Frage von moniqueally,

Beliebter im Internat werden

ich bin seit 6 wochen auf einem internat am bodensee und es gefällt mir sehr gut dort und ich hab auch neue freunde gefunden und so aber irgendwie war ich auf meiner alten schule beliebter, hat vllt jemand ein tipp wie ich aufm internat auch beliebter und bekannter werde. bzw. wie ich mir einen guten ruf und EINEN NAMEN mache?? danke im vorraus

Antwort
von xSchokoxMuffinx,

An moniquelly: sei einfach du! Das ist der beste trick! Aber wen du wirklich nicht damit weiter kommst , sei nett, lustig, cool, sehr schlau, und nicht so gemein oder egoistisch, verabrede dich viel mit denen :D Aber ih finde im leben mus man nicht beliebt sein, sondern beste freunde haben die dich nie im stich lassen oder?! Ich finde du musst nicht immer so beliebt sein, hauptsache du bist du und hast viele nette freunde und beste freunde :) Bei einigen ist es nämlich so wen man beliebt sein will, ist es sehr schwer, man kan ja nicht alles sein , zickig, nett, lustig, cool, deswegen , sei einfach du, vileicht wirst du dan von alleine imemr cooler!! Und wen nicht , gib dein bestes, Und eine frage , wie lange bist du schon in der Internat ? vieleicht kennste die ja nicht lange? Ich hoffe ich könnte dir helfen :) LG deine xschokoxmuffinx

Antwort
von ULange,

Hallo moniqueally,

früher schrieb man jungen Mädchen gern folgendes Gedicht ins Poesiealbum:

Sei wie das Veilchen im Moose

bescheiden, sittsam und rein

nicht wie die stolze Rose

die immer bewundert will sein

Das scheint wohl selbst für die heutige „Generation Biedermeier“ zu biedermeierlich zu sein. Hier hätte ich gleich mal das richtige Programm zur Persönlichkeitsbildung für Dich unter dem bezeichnenden Titel:

„Vom Veilchen im Moose zur Rose - Wie der christliche Glaube zu einem ausgewogenen Selbstbewusstsein helfen kann“.

Du könntest aber auch den schönen Leitartikel von Katja Irle zur Generation Biedermeier bei FR-online lesen (http://www.fr-online.de/meinung/leitartikel-generation-biedermeier,1472602,31909...).

Zumindest die erstgenannte Lektüre wäre ganz bestimmt im Sinne des ehemaligen Leiters Deines Internats, Dr. Bernhard Bueb. Gib’s einfach so bei Google ein. Der erbauliche Text kommt sofort auf den Schirm.

Du bist doch „auf Salem“? (Das Schloss Gaienhofen muss ja demnächst schließen, da bleibt am Bodensee eigentlich nur diese Möglichkeit.) Irgendwie scheinst Du aber das Salemer Erziehungskonzept noch nicht so richtig verinnerlicht zu haben. Ich helfe Dir mal aufs Fahrrad:

„Die Unterkünfte in Salem sind bescheiden. Dreibettzimmer sind in der Unter- und Mittelstufe die Regel,“ lese ich bei „privatschulen-vergleich.de“. „Gefragt sind Lebensstile, die eine Bereitschaft zur Bescheidenheit und Einfachheit beinhalten,“ heißt es in Maria Knörzers Buch „Schulentwicklung in Salem“(S. 178). Ja, so sind sie, die Salemer: Einfache, bescheidene Menschen in einfachsten Unterkünften. Und da kommst Du und fragst danach, wie Du Dir in diesem Eliteinternat „einen Namen machen“, einen guten Ruf erwerben und noch beliebter und bekannter werden kannst? Du geltungssüchtige kleine Ignorantin, Du!

Haben Deine Elitepädagogen oder die Elite-Mitschüler mit Erfahrung Dir noch nicht die zwei Wege zum frühen Salemer Ruhm gewiesen? Ja, Du stehst am Scheidewege wie einst Herakles (nein, kein Altsalemer), denn es gibt zwei Möglichkeiten:

  1. Super-Salem-Streberin (Vorbild: Gabriele Inaara Begum Aga Khan) Rufe einfach immer „hier“ oder „ich“, wenn es irgendwelche Ämter und Aufgaben zu übernehmen gilt. Opfere Dich auf bei den sozialen Diensten. Gewinne Wettbewerbe bei „Jugend forscht“, „Jugend musiziert“, „Jugend spinnt“ usw.! Schreibe ein 0,01-Abitur und sei einfach immer und überall die Beste! Sollten mal wieder über Salem zwei Flugzeuge kollidieren, sieh einfach zu, dass Du nach dem Leichenteile-Aufsammeln (charakterbildend!) den größten Haufen hast!

  2. Salem-Subculture-Queen (Vorbild: Rapper Patrice, von der Schule geflogen, aber begnadigt und hat doch noch sein Abitur am Internat Schloss Salem gemacht)

Schnall Dir die dickste Rolex um und mach auf breiteste Hose. Zünde Dein Bett an! Sammele die meisten Punkte beim Alk-Test, usw. Man wird Dir zujubeln.

Am Ende gibt’s dann einen neuen Spruch ins Poesie-Album:

Sei kein blödes Veilchen im Moose,

bescheiden, sittsam und rein

sondern eine stolze Salemer Rose

und trink den Sekt nie aus der Dose,

der Erfolg kommt dann ganz von allein!

Alles Liebe!

Kommentar von moniqueally ,

wow.., danke für die ausfürliche antwort.. also wenn ich "weg 1" zu gehen versuche, dann werd ich auch beliebt und hab später höhere chancen auf ein erfolgreiches berufsleben?

Kommentar von ULange ,

Na, ja moniqueally, zumindest würde die Verkaufsabteilung Deines Internats das gern so darstellen. Die Wirklichkeit ist wohl etwas komplizierter.

Einen sehr guten Beitrag über Eliteinternate fand ich neulich in der Neuen Zürcher Zeitung. Kleiner Auszug:

"Die Gefahr solcher deklarierten Eliteschulen ist, dass es nicht primär um Begabungen und Fähigkeiten geht, sondern um das Heranbilden eines elitären Selbstverständnisses. Sie sind darauf spezialisiert, durchschnittlich begabten Jugendlichen ein überhöhtes Selbstwertgefühl zu vermitteln. Wenn der Schulbesuch mit hohen Schulgeldern und speziellen Aufnahmebedingungen verbunden ist, dann wird der Elternschaft ausserdem Exklusivität kommuniziert. Für die Lehrpersonen wird es schwierig, wenn sie diesen Auftrag nicht annehmen und das Verhalten und das Leistungsprofil der Schüler zu sehr hinterfragen. Ihre Existenz wird bedroht, und sie verlieren vielleicht wegen eines kritischen Vaters und Sponsors ihre Stelle. [...] Das Problem der Eliteschule ist, dass sie von einem Persönlichkeitsprofil ausgeht, das erst noch bewiesen werden muss. Wer nämlich Ausserordentliches leisten wird, kann nicht vorausgesagt werden. Überdurchschnittliche Leistungen hängen von vielen Faktoren ab, selbst brillante Schulkarrieren sind kein Garant für Elitetauglichkeit. Schulerfolg ist eine Anpassungsleistung in einem abgesonderten sozialen Umfeld. Erfolgreich sind jene Schüler, die auf Forderungen und unausgesprochene Erwartungen der Lehrpersonen eingehen können. Eine Kernkompetenz der Elite hingegen ist, über eine aktuelle Situation hinwegsehen zu können, Bedingungen zu hinterfragen und neue Konstrukte zu wagen. Eliten müssen sich auch in einem unübersichtlichen, chaotischen Umfeld profilieren. Solche Herausforderungen können in einer schulischen Situation nicht nachgestellt und entsprechende Fähigkeiten können vorher nicht erfasst werden. Für Menschen, die bereits als Kind in ein elitäres Milieu sozialisiert wurden, hat Bildung zudem eine andere Bedeutung. Sie ist kein Mittel des sozialen Aufstiegs, sondern höchstens eine Bestätigung des eigenen exklusiven Status. Durchschnittliche Fähigkeiten genügen, um im eigenen Stand zu bleiben. Die Motivation, sich für die Bildung einzusetzen, ist oft nicht gross, da man sich nicht mehr grundsätzlich beweisen muss.

Zur Elite sollte gehören, wer sich dazu eignet. Eliteschulen aber drohen diesen Gedanken zu pervertieren, da sie sich den Ausschlussmechanismen elitärer Kreise anschliessen. Sie geben der Elite einen Vorwand, nur jene zuzulassen, die genehm sind. Man bleibt unter sich, schiebt jedoch vor, das Eliteprofil sei durch den Besuch einer der Grandes Ecoles abgesichert. Studiert man die Biografien von Menschen, die sich wirklich durch spezielle Begabungen und Fähigkeiten auszeichnen, dann haben sie oft nicht eine Eliteschule besucht. Vielmehr handelt es sich um Persönlichkeiten, die ein antagonistisches Verhältnis zu etablierten Werten haben. Nicht die Anpassung steht im Vordergrund, sondern die Suche nach Alternativen. Viele mussten sich gegen Widerstände durchsetzen und entwickelten ihre Fähigkeiten in Auseinandersetzung mit widrigen Umständen. Sie gingen nicht vom Selbstverständnis einer Elite aus, sondern profilierten sich dank dem Kampf gegen Vorurteile und Irrtümer. Ein elitäres Selbstverständnis hätte sie womöglich behindert."

Ich fürchte, dass Dein Bemühen um optimale Anpassung an Dein Salemer Umfeld genau der falsche Weg ist, um berühmt und erfolgreich zu werden. Weg 1 ist also keine Garantie für den Erfolg im späteren Leben, sondern gilt nur für Salemer Ghetto-Bedingungen. Den Erfolg haben dann eher die Unangepassten, die den Weg 2 gehen. Siehe: http://www.schuledesjahres.de/gewinne-fuer-die-sieger-der-schule-des-jahres-2011... Der Tipp, Dein Bett anzuzünden, stammt aus diesem Interview mit dem Ex-Salemer Patrice. Aber wie im Fernsehen, wenn irgendwelche Moderatoren gefährliche Versuche machen, bei denen irgendwas in die Luft fliegt oder in Flammen aufgeht, muss man anschließend sagen: Hallo Kinder, bitte zu Hause nicht nachmachen. Alles nur Spaß!

Kommentar von ULange ,

Hier hätte ich noch ein schönes Beispiel für den Weg 2:

http://www.faz.net/aktuell/feuilleton/ritalin-missbrauch-kinder-koks-dealer-1185...

Doch auch hier gilt: Liebe Kinder, bitte zu Hause nicht nachmachen! Macht das lieber in der Schule Schloss Salem!

Kommentar von ULange ,

Oh, it depends. Natürlich musst Du erst einen hässlichen Orientalen heiraten und Dich dann zu Premiumbedingungen scheiden lassen. Siehe: http://www.welt.de/vermischtes/prominente/article13636711/Aga-Khan-zahlt-Begum-6...

Antwort
von sasaluna,

sei hilfsbereit und freundlich ,wirk nicht arrogant und bleib auf dem boden ,dann wird es schon noch werden und bist gerade 6 wochen dort ,das ist nicht lange genug um sich zu integrieren und alle leute zu kennen . du wirst durch die neuen freunde andere kennen lernen und wieder andere usw. ,die werden dich mit auf partys nehmen und vieles mehr ,du musst dich nur anschliessen und mit machen,was die anderen auch tun und dich nicht ausschliessen . ich denke das wird schon und bekommst das hin ,keine sorge und hoffe es hilft dir etwas .

Kommentar von moniqueally ,

:) bist du auch auf einem internat?

Kommentar von sasaluna ,

dafür bin ich zu alt ,aber kenne einige die es sind und waren, aus denen ist immer was geworden ,die hatten auch deine sorgen und ging nicht schnell genug ,aber es braucht etwas zeit alle kennen zu lernen und bist noch nicht lange dort ,also etwas mehr geduld und es wird schon noch .

Kommentar von moniqueally ,

okay, dankeschöönn :)) hast du vllt auch einen tipp wie ich bekannter werde, ich bin NICHT aufmerksamkeitsgeil aber ich will auch kein graues mäußchen oder so sein

Kommentar von ULange ,

Jau, unter der Rubrik "Es ist aus allen was geworden" kann ich auch ein schönes Beispiel beisteuern: http://www.faz.net/aktuell/feuilleton/ritalin-missbrauch-kinder-koks-dealer-1185...

Antwort
von Kuttels,

Versuch gute witze zu reisen aber sei nicht der klassen clown denn das könnte auch negativ gegenüber den lehrern ausfallen? Wiealt bist du den? Gibt es sport da? Dann könntest du captain oder so werden im bezug auf deinen namen

Antwort
von painttiger,

Freundschaften schließen, hilfsbereit sein, offen anderen gegenüber treten. Der Rest kommt dann von alleine. Hier ist wohl Geduld gefragt.

Antwort
von AnnaCinderella,

Beliebtheit hervorrufen zu wollen, kann ganz schön nach hinten los gehen. Verhalte dich offen, ehrlich und echt. Dann läuft das schon. Mach dir keine Gedanken, was andere über dich denken. Das macht auf Dauer nur unzufrieden. Alles Gute!

Kommentar von moniqueally ,

genau das tu ich ja aber so ist da die mehrheit deswegen hab ich ja freunde aber bin nicht bekannt und beliebt ...

Antwort
von TonyACM1899,

Durch den Campus Flitzen

Kommentar von moniqueally ,

what???

Kommentar von ULange ,

Er meint, Du sollst im Evas-Kostüm und im Laufschritt vom Unteren Tor über den Schlosshof bis zum Büro der Schulleitung „flitzen“.

Kommentar von Kuttels ,

:D

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