kommen, das man Tieren ausweichen kann. In den meisten Fällen muss die Katze also leider abgegeben bzw. der Kontakt zu Katzen vermieden werden.

Der Mythos der Hypoallergenen Katze, ist ein Ammenmärchen !

Alles Gute

LG

Expertenantwort
von palusa, Community-Experte für Katze, 1.101

nur bei einem erwachsenen begalen mit freigang möglich. wobei freigang bei bengalen so ne sache ist. dass sie was wert sind sieht man ihnen an.. bengalKATZEN sind übrigens was anderes. das sind wildtiere, die darfst du nur mit nem haufen auflagen halten

wohnungseinzelkatzen entwickeln aus unterforderung und langeweile ne ganze menge verhaltensuaffälligkeiten. und bengalen haben genug temperament und energie für zwei. da sind probleme vorprogrammiert. artgerecht ist es übrigens auch nicht

und bengalen sind, meiner meinung nach, keine anfängerkatzen. sie sind hybride aus hauskatze und besagter bengalkatze, einer wildkatze. sie sind ne nummer für sich. bengalen-haltung sollte gut überlegt sein

Kommentar von palusa ,

edith, um es auch hier nochmal zu sagen, polarbär hat recht. bengalen sind NICHT hypoallergen! keine katzenrasse ist das. es gibt rassen bei denen statistisch weniger allergische reaktionen auftreten aber ob ein alelrgiker reagiert ist immer ne sache zwischen der speziellen katze und dem allergiker.

Expertenantwort
von polarbaer64, Community-Experte für Katze, 843

NEIN, das würde NICHT gehen!

Man hält überhaupt keine Katze einzeln, auch keine Bengalen. Einzige Ausnahme, das Tier hätte nach einer Eingewöhnung von 6-8 Wochen unbegrenzten Freigang und könnte seine Artgenossen draußen treffen. Einzelhaltung in reiner Wohnungshaltung ist nicht artgerecht und sollte verboten werden. Österreich hat z.B. ein ganz vorbildliches Tierschutzgesetz, das bereits die Einzelhaltung von Kaninchen verbietet. Dies ist erst ein Anfang, aber über kurz oder lang kann das auch über Katzenhaltung drin stehen, und auch irgendwann in Deutschland.... . 

Ich nehme mal an, du holst ein Katzenkind? Da geht Einzelhaltung schon zweimal nicht. Katzenkinder darf man noch nicht raus lassen. Die haben keinerlei Sinn für Gefahren und keine Orientierung. Zudem gehören sie ins Beuteschema von Fuchs und Marder, großen Greifvögeln usw. Katzen sollte man vor dem 1.Geburtstag nicht in ungehinderten Freigang lassen, das ist einfach zu gefährlich.

Darf man fragen, warum es ausgerechnet ein teurer Bengale sein muss? Es gibt so viele hübsche Tiger im Tierheim, die oft eine ähnliche Fellzeichnung haben. Gerade jetzt laufen die Tierheime über vor Katzenkindern. Schau unter tierheimlinks.de unter deiner Postleitzahl. Da wirst du garantiert 2 süße Fellnasen finden. Tierheime geben übrigens nicht umsonst Katzenkinder nur paarweise ab, oder zu einer jüngeren vorhandenen Katze.

Spielzeug oder Mensch ersetzt übrigens weder Katzenkumpel noch Beschäftigung.

In Wohnungshaltung ist ein deckenhoher Kratzbaum Pflicht. Katzen müssen toben, klettern und kratzen können. Eine Kratzgelegenheit ist auch nicht ausreichend. Es sollten mehrere Kratzteppiche / -ecken vorhanden sein, sonst gehen euch die Katzen an die Möbel.

Sollten keine 2 Katzen möglich sein, kommt bitte von der Idee ab. Einzelhaltung eignet sich nur für Hamster, alle anderen Tiere brauchen einen Artgenossen.

Kommentar von wr125ccm ,

Wegen einer Katzenallergie

Kommentar von polarbaer64 ,

??? Wie jetzt - ihr wollt einen Bengalen, weil bei euch jemand eine Katzenallergie hat? Du weißt schon, dass JEDE Katze das Allergen FelD1 im Speichel und den Hautschuppen hat? Selbst die nackte Qualzucht Sphynx produziert dieses Eiweiß. Und ein Grund für Einzelhaltung ist das ja schon gar nicht.

Man kann durchaus mit Katzenallergie Katzen halten, wenn man mit den allergischen Reaktionen leben kann, die am Anfang auftreten. Wenn man eine Katze längere Zeit bei sich beherbergt und mit ihr im Dauerkontakt ist, gewöhnt sich der Körper auch gegen das Allergen und die Reaktionen werden geringer. Je nach Katze können sie auch ganz weg bleiben. Man reagiert nicht auf jede Katze gleich. Aber das ist nicht rasseabhängig, sondern hängt von der einzelnen Katze ab. 

Ich habe auch seit meiner Kindheit eine Katzenallergie. Deswegen lasse ich mir die Katzenhaltung nicht verbieten. Seit 37 Jahren teile ich mein Heim mit Fellnasen, derzeit mit vier. Alle sind unterschiedlich, was die anfänglichen Reaktionen ausmacht. Ein rotgetigerter Kater und eine Norwegerin haben mir nie etwas ausgemacht. Den roten habe ich seit er klein ist (da ist das Allergen noch nicht so ausgeprägt) und langhaarige Katzen scheinen mir nicht viel aus zu machen. Dagegen habe ich eine Glückskatze, wenn ich die kämme, muss ich schon niesen, bekomme ein Kratzen im Hals und die Augen tränen. Aber nur, wenn ich sie eben kämme, oder ordentlich durchknuddle. 

Vergiss das mit dem Bengalen, denn  keiner kann dir Allergiefreiheit garantieren. Hol dir lieber 2 Fellnasen im Tierheim.

Eine allein geht auf jeden Fall nicht.

Kommentar von Patchouli ,

Das ist nicht ganz richtig. Nicht jede Katze akzeptiert einen Partner.

Kommentar von polarbaer64 ,

Das stimmt. Katzen, die vom Menschen desozialisiert wurden, aufgrund zu langer Einzelhaltung ab Kittenalter, haben manchmal Schwierigkeiten, mit anderen Katzen klar zu kommen. ABER sie können sich wieder daran gewöhnen. Keine Katze will von Natur aus einzeln ohne Artgenossen leben. Dass Katzen nicht mit Artgenossen auskommen, ist menschgemacht.

Antwort
von MaSiReMa, 772

Hallo,

wenn sie eine reine Wohnungskatze sein soll, dann wäre es besser, Du holst gleich 2 Mietzen.

Wenn sie auch draußen rumstromern kann, dann geht auch mal eine.

LG

Antwort
von DCKLFMBL, 707

wenn sie raus darf dürfte das ok sein wenn nicht dann lieber 2 holen

Keine passende Antwort gefunden?

Fragen Sie die Community

Weitere Fragen mit Antworten