Bekommt man jeden Tag bezahlt wenn man krank ist?

... komplette Frage anzeigen

5 Antworten

Deine Freundin erhält auf jeden Fall Entgeltfortzahlung im Krankheitsfall.

Da in ihrem Arbeitsvertrag keine festen, sondern nur Mindest-Arbeitsstunden vereinbart sind, "kommt es darauf an" ...

> Wenn Sie in der Zeit, in der sie jetzt krank ist, ursprünglich in einen Dienstplan eingeteilt war, dann hat sie das zu erhalten für die Zeit, die sie - ohne die Erkrankung - eigentlich hätte arbeiten müssen (Lohn-/Entgeltausfallprinzip).

> Ansonsten hat sie das Geld für die Zeit zu bekommen, die sie üblicherweise regelmäßig arbeitet.

> Wenn sie unregelmäßige Arbeitszeiten hat, dann muss gegebenenfalls der durchschnittliche Verdienst aus den vergangenen 6 bis 12 Monaten (wenn sie noch nicht so lange arbeitet: die entsprechende Zeit) für die Berechnung der Lohnfortzahlung herangezogen werden.

Da Deine Freundin regelmäßig mehr als die vereinbarte Mindestzahl von 20 Stunden arbeitet, darf sie nicht mit einer Lohnfortzahlung für 20 Stunden "abgespeist" werden.

Es ist ein beliebter - aber illegaler - Trick so mancher Arbeitgeber, Teilzeitkräfte regelmäßig länger arbeiten zu lassen, im Falle von Urlaubsentgelt und Lohnfortzahlung bei Krankheit und an Feiertagen nur die vereinbarten Teilzeitstunden zu berücksichtigen, um so Geld zu sparen.

Jedenfalls sind die bisherigen Antworten, die "platt" von der Lohnfortzahlung für 20 Stunden sprechen, weil diese Zahl als Mindeststundenzahl vereinbart wurde, falsch!

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung
Kommentar von Hodinii
20.11.2016, 15:50

Also wäre es ratsam das sie mal mit dem Arbeitsvertrag zur Arbeitnehmerkammer geht? Wenn das illegal ist?

Das ist bis jetzt die Hilfreichste Antwort hier, vielen vielen Dank!

0
Kommentar von Hodinii
20.11.2016, 18:52

Wäre sowas denn ratsam?

0
Kommentar von Hodinii
20.11.2016, 19:25

Wenn Sie da mal hingeht meinte ich?

0
Kommentar von Hodinii
20.11.2016, 21:18

Aus Bremen stellen wir die Frage, auf jeden Fall hat es sie jetzt weitergebracht, sie wird da wohl kündigen

0

Normalerweise sind doch 173 std gesetzlich festgelegt oder nicht?

Nö. Festgelegt ist, was im Arbeitsvertrag steht und das sind 20 Stunden die Woche.

nun ist sie Krankgeschrieben, und ihre Sorge ist, das sie kein Geld bekommt.

Doch kriegt sie, für eben diese 20 Stunden, als hätte sie die gearbeitet.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung
Kommentar von Familiengerd
20.11.2016, 14:50

Ganz so einfach ist es nicht!

Jedenfalls ist die Antwort, weil sie nur auf die vereinbarte Mindeststundenzahl abhebt, falsch.

0

Wenn Sie eine Teilzeittätigkeit ausübt, die nur 20 Std. pro Woche vorsehen, kann Sie im Krankheitsfall auch maximal nur die Arbeitszeit, die dadurch ausfällt bezahlt bekommen.

Im Normalfall müssen Arbeitgeber mit mehr als 10 Mitarabeitern den Lohn für 6 Wochen weiter zahlen. Danach zahlt die Krankenkasse.

Ein normales Gehalt sieht meist 40 Wochenstunden vor. Wenn ein Tarifvertrag zugrunde liegt, hat dieser seine Gültigkeit!

Geld wird Deine Freundin sicherlich bekommen, die Frage ist allerdings, ob nur die Mindestarbeitszeit von 20 Std. wöchentlich vergütet wid, wennn die vertraglich so vereinbart wurde.

Sollte das Einkommen unter der Grundsicherung liegen, müsste Sie zusätzlich ALG II beantragen.

Das mit den 20 Wochenstunden ist wohl auf die Versicherungspflicht in der Rentenversicherung begründet.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung
Kommentar von Hodinii
19.11.2016, 22:00

Sie Arbeitet aber als Vollzeit deswegen ist das für mich komisch.

0
Kommentar von Hodinii
19.11.2016, 22:24

Übliche Stunden sind 12 pro Schicht.

Im
Vertrag bei Ihr steht: es werden 20 Stunden pro Woche angesetzt.

0
Kommentar von kevin1905
19.11.2016, 23:08

Im Normalfall müssen Arbeitgeber mit mehr als 10 Mitarabeitern den Lohn für 6 Wochen weiter zahlen.

Nein, das müssen alle Arbeitgeber, hat nichts mit dem Kündigungsschutz zu tun.

1
Kommentar von Familiengerd
20.11.2016, 14:53

@ agentharibo:

Die Antwort ist falsch - sowohl bezüglich der konkreten Frage wie auch bezüglich Deiner Aussage zum "Arbeitgeber mit mehr als 10 Mitarbeitern"!

0

Festgelegt ist das was im Arbeitsvertrag steht, danach wird sie bezahlt.

Auch wenn sie krank ist. Ab 6 Wochen Krankheit zahlt die Krankenkasse 70% des Lohns.


Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung
Kommentar von kevin1905
19.11.2016, 23:10

70% des Lohns.

70% vom Brutto aber maximal 90% vom Netto sind die Grundlage für das Bruttokrankengeld. Vom Bruttokrankengeld werden Beiträge zur Pflege-, Arbeitslosen- und Rentenversicherung abgezogen.

Das Krankengeld unterliegt dem Progressionsvorbehalt.

§§ 44 ff SGB V, 32b, 46 Abs. 2 EStG.

1
Kommentar von Familiengerd
20.11.2016, 14:54

Die Antwort ist falsch.

0

Meines wissens nach kriegt sie dann die 20 stunden woche bezahlt.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung
Kommentar von Hodinii
19.11.2016, 21:12

Trotz krankschreiben bei 8 Tagen?

0
Kommentar von Familiengerd
20.11.2016, 14:53

Die Antwort ist falsch!

0

Was möchtest Du wissen?