Frage von sibob2000, 64

Bekommt man Steuern vom Finanzamt zurück, für die Fahrtkosten zur Uni?

Ich und meine Frau wohnen in Köln. Ich bin Arbeitnehmer und meine Frau war 2015 bis August in Wuppertal an der Uni am Studieren und seit August macht sie eine Ausbildung in Köln. Ich habe beim Steuererklärung 2015 die Fahrtkosten zur Uni von Januar bis August angegeben. Was jedoch das Finanzamt überhaupt nicht berücksichtigt hat. Das Finanzamt hat für meine Frau von Januar bis August garnichts angerechnet.

Hier die Details von meine Frau: Sie war von Januar bis ende Juli von Montags bis Freitags täglich in der Uni (Wuppertal) bei den Vorlesungen und für die Klausuren. Da es sich dabei nicht um eine Arbeitsverhältnis handelt, gilt dieser Fahrt zur Uni Wuppertal, vom 01.01.- 31.07. als erste Tätigkeitsstelle (Vollzeitausbildung).

An 145 Tagen hat meine Frau die Universität aufgesucht (Feiertage schon abgezogen). Die kürzeste Verkehrsanbindung beträgt 55 Kilometer (Summe der Entfernungspauschale: 145Tage x 55km x 0,30€ = 2392,50€]

Weitere Kosten fürs Studium: Studiengebühren: 300€ pro Quartal Dazu kommen noch Lernmaterialien und Fachliteraturen.

Leider sind die Quittungen und Belege durch einen Umzug weg gekommen. Ich habe nur die Studienbescheinigung vorzeigen können.

Das Finanzamt schreibt Folgendes: Bei denStudienkosten der Ehefrau wurde zwar eine Studienbescheinigung eingereicht, weitere nachweise wie z.B. Zahlungen von Studiengebühren, Arbeitsmitteln lagen jedoch nicht vor. Ich möchte Sie davon in Kentniss setzen, dass es sich bei dem Bachelorstudium der Ehefrau um Erstausbildungskosten und somit um Sonderausgaben nach §10 Abs.1 Nr.7 EStG handelt.

Was genau heist diese Sonderausgaben für mich? bekommen Studenten keine Fahrtkosten? So wie ich gehört habe, haben Studenten anrecht auf Fahrtkosten oder irre ich mich da?

Ich hoffe ihr könnt mir behilflich sein und bedanke mich schonmal für eure Antworten.

Antwort
von Midgarden, 39

Die Antwort vom Finanzamt ist doch klar - Kosten sind nur als Sonderausgaben absetzbar und die werden gekappt, sind also nicht unbeschränkt absetzbar (das wäre z.B. bei einer Weiterbildung anders)

Und nein - Studenten können keine Fahrtkosten absetzen, ist ja kein Arbeitsverhältnis, in dem "Werbungskosten" entstehen und Voraussetzung dafür sind, das Einkommen zu erzielen

Kommentar von kevin1905 ,

Die Kosten für das Studium sind vorweggenommene Werbungskosten und können zu einem Verlustvortrag führen.

Diesen kann man feststellen lassen.

Antwort
von muschmuschiii, 43
Antwort
von petrapetra64, 25

Bei der Zweitausbildung kann man die Kosten als Werbungskosten und damit auch als Verlustvortrag absetzen. Dann kann man später, wenn man mal verdient, Geld zurück erhalten. Bei der Erstausbildung sind es nur Sonderausgaben und die sind nicht übertragbar. Und beim Absetzen gelten strengere Regeln. z.B. höchstens 6000 Euro absetzbar. 

Da sie jetzt in einer Ausbildung ist und dadurch wohl auch keine Steuern zahlt, kann man auch keine Steuern zurück erhalten, da liegt wohl das Hauptproblem. 

Um keinen Fehler zu machen, solltet ihr besser einen Steuerverein fragen oder zu einem Steuerberater gehen. 

Antwort
von Helmuthk, 27

Studiengebühren 300,00 € im Quartal?

Ich weiß, dass mein Sohn aktuell 300,0 € je Semester bezahlt.

Und die Quittungen für die Studiengebühren sollten von der UNI noch in Kopie zu erhalten sein.

Sind bei den Sonderausgaben keine Ausbildungskosten berücksichtigt?

Dann solltet Ihr ganz schnell einen Steuerberater aufsuchen, ehe die Einspruchsfrist abgelaufen ist.

Nach Ablauf der Einspruchsfrist geht nämlich nichts mehr.

Antwort
von brummitga, 35

wenn du keine Einkommenssteuern bezahlen musst, kannst du auch nichts zurück bekommen.

Antwort
von kevin1905, 26

Steuerbescheid bitte und deine Angaben daneben.

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