Frage von Merlchen1607, 54

Belastungsasthma oder bloß keine Kondition?

Hallo,
Vorab erstmal, ich erwarte selbstverständlich keine Diagnose, sondern frage bloß danach, ob die aufgetreten Symptome auf ein Belastungsasthma zutreffen könnten.

Nun zu meiner Frage (: Ich (w/15) habe neuerdings ein Problem mit Atemnot.
Ich bin mittelmäßig sportlich, mache aber nur etwa ein mal pro Woche Sport (aus zeittechnischen Gründen musste ich das Leistungsschwimmen und Leichtathletik leider aufgeben) und habe eine leichte Pollenallergie, die immer nur auf die Atemwege geht.

Wenn ich mich sportlich betätige, dann geht das Ganze die ersten paar Minuten gut, klar, ich spüre die Belastung und fange an zu schwitzen, wie es bei Sport nun mal so üblich ist.
Etwa 5-6 Minuten nach Beginn geht es ganz plötzlich los, dass ich in der Brust stechende Schmerzen bekomme. Oft kommt dann auch noch dazu, dass ich kaum Luft holen kann und extrem schnell atme. Durch das viele Atmen (ausschließlich durch den Mund, falls das wichtig ist) wird mir dann schwindelig und oft schwarz vor Augen.

Beim Einatmen spüre ich einen stechenden Schmerz in der Lunge und im Hals und wenn ich ausatmen will, hört man ein "kratzendes" Geräusch und ich bekomme noch schlechter Luft und drückende Kopfschmerzen in der Stirn.

Das ungute Gefühl und die Atemnot halten dann etwa eine halbe bis Dreiviertelstunde an. Bei kalter Luft verschlimmern sich die Symptome.

Mir macht das ein wenig Angst, weil ich manchmal wirklich kurz davor bin, ohnmächtig zu werden. Wenn ich es allerdings meiner Mutter beschreibe, sagt sie mir, ich sei nur unsportlich und hätte keine Kondition. In gewisser Weise kann ich das ja auch verstehen, ich habe nur noch nicht davon gehört, dass man diesen "Zustand" nur wegen Unsportlichkeit erreichen kann.

In Folge dessen, dass meine Mutter mir nicht glaubt, erlaubt sie mir nicht, damit zum Arzt zu gehen. In meiner Familie sind mein Vater als (allergischer) Asthmatiker und meine Tante als Asthmatikerin bekannt.

Kann mir hier eventuell einen Tipp geben, ob es Sinn macht, meine Mutter nochmal von einem Arztbesuch zu überzeugen zu versuchen oder ob sich das Ganze eher nach fehlender Kondition anhört.

Danke für ernstgemeinte Antworten (:

Antwort
von Leopatra, 45

Hallo Merlchen,

ich möchte hier natürlich keine Diagnose stellen, kann es auch nicht. Aus eigener Erfahrung kann ich dir nur sagen, dass sich mein Belastungsasthma anders darstellt.

Asthma geht immer mit starkem Husten einher, was ich in deiner Schilderung vermisse. Die stechenden Schmerzen gehören m. E. auch nicht zum Asthma. Dass dir schwindelig bis fast ohnmächtig wird, ist vermutlich eine Folge der Hyperventilation (zu schnelles Atmen).

Trotzdem würde ich zumindest einmal zum Hausarzt (oder Kinderarzt, wenn du da noch bist) gehen, um den Verlauf bei körperlicher Anstrengung abklären zu lassen.

Gute Besserung!

Leopatra

Keine passende Antwort gefunden?

Fragen Sie die Community