Bekommt man im Jugendalter, wenn man auch zu viel süßes isst usw., Diabetes?

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8 Antworten

Typ 1 ist eine Autoimunerkrankung. Das eigene Imunsystem "erkennt" die insulinproduzierenden Betazellen als Fremdkörper und zerstört - man hat kein Insulin mehr und muss es per Pen oder Pumpe von aussen zufügen. Das Verbungsrisko ist sehr gering (2-8%). Die meisten Typ 1 Diabetiker haben keine vorblasteten Personen in der Familie.

Bei Typ 2 sieht das ganz anders aus. Da ist das Vererbungsrisiko bei einem betroffenen Elternteil schon bei 40%, sind beide betroffen, verdoppelt es sich sogar. Ein betroffenes Eltern- und ein Geschwisterteil ergibt ein Risiko von ca. 60%.

Typ 2 Diabetes ist genetisch bedingt. Hat man diesen Gendefekt, kannein ungünstiger Lebensstil in Form von Übergewicht, ungesunder Ernährung und zu wenig Bewegung zu einem frühen Ausbruch der Krankheit führen.

Das bedeutet aber auch, wenn man auf sein Gewicht achtet, sich gesund
ernährt und sich ausreichend bewegt, kann man den Ausbruch ins hohe
Alter verschieben und manchmal sogar ganz verhindern.

Was passiert bei Typ 2? Vereinfacht dargestellt dockt ein Insulinmolekül an einen Rezeptor einer Zelle an und öffnet diese für die Aufnahme von Glucose, die die Zelle zur Energiegewinnung braucht.

Bei Typ 2 bildet sich eine Insulinresistenz, was bedeutet, das die
Zellen nicht mehr so einfach auf Insulin reagieren. So müssen dann z.B. 2
Insulinmoleküle an die Zelle andocken, damit sie sich zur Aufnahme von
Glucose öffnet, was für die Betazellen bedeutet, doppelt so viel Insulin
herzustellen.

Dazu sind die Betazellen durchaus in der Lage und das funktioniert auch eine Weile, nur bleibt die Resistenz nicht stehen und wird mit der Zeit grösser, worauf die Betazellen wieder mehr Insulin produzieren müssen.

Das Ganze schaukelt sich also mit der Zeit gegenseitig auf, bis die
Betazellen an das Ende ihrer Leistungsfähigkeit stossen und, um sich
nicht selbst zu zerstören, die Insulinproduktion auf meist unter das
Normalmass zurückfahren. Meistens kommt noch hinzu, das bei der
"Rüstungsspirale" schon einige Zellen auf der Strecke geblieben sind.

Bis zu diesem Zeitpunkt bekommt der Betroffene in der Regel nichts davon mit, sofern nicht zufällig sein Blut untersucht wird und die erhöhten Werte festgestellt werden.

Erst dann, wenn die Betazellen die Produktion zurückfahren, wird die
Krankheit offensichtlich und leider können bis zu dem Zeitpunkt schon
Schädigungen der Nerven, Gefässe und der Augen stattgefunden haben.

Was hat das dann aber mit Gewicht, Ernährung und Bewegung zu tun?

Übergewicht bedeutet Körperfett. Fettzellen baut der Körper täglich
um und dafür benötigt er eben auch Insulin. Insulin, das für den Glucose
transport fehlt. Zuviel kohlehydrathaltige Ernährung fördert dieses
Übergewicht und sorgt zuvor natürlich für hohe Blutzuckerspiegel.
Ernaährt man sich also gesund mit Kohlehydraten in Maßen, benötigt man
deutlich weniger Insulin.

Bewegung reduziert ebenfalls Glucose, da die Muskeln sie direkt "verbrennen" und dafür kein Insulin benötigt wird - wieder sinkt der Insulinverbrauch. Das Gegenteil davon erhöht ihn und wenn man dann durch den Gendefekt zu Typ 2 neigt, forciert es eben den Ausbruch.

Altersdiabetes wird Typ 2 schon lange nicht mehr genannt, weil es einfach nicht stimmt. Echter Altersdiabetes hat einen ganz anderen Grund. Bei allen älteren Menschen lassen einige Körperfunktionen und -sekretierungen nach. Manchmal betrifft das auch die Betazellen der Bauspeicheldrüse, es wird einfach etwas zu wenig Insulin produziert, eine Resistenz ist aber nicht vorhanden.

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Diabetes ist in erster Linie eine vererbare Erkrankung. Typ 1 trifft zwar gerade Jugendliche, ist aber autoimmun und hat nichts mit einer schlechten Lebensweise zu tun.

Schlechte Lebensweise (ungesunde Ernährung und keine Bewegung) und Übergewicht fördern aber den Typ 2 Diabetes. Auch Altersdiabetes genannt. Dieser tritt mitllerweile aber auch schon bei vielen Jugendlichen auf, die stark adipös sind.

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Es muss nicht unbedingt sein, aber bei Übergewicht und Fettleibigkeit ist die Wahrscheinlichkeit an Diabetes Typ 2 (Alterszucker) im Alter zu erkranken viel höher!

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Das hat mit zuviel Süßem erstmal nichts zu tun, sondern ist einerseits Veranlagung und wird andererseits durch generell "ungesunde" Ernährung begünstigt.

Junkfood und Übergewicht sind auf jeden Fall Risikofaktoren für Typ 2. Süßigkeiten sind natürlich fester Bestandteil einer solchen Fehlernährung, sind aber nicht wirklich die alleinige Ursache.

Typ 1 ist autoimmun bedingt - aber auch da kann eine schlechte Ernährung (insbesondere Vitamin-D-Mangel und ein entzündungsfördernder, darmschädigender Lebenswandel) zum Auslöser werden.

Mehr Gemüse und weniger Fertigfraß sind auf jeden Fall keine schlechte Idee...

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Das kannst du auch kriegen wenn du kein Süsses ist.

Viele Süssigkeiten fördern Diabetes Typ 2, jedoch nicht eins. Beim Typ 2 ist es so, dass er sich mit Tabletten behandeln lässt, ebenso kann er anders als der Typ 1 Diabetes geheilt werden.

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Ja, vor allem wenn Du viel süßes auf einmal isst oder regelmäßig oder schlimmer noch zusammen mit fettigen Lebensmitteln.

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Ja selbst kleine Kinder die zu dick sind können Diabetes typ 2 bekommen....

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Klar, das kannste auch als Baby kriegen...

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