Bekommt meine Tochter das Geld zurück?

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4 Antworten

Nur weil etwas auf euren Bedarf angerechnet wurde hat euch das Jobcenter nicht automatisch als BG - ( Bedarfsgemeinschaft ) gesehen,denn wenn deine Tochter mit ihrem Einkommen ihren Bedarf selber decken kann ist sie aus der BG - raus,ganz egal ob minderjährig oder volljährig !

Sie hatte also 520 € Unterhalt + 184 € Kindergeld ( Jetzt 190 € ) und damit hätte sie ein Einkommen von 704 € gehabt,erst ab 18 würde dann vom so genannten sonstigen Einkommen ( was kein Erwerbseinkommen ist ) eine Versicherungspauschale von 30 € theoretisch abgezogen,wenn man nicht schon anderweitig Freibeträge geltend machen würde.

Dann hätte sie ab 18 Jahren ein anrechenbares Einkommen von ca. 674 € pro Monat gehabt,davon ginge dann im Jahr 2016 ab 18 und unter 25 ein Regelsatz von derzeit 324 € ab,es blieben dann noch ca. 350 € übrig.

Die KDU - Kosten der Unterkunft und Heizung ( Warmmiete ) wird dann durch die Personen im Haushalt geteilt,dass ergibt dann den KDU - Kopfanteil und dieser würde dann von den ca. 350 € abgezogen.

Das was dann noch übrig war hat man dem Kindergeld zugerechnet,also max. bis 184 € bzw.jetzt 190 €,weil deine Tochter dann diesen Teil nicht mehr zur eigenen Bedarfsdeckung benötigt hat und das wurde dann auf euren Bedarf verteilt.

Also angenommen die KDU - hätte 600 € betragen,dann läge der KDU - Kopfanteil bei 3 Personen bei jeweils 200 €,es hätte dann ein Überschuss von ca. 150 € bestanden,dieser Überschuss würde dann also dem Kindergeld zugesprochen und da du die Kindergeldberechtigte bist würde es wieder zu deinem Einkommen,weil es die Tochter zur eigenen Bedarfsdeckung nicht mehr benötigt hat.

Wenn du dann nicht durch schon evtl.vorhandenes Einkommen Freibeträge berücksichtigt bekommen hättest könntest du dann auf das so genannte sonstige Einkommen die 30 € Versicherungspauschale geltend machen,es würde dann also nur ca. 120 € an anrechenbarem Einkommen bleiben.

Die Anrechnung würde dann also korrekt gewesen sein.

Bekommt deine Tochter jetzt kein Kindergeld mehr bzw.du für sie,dann hätte sie nur ihr Erwerbseinkommen von durchschnittlich angenommen 1350 € Netto.

Sie kann dann auf Erwerbseinkommen Freibeträge nach § 11 b SGB - ll - geltend machen,dass würden vom Bruttoeinkommen zunächst 100 € Grundfreibetrag sein.

Von 100 € - 1000 € Brutto 20 % und von 1000 € - 1200 € Brutto noch mal 10 % Freibetrag,sie würde also über 1200 € Brutto haben,demnach kann sie dann den derzeit max. Freibetrag von 300 € geltend machen.

Diese 300 € würden dann theoretisch von den angenommenen 1350 € Netto abgezogen,es bliebe dann ein anrechenbares Netto von ca. 1050 €.

Dann würden von den ca. 1050 € derzeit 324 € Regelsatz + den angenommenen KDU - Kopfanteil von 200 € abgezogen,es bliebe dann ein Rest von etwa 526 €.

Das Jobcenter unterstellt dann normalerweise erst eine Unterhaltsvermutung wenn nach dem Abzug der Freibeträge auf Erwerbseinkommen der doppelte Regelsatz ( 324 € x 2 = 648 € ) + den KDU - Kopfanteil vorhanden ist und dann immer noch ein Überschuss vorhanden wäre.

In diesem Beispiel würden von den etwa 526 € noch mal 324 € Regelsatz abgehen,es bliebe dann also nach der Berücksichtigung immer noch etwa 202 € an Überschuss,es könnte also sein das hier eine Unterhaltsvermutung unterstellt wird.

Sollte das dann der Fall sein,dann legst du fristgerecht einen schriftlichen Widerspruch ein und begründest diesen dann damit das deine Tochter euch mit ihrem Einkommen nicht unterstützt.

Sie muss dann eben nur ihren Kopfanteil der KDU - und ihren Kopfanteil für Haushaltsstrom an dich / euch zahlen,also vom monatlichen Abschlag für Haushaltsstrom 1 / 3 und dazu dann ggf.noch Kostgeld usw.oder sie muss sich dann selber versorgen.

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Ja, sie muß für Wohnen und Essen etwas an Euch zahlen, über die Höhe müßt Ihr euch einigen. Kindergeld und Unterhalt vom Vater fallen weg, weil sie ja arbeitet und recht gut verdient.

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Kommentar von ichart46
22.09.2016, 23:35

ja,das ist ja ok ,meine frage ist eher ob die Arge ihr Geld bei uns, (natürlich Unterkunftkosten) anrechnen darf bezw. muss sie uns unterstützen??

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Meine Tochter fiel ja aus der Hartz4 Sache raus und trotz dem hat die Arge uns als BG berechnet und nicht als HG

Dann sollten sie umgehend eine Uberprüfungsantrag stellen.

Wenn der Bedarf eines Kindes gedeckt ist, fällt es aus der Bedarfsgemeinschaft. Das Kindergeld wird dabei allerdings als Einkommen der Eltern gerechnet.

und wenn nicht kann meine Tochter es zurückverlangen ?

Nein, der Hilfeempfänger kann wie gesagt eine Überprüfungsantrag stellen und bekommt die Leistungen dann bis zu 2 Jahre nach der korrekten Berechnung.

Nun hat sie ein Job und verdient gut ca 1200-1500Netto. Sie lebt ja noch bei uns ,darf muss sie uns unterstützen?

Nein. Sie spielt bei der Harz 4 Berechnung keine Rolle, lediglich die Wohnkosten muß sie anteilig tragen.

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Kommentar von ichart46
22.09.2016, 23:57

ja,danke so hab ich es auch gehört danke dir

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Nur das Kindergeld konnte auf die BG verrechnet werden, weil das Kindergeld eine Leistung an die Eltern ist.. 

Das wird in der Regel auch korrekt gehandhabt. Sie kann aber mit den Bescheiden zu einem Sozialverband und es überprüfen lassen,

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Kommentar von ichweisnix
23.09.2016, 00:00

Das wird in der Regel auch korrekt gehandhabt

Dem ist leider nicht so.

Die Erfolgquote von Harz 4 Empfängern bei Klagen liegt bei etwa der Hälfte, was im Öffentlichen recht gigantisch ist.

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