Frage von hansihans004, 120

Bekommt er mit seiner Strafanzeige recht?

Hallo, ich habe letztens eine WIndows10-Lizenz verkauft.

Der Käufer wollte diese einsetzen, um seinen Lapotp damit zu aktivieren. So weit, so gut, Jetzt ist es aber so, dass er nur mit einem speziellen, in seinem System hinterlegten Lizenzschlüssel sein System aktiveren kann. Er hat sich also gemeldet, sagt der Key funktioniert nicht und will sein Geld zurück.

ich habe gesagt, das gehe nicht, denn Privatkauf ist Privatkauf; zudem sei die Ware nicht "defekt", er hat schlichtweg einfach das Falsche gekauft. Weiterhin kann ich nicht überprüfen, ob er den Key doch nicht irgendwo eingegeben hat; d.h. wenn ich in zurücknehme, bleibe ich noch auf den Kosten sitzen.

Also: Er hat das Falsche gekauft, meine Ware ist nicht defekt.

Das sieht er aber nicht ein, und hat Strafanzeige wegen Betrug bei der Polizei erstattet. Kann er damit Recht bekommen? Was kommt auf mich zu? Ich habe keine Lust, mir von so jemandem die Zukunft durch einen Eintrag ins Strafregister verbauen zu lassen.

Ein wenig Klarheit wäre super. Ich danke euch schonmal im Vorraus! :)

Expertenantwort
von ninamann1, Community-Experte für Windows, 21

Dass er nur mit einem speziellen, in seinem System hinterlegten Lizenzschlüssel sein System aktiveren kann. 

Er hatte ein voriges windows schon mal auf den PC , der Key ist im Bios gespeichert 

Privatkauf ist Privatkauf;

Ich würde den Artikel zurücknehmen , um Ärger zu vermeiden

Weiterhin kann ich nicht überprüfen, ob er den Key doch nicht irgendwo eingegeben hat; 

Er könnte an Eides Statt versichern , das er das nicht getan hat 

Strafanzeige wegen Betrug bei der Polizei erstattet

Das geht aus wie das Hornberger Schießen.

Er hat schlicht weg das falsche gekauft 

Antwort
von Missingo1996, 49

Kommt darauf an, ob du in deiner Anzeige irgendwelche rechtlichen Ausschlüße festgelegt hast.

http://www.it-recht-kanzlei.de/gewaehrleistung-garantie-ausschluss-privatverkauf...

Kommentar von hansihans004 ,

Danke für den interessanten Beitrag - soweit ich das verstanden habe, muss der Käufer nun beweisen, dass die Ware zum Zeitpunkt der Lieferung mangelhaft war und/oder ich den Käufer "arglistig" hintergangen habe.
Da ich keinen Weg sehe, das zu überprüfen, und ich nicht in Arglist gehandelt  habe, (rein interessehalber; falls ich das getan hätte, wie weist man das nach?), sehe ich das Ganze dank dem Text nicht mehr als allzu schlimm an. Ich bin gespannt, wann (und ob) ich denn Bescheid bekomme, schließlich wurde ich ja angezeigt.

Antwort
von Dunkerjinn, 51

Zuverlässig kann man das nicht beantworten, denn mancher Streitfall geht ja wenn es Ernst wird, also vor Gericht geht, anders aus als man dachte/denkt.

Aber ich denke nicht, dass der Käufer, der ja ein Part eines Rechtsgeschäfts zwischen Euch beiden ist, wenn alle Angaben von Dir korrekt waren und du deinen Teil vollständig erfüllt hast, eine Chance hat, und zwar weder Zivil- noch Strafrechtlich.

Es gibt doch echt nichts was es nicht gibt! Unglaublich was für eine "Vollkasko-Mentalität" manche Leute haben!




Antwort
von DerRatgeber3210, 48

Wie du bereits gesagt hast, hat der Kunde das falsche gekauft. Wenn er aber beweisen kann, dass die Lizenz ungültig ist, wirst du wahrscheinlich wirklich bestraft werden. So lange die Polizei dich aber nicht Vorlädt, ist alles gut.

Antwort
von martinzuhause, 80

biete ihm an das du dich an mikrosoft wendest und dort prüfen lässt ob die lizenz ok ist. das geht telefonisch. ist sie das kann er anzeigen was er will. die können dir auch sagen wann sie aktiviert wurde

Kommentar von hansihans004 ,

Danke dir - ich denke, das werde ich gleich morgen ausprobieren.

Antwort
von 18Wheeler, 25

"Spyware10" gibt´s in 4 Versionen für´n PC ( Home, Pro, Enterprise und Education ).

1. Für was kauft sich der Herr "Strafanzeiger" einen Win10 Key, wenn er das Win 7 oder 8 auf seinem "Klappspaten",- ähm Laptop nur hätte auf Win10 Upgraden müssen?

2. Als Käufer muß ich wissen, welchen Key ich benötige und "Pro" oder "Enterprise" mit einem Home-Key aktivieren funzt nunmal nicht! Dann kann er höchstens höflich  fragen, ob Du den Key zurücknimmst, weil er sich "verkauft" hat oder den Key eben selbst weiterverkaufen.

Wer sagt denn, das er den Key nicht aktiviert hat und dann seine Kohle von Dir wiederhaben will, um Win10 umsonst zu bekommen??? DAS wäre Betrug!

Die Strafanzeige ist doch ein Witz! Wenn Du den Key nicht aktiviert hast, war der Verkauf legal und da kann er anzeigen was und wen er will....

Kommentar von hansihans004 ,

Genau das meine ich.. Er kann mir nicht garantieren, dass er den Code nicht doch verwendet hat.. Dann versuche ich, den Key weiter zu verkaufen und bleibe am Ende noch drauf sitzen.

Antwort
von dresanne, 25

Das kann so nicht stimmen. Ich habe noch nie von einem speziellen Lizenzschlüssel gahört, der im Computersystem hinterlegt ist. Das gibts gar nicht. Wahrscheinlich ist es so, dass er den von Dir gelieferten Lizenzschlüssel nicht nutzen kann, da er schon vorher vergeben wurde. Und da wirst Du den Kürzeren ziehen. Ich würde mir das auch nicht gefallen lassen.

Kommentar von hansihans004 ,

Um auf sein Win10 zu upgraden, muss er einen Code angeben (warum auch immer). Nach einem Anruf bei Mircosoft erzählte mir der Mitarbeiter, er müsse dafür den Key nehmen, der in einer sog. SLIC-Tabelle hinterlegt ist - mein Key könne nicht funktionieren, auch wenn dieser legal und funktionsfähig sei. 

Der Kunde hat also etwas Falsches gekauft, nicht die Ware ist das Problem, sondern er. Würde es sich so verhalten wie von dir angenommen, würde ich mir das auch nicht gefallen lassen, klar, aber in dem Fall habe nicht ich einen Fehler begangen, sondern der Käufer. Und dann kann ich doch wohl nicht belangt werden, oder?

Kommentar von dresanne ,

Das ist eigenartig, habe ich noch nie gehört. Ich würde zurücknehmen, der Käufer kann ja auch nichts dafür, dass es bei ihm  nicht geht. Ist aber Deine Entscheidung. Weißt Du, ehe Du Dir Ärger eingandelest, dass ist es einfach nicht wert.

Antwort
von WosIsLos, 43

Du verkaufst eine Windows 10 Lizenz?

Na hoffentlich hast du einen Key mit physischem Echtheitszertifikat verkauft...

Antwort
von Gerhardraet, 24

Aus einer Strafanzeige wird mit Sicherheit nichts, da offensichtlich kein Betrug vorliegt. Der Käufer müßte zivilrechtlich vorgehen (Schadensersatz...), was wesentlich unbequemer für ihn ist. Deswegen wird er es auch nicht tun. Wenn Du eine legale Lizenz verkauft hast, kann er nichts ausrichten.

Kommentar von hansihans004 ,

Danke für deine Antwort - ich denke, ich kann heute wesentlich beruhigter schlafen gehen als gestern. :D

Antwort
von CiaoClinton, 24

nein, betrug kommt er nicht mit durch, das ist eine zivilrechtssache, wenn du das falsche verkaufst

fehlen zugesicherter eigenschaften

also nen tausch bekommt er vielleicht erstritten, aber das ist keine strafsache

er muss zivilrechtlich gegen dich klagen


Kommentar von hansihans004 ,

Hallo Herr Trump ;) ;

Nicht falsch verstehen, es wurde das Beworbene verkauft.
Nur leider hat er das nicht gebraucht, aber dafür kann ich ja nichts.

Kommentar von CiaoClinton ,

ich verstehe dich schon, hansi^^

ich hab dir das maximum genannt, du weißt nie, wie richter drauf sind

es kann sein, dass er zivilrechtlich etwas erstreiten kann, ich weiß ja auch nicht, wie du es genau verkauft hast

aber strafrecht ist ganz vom tisch, darum geht es

ich würde einfach abwarten, was passiert

Kommentar von hansihans004 ,

Danke dir, as klingt vernünftig.

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