Die Frage setzt voraus, dass es einen Ausgleich gibt - also eine Zuteilung von Partnerschaftsglück. An dieser kann man offenbar arbeiten - denn wie kann man sich sonst einen Partner "verdienen"?
Persönliche Eigenschaften, Charaktermerkmale, Verhaltensdispositionen - all das hat nichts mit der Zurechnung von Glück bei Partnerschaft zu tun, sondern eher mit dem Umfang der Chancen, die man hat, bei der Suche nach einem Partner gut abzuschneiden. Negative Vorerfahrungen z.B. machen nicht unbedingt klüger beim nächsten Partner, sondern man begeht aus Liebe oft denselben Fehler, weil man versäumt hat, an sich mehr zu arbeiten, um z.B. eine Trennung besser zu verarbeiten, auch zu sehen, was man selbst falsch gemacht hat in der Beziehung.
Platon gibt im "Symposion" die Meinung, man suche im Partner den fehlenden Teil von sich selbst - also die Ergänzung.
Ja, ich glaube, man sollte im Reinen mit sich sein, weil man dann offener ist. Gleichzeitig gilt: Oft in der größten Belastungssituation zeigt sich die Liebe, also nicht bei Glätte des Meeres, sondern im Sturm auf hoher See zeigt sich, wer an einem hängt, Dir in Liebe ud Treue zugetan ist und tapfer mit Dir durchhält.
Ja, mit Änderung des Selbst ändert sich das Umfeld. Wir sind mit unsichtbaren Tentakeln mit dem jeweils Nächsten verbunden, so dass dieser unsere Veränderung oft schon spürt, bevor wir sie tatsächlich vollziehen. Auch suchen wir dann oft neue und andere Kontakte - das bemerkt das Umfeld.
Liebe/r Tullepe,
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