Ähnlich wie bei einer Lebensversicherung - die das Frühsterbe-Risiko absichert - wird bei einer Rentenversicherung das Langlebe-Risiko abgesichert.
Du zahlst also ein und wenn der Versicherungsfall eintritt - du also ein bestimmtes Alter ereicht hast - zahlt die Versicherung und zwar normalerweise bis an das Lebensende einen monatlich oder jährlich gleich bleibenden oder - so vereinbart - steigenden Betrag aus.
Nun gibt es Lebens- oder auch Rentenversicherungen, bei denen kann man sich das angesparte Kapital auch auf einmal auszahlen lassen. Da die eingezahlten Beiträge verzinst werden ist die Auszahlung je nach Gesellschaft und vor allem der zukünftigen Zinsentwicklung mehr als das eingezahlte. "Etwas" mehr sollte es, wenn man den Vertrag nicht mit allzu vielen Zusatzversicherungen vollpfropft immer sein.
Nur fallen in den ersten Jahren auch hohe Abschlusskosten an, so dass es einige Jahre dauert, bis mehr herauskommt als man eingezahlt hat und die Rendite ist üblicherweise niedrig, weshalb allgemein bekannt ist, dass Lebens- oder Rentenversicherungen zur Kapitalanlage nicht geeignet sind.
Natürlich kannst du beliebig viele Versicherungen abschließen. Aufgrund der bei niedrigen Beiträgen anteilig höheren Stückkosten ist das allerdings nicht empfehlenswert.
Früher war das mal etwas anders. Als die Zinsen noch bei neun Prozent lagen und die Auszahlungen von Lebensversicherungen noch steuerfrei waren, konnte man auch mit Lebensversicherungen fünf oder secchs Prozent Rendite erzielen. Die Zeiten sind aber vorbei.
Wesentlich sinnvoller ist es, sich von einem guten Anlageberater beraten zu lassen und sein Geld gleich vernünftig anzulegen. Auch bei Finanzen gilt: wenn man selbst keine Ahnung hat sollte man sich jemanden suchen, der sich mit so etwas auskennt.
PS: ich habe hier nur von privaten Rentenversicherungen gesprochen. Die öffentliche ist ein eigenes Thema