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Bekommt man auch wirklich Öko-Strom, wenn man diesen in Aufrag gibt?

gefragt von huguehugue am 25.10.2007 um 20:26 Uhr

Wie kann ich sicher sein, dass es auch wirklich Öko-Strom ist, den ich verbrauche?


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anonym
beantwortet von Regenmacher am 25. Oktober 2007 20:34
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Du verbrauchst den Strom deines örtlichen Stromanbieters wie bisher. Für dein Geld wird aber Ökostrom produziert und ins Netz gespeist. Und wenn du dem Anbieter nicht traust, dann muss du es lassen mit dem Ökostrom.


critter
beantwortet von critter am 25. Oktober 2007 20:32
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Es ist nur eine geringe Prozentzahl Ökostrom, den Du geliefert bekommst. Aber durch Deinen Beitritt zu einem Öko-Lieferanten unterstützt Du die Sache, dass es immer mehr Ökostrom mit der Zeit geben kann.


WolfRichter
beantwortet von WolfRichter am 25. Oktober 2007 20:35
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Nein. Der Strom wird von den verschiedenen Anbietern in das Netz eingespeist und aus Deiner Steckdose kommt das, was gerade da ist. Der Anbieter, bei dem Du gebucht hast, erhält Dein Geld.

Wenn Du bei einem Anbieter gebucht hast, der z.B. mit Wasserkraft Strom erzeugt, unterstützt Du natürlich diese Vorgehensweise. Allerdings findet ein Ausgleich zwischen den Anbietern statt, wenn ein solcher mehr Strom verkauft, als er erzeugt, so daß auf diese Weise auch z.B. der Betreiber eines Atomkraftwerkes sein Geschäft macht.

Kommentar von E61863272918e1e458b9f0a6dd959f8dsmalltradaix am 6. Januar 2008 13:54

"Reiner Verschiebebahnhof" - Etikettentricks bei Ökostrom

Die Verbraucherzentralen und führende Energie-Experten haben die Praxis kritisiert, Atom- oder Kohlestrom durch den Handel mit Ökozertifikaten in Ökoenergie umzuetikettieren. (...)

http://www.n-tv.de/900128.html


tradaix
beantwortet von tradaix am 6. Januar 2008 13:54
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"Reiner Verschiebebahnhof" - Etikettentricks bei Ökostrom

Die Verbraucherzentralen und führende Energie-Experten haben die Praxis kritisiert, Atom- oder Kohlestrom durch den Handel mit Ökozertifikaten in Ökoenergie umzuetikettieren. (...)

http://www.n-tv.de/900128.html


heiermann
beantwortet von heiermann am 25. Oktober 2007 22:31
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Jeder Stromanbieter ist verpflichtet, die Herkunft seiner Stromlieferung und die damit verbundene CO2-Belastung genau zu deklarieren, sprich z.B.: x% regenerative Energiequellen, y% fossile Energieträger und z% Kernkraft (sogenannte Stromkennzeichnungspflicht).

Manche Anbieter geben dem Kunden die Möglichkeit, im Rahmen eines speziellen Vertrags reinen Ökostrom zu beziehen. Der ist dann meistens etwas teurer als der übliche Energiemix, dafür wird aber z.B. gezielt in Solar-, Wind- oder Wasserkraft investiert.

Du hast also die Möglichkeit,

a) den Stromanbieter zu wechseln,

b) von Deinem Stromanbieter das Produkt Deiner Wahl zu beziehen.

Alle Angaben der Stromanbieter sind natürlich nur Durchschnittswerte. Das heisst, wenn der Wind mal nicht bläst, speisen sie halt z.B. mehr Wasserkraft ein.

Da die Angaben der Stromlieferanten gemäss Energiewirtschaftsgesetz überprüfbar sein müssen, glaube ich schon, dass man sich einigermassen darauf verlassen kann.





JoGerman
beantwortet von JoGerman am 27. Oktober 2007 16:11
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Du musst es dir so vorstellen:
Du brauchst Wasser und holst es dir aus einem großen Wasserbecken. Um dieses Becken sitzen die Anbieter und leiten Ihre Wasserproduktion (aus ökologischer oder nicht ökologischer Produktion) in das Becken ein. Du kannst also in einem gewissen Prozentsatz auch auf die Ökologie vertrauen, allerdings machen auch die anderen Ihren Umsatz. Dein Geld bekommt aber nur der, bei dem du den Vertrag hast.


Samml
beantwortet von Samml am 25. Oktober 2007 20:43
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Na klar, siehst Du nicht die Solarzellen auf Deinem Dach, die das Unternehmen gleich bei Deiner Bestellung angebracht hat. Auf diesen Betrug würde ich mich nicht einlassen, die wollen doch nur abzocken, natürlich werden sie einige Prozente Ökostrom einkaufen um es "Dir" verkaufen zu können, aber wer prüft es denn nach und was aus Deiner Steckdose kommt ist eben Mischstrom, mit Kern- Kohle- Gas-Wasser- Solar- und Windenergie. Wenn es kein Oel mehr gibt auf der Welt, dann ist es eben Teil umweltschädliches Energiegewinnen mehr möglich, aber es ist alles nur eine Frage des Preises, und Du zahlst für den selben Strom wie ich ihn bekomme mehr.Es gibt ein Dorf in Deutschland wo es wirklich so ist, das wo Öko draufsteht auch öko ist.Ich entlaste(und be...) mein Gewissen nicht damit.Ich glaube auch nicht an Unterstützung, denn so funktioniert der Markt nicht. Siehe nur Ökoobst aus China, das ich nicht lache ...nur weil der Bedarf steigt!!!


anonym
beantwortet von fitzgeraldo am 22. November 2007 17:09
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Der Vergleich von Joger trifft es sehr gut. Natürlich kann aus der Steckdose nur ein Strommix kommen, jedoch garantiert Dein Ökostrom-Anbieter, dass genau die Menge an regenerativ erzeugtem Strom in das Stromnetz eingespeist wird wie Du bestellt hast und abrufst. Je mehr Menschen also Ökostrom bestellen, desto grüner wird der "Stromsee" in Deutschland - Polemik von Samml hin oder her. Die Bezeichnungen "Ökostrom" oder "Grünstrom" sind übrigens nicht beliebig, sondern zertifizierte Gütesiegel. Der jeweilige Strom ist also in seiner Herstellung geprüft und seine Beschaffenheit garantiert z. B. der TÜV, das Ökoinstitut oder der "Verein Grüner Strom Label".




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