Frage von banana789, 73

Bekommt der Hauptarbeitgeber was vom Minijob mit?

Ich bin gerade in der Ausbildung zur Gesundheits- und Krankenpflegerin und werde sie im Sept. zugunsten meines Psychologiestudiums abbrechen.

Weil ich mich jetzt nicht mehr auf die Klausuren vorbereiten muss, möchte ich meine freie Zeit anders nutzen und einen Minijob machen um mir was fürs Studium zurückzulegen.

Ich befürchte, dass der Hauptarbeitgeber was gegen meinen Minijob hat, weil ich dann nicht mehr 100% Leistung bei der Arbeit bringen kann, aber ich habe keine Klausel gefunden in meinem Arbeitsvertrag, der ihn mir verbietet.

Erfährt der Hauptarbeitgeber dann was von meinem Minijob? Mein Abschlussgespräch mit dem Schulleiter ist schon gelaufen, dass ich auf Mitte Sept kündigen werde

Antwort
von chanfan, 51

Es steht nirgendwo, das du eine Nebenbeschäftigung, Zweitjob usw. bei deinem Arbeitgeber angeben musst?

Kommentar von banana789 ,

Nein, es gibt keine Klausel, somit bin ich nicht verpflichtet es anzuzeigen

Kommentar von chanfan ,

Irgendwie wundert mich das. Normal musst du das melden.

Kommentar von Familiengerd ,

@ banana789:

somit bin ich nicht verpflichtet es anzuzeigen

Das ist falsch - auch wenn dazu nichts im Vertrag steht!

Es ist war richtig, dass es keine gesetzliche Verpflichtung gibt, den Arbeitgeber über einen Nebenjob zu informieren.

Aber:

Der Arbeitgeber hat das Recht, die Zustimmung zur Ausübung des Nebenjobs zu verweigern, allerdings nur unter bestimmten Voraussetzungen: es handelt sich z.B. um eine Konkurrenztätigkeit (alleine die Tätigkeit in einem Konkurrenzbetrieb reicht nicht), es besteht die durch Tatsachen begründete Befürchtung von negativen Auswirkungen auf Deine Haupttätigkeit/Ausbildung, es gibt Kollisionen mit gesetzlichen Bestimmungen (z.B. Überschreitung der erlaubten Arbeitsdauer).

Da der Arbeitgeber von diesem Recht aber nur Gebrauch machen kann, wenn er über die geplante Nebentätigkeit informiert wird, bist Du verpflichtet, ihm das mitzuteilen.

Der Arbeitgeber darf aber die Zustimmung nicht verweigern, wenn nicht einer der beispielhaft genannten Gründe dagegen spricht. Eine grundsätzliche Verweigerung werde ein Verstoß gegen die grundgesetzlich garantierte Freiheit der Berufswahl und Berufsausübung.

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