Frage von Jassir98, 65

Bekommen meine Eltern Kindergeld?

Hallo Leute,

und zwar habe ich eine Frage ich bin 18 Jahre alt und seit Juli 2015 Ausbildungssuchend. (Bin im Juli 2016 18 geworden) Nach zahlreichen Bewerbungen trotzdem nur absagen, meine Frage ist jetzt ich bekomme seit August 2016 kein Kindergeld mehr, da ich 18 bin und keine Ausbildung oder Job habe, Antrag auf Kindergeld haben meine Eltern im Juli diesen Jahres gestellt, bisher Erfolglos. Anfangs wollte die Familienkasse Nachweise über Eigenbemühungen haben, die ich auch in Form von einer Kopie an sie schickte. Jetzt ist schon fast Oktober und haben immer noch kein Kindergeld bekommen, immer heißt es, es würde was fehlen oder sie sind in der "Bearbeitungsphase". Nach mehrmaligen Anrufen immer noch keine konkrete Antwort, immer nur die Antwort "es kann noch 4-6 Wochen dauern, es wird noch Bearbeitet", aber fast 4 Monate? Unglaubwürdig. Ich frage mich jetzt müssen die das zahlen oder nicht? Wenn ja, bekommen wir dann die Monate nachgezahlt oder nicht?

Würde mich über eine Antwort freuen!

LG

Expertenantwort
von isomatte, Community-Experte für Kindergeld, 19

Die Bearbeitung kann durchaus mehrere Monate in Anspruch nehmen !

Wenn du Ausbildung suchend gemeldet bist und dazu noch Nachweise über Eigenbemühungen mit dem Antrag eingereicht hast,dann bekommen deine Eltern das Kindergeld auch nachgezahlt.

Es kommt nicht darauf an wann deine Eltern den Antrag gestellt haben,sondern ab wann du die Anspruchsvoraussetzungen nachweislich erfüllt hast,denn Kindergeld kann rückwirkend bis zu 4 Jahre nachgezahlt werden.

Antwort
von casala, 34

wie geschildert, haben deine eltern (du) einen klaren anspruch auf kindergeld. nachzahlung erfolgt auf jeden fall, weil der antragseingang entscheidend ist.

allerdings ist die dauer zur gewährung mehr als unüblich und ich würde mal mit einer dienstaufsichtsbeschwerde liebäugeln. damit könnte dem sachbearbeiter recht schnell beine gemacht werden.    :)


Kommentar von Jassir98 ,

Danke, ja das werden wir jetzt dann auch machen.

Antwort
von wilees, 29

Wenn dem Antrag stattgegeben wird, dann wird das Kindergeld ab dem Zeitpunkt des Wegfalls nachgezahlt.

Antwort
von TechnologKing68, 22

Solange du dich aktiv bewirbst müssen die zahlen.

Ihr macht jetzt folgendes: Weist sie schriftlich (Brief per Einschreiben) darauf hin, dass sie innert zwei Wochen das ganze Geld, das noch aussteht überweisen sollen. Hinzu legst du noch einmal den Beweis für deine Bemühungen.

Droht ihnen an, einen Verzugszins geltend zu machen, wenn sie nicht zahlen. Zahlen sie weiterhin nicht, braucht ihr einen Anwalt.

Kommentar von Jassir98 ,

Okay, danke für deine Antwort :)

Kommentar von casala ,

zuvor kommt der beschwerdeweg. das einschreiben bringt garnix.   :(

Kommentar von TechnologKing68 ,

Das Einschreiben sichert den Beweis. Das mit dem Beschwerdeweg ist eine andere Sache, muss aber nur bedingt eingehalten werden, da es hier nicht um eine Amtsspezifische Sache, sondern um eine allgemeine privatrechtliche Angelegenheit geht.

Ausserdem ist der Beweis für eine spätere Klage wichtig.

Antwort
von Indivia, 5

Doch, sie mal meinen Kommi nach,desweitere sind ca 3 Mon bearbeitungszeit normal, habe ich bei meiner Tochterdamals auch gehabt. Aber am besten sendest du so was nachweislich ab und fragstauch nachweislich nach.

Antwort
von biggie55, 25

4 Monate? August+September sind 2,oder?

Hast du einen neuen Antrag gestellt und dich Ausbildungssuchend gemeldet?

Alle Bewerbungsnachweise abgeben.

Das Kindergeld wird,wenn weiter genehmigt,nachgezahlt.

Kommentar von Jassir98 ,

Der Antrag wurde Anfang Juli gestellt, Juli also erster Monat, August zweiter, September dritter und bald haben wir auch schon Oktober. Ausbildungssuchend bin ich seit Juli 2015 gemeldet. Bewerbungsnachweise wurden schon verschickt.

Kommentar von biggie55 ,

Im Juli hast du noch Kindergeld bekommen,oder??

Kommentar von Jassir98 ,

Mir ging es um die Bearbeitungszeit und ja habe ich.

Antwort
von peterobm, 40

ganz banale Frage? du wohnst zu Hause

Kommentar von Jassir98 ,

Ja wohne Zuhause.

Kommentar von peterobm ,

damit habens wir doch, keine Schule, keine Lehre - Ab Ausbildung wird wieder gezahlt

Kommentar von casala ,

sry. :
Für ein volljähriges Kind steht bis zur Vollendung des 25. Lebensjahres auch Kindergeld zu, wenn es bei der Arbeitsagentur oder der für das Arbeitslosengeld II zuständigen Behörde ausbildungssuchend gemeldet ist.

das hat wenig mit zu hause wohnen zu tun.


Kommentar von Jassir98 ,

Ich hab meinen Schulabschluss schon gemacht, da ich Zuhause wohne, müssten meine Eltern doch einen Anspruch drauf haben oder nicht?

Kommentar von peterobm ,

eigentlich schon, aber das wird noch nicht bis zum Amt durchgedrungen sein http://www.kindergeld.info/volljaehrige-kinder.html

Kommentar von Indivia ,

das ist durchaus ,schon bis zur familienkasse durchgedrungen:"

Kinder

Grundsätzlich
besteht für alle Kinder ab der Geburt bis zur Vollendung des 18.
Lebensjahres Anspruch auf Kindergeld. Auch darüber hinaus kann unter
bestimmten Voraussetzungen das Kindergeld weiter gezahlt werden.

a) Kinder, die für einen Beruf ausgebildet werden

Für
ein über 18 Jahre altes Kind kann bis zur Vollendung des 25.
Lebensjahres Kindergeld weiter gezahlt werden, solange es für einen
Beruf ausgebildet wird. Darunter ist die Ausbildung für einen künftigen
Beruf zu verstehen. Hierbei erkennt die Familienkasse alle
Ausbildungsmaßnahmen an, durch die das Kind die Kenntnisse, Fähigkeiten
und Erfahrungen erwerben kann, die als Grundlagen für die Ausübung
seines angestrebten Berufs geeignet sind. Das Kind muss sich ernsthaft
auf das Berufsziel vorbereiten. Als Berufsziel gelten nicht nur reguläre
Ausbildungsabschlüsse, sondern jede Tätigkeit, die in der Zukunft zur
Schaffung beziehungsweise Erhaltung einer Erwerbsgrundlage nachhaltig
ausgeübt werden kann. Zur Ausbildung für einen Beruf gehören z. B. der
Besuch allgemeinbildender Schulen, die betriebliche Ausbildung, eine
weiterführende Ausbildung sowie die Ausbildung für einen weiteren Beruf.

b) Kind ohne Ausbildungsplatz

Kindergeld
kann bis zur Vollendung des 25. Lebensjahres gezahlt werden, wenn ein
Kind eine Berufsausbildung (im Inland oder Ausland) aufnehmen will,
diese aber mangels Ausbildungsplatzes nicht beginnen bzw. fortsetzen
kann. Die Berücksichtigung als Kind ohne Ausbildungsplatz setzt voraus,
dass trotz ernsthafter Bemühungen die Suche nach einem Ausbildungsplatz
zum frühestmöglichen Zeitpunkt bisher erfolglos verlaufen ist.

c) Übergangszeit

Kindergeld
kann bis zur Vollendung des 25. Lebensjahres des Kindes auch für eine
Übergangszeit von bis zu vier Monaten z. B. zwischen Schulabschluss und
Beginn der Berufsausbildung gewährt werden.

d) Freiwilligendienste

Anspruch
auf Kindergeld besteht während der Ableistung eines
berücksichtigungsfähigen Freiwilligendienstes, wie z.B. während der
Ableistung eines freiwilligen sozialen oder ökologischen Jahres im Sinne
des Jugendfreiwilligendienstegesetzes, dem Bundesfreiwilligendienst
oder internationalen Jugendfreiwilligendienst.

e) Wegfall des Kindergeldanspruchs nach Erstausbildung und anspruchsschädlicher Erwerbstätigkeit

In
den unter a) bis d) genannten Fällen wird ein Kind nach Abschluss einer
erstmaligen Berufsausbildung oder eines Erststudiums nur
berücksichtigt, wenn es keiner anspruchsschädlichen Erwerbstätigkeit
nachgeht. Dies gilt auch dann, wenn die erstmalige Berufsausbildung
bereits vor Vollendung des 18. Lebensjahres abgeschlossen worden ist.

Als
Berufsausbildung werden berufliche Ausbildungsmaßnahmen betrachtet,
wenn hierbei notwendige fachliche Fertigkeiten und Kenntnisse erworben
werden, die zur Aufnahme eines Berufs befähigen. Der Besuch einer
allgemeinbildenden Schule ist keine Berufsausbildung in diesem Sinne.
Erstmalig ist eine Berufsausbildung bzw. ein Studium dann, wenn keine
andere abgeschlossene Berufsausbildung und kein abgeschlossenes
berufsqualifizierende Hochschulstudium vorausgegangen ist.

Eine
Erwerbstätigkeit wird dann als anspruchsschädlich betrachtet, wenn die
regelmäßige wöchentliche Arbeitszeit insgesamt mehr als 20 Stunden
beträgt.

Unschädlich ist eine Erwerbstätigkeit,

die

im Rahmen eines Ausbildungsdienstverhältnisses ausgeübt wird, wobei die

Ausbildungsmaßnahme Gegenstand des Dienstverhältnisses sein muss.die geringfügig ist im Sinne der §§ 8 und 8a Viertes Buch Sozialgesetzbuch.wenn

die regelmäßige wöchentliche Arbeitszeit insgesamt nicht mehr als 20

Stunden beträgt, Hierbei ist stets die vertraglich vereinbarte

Arbeitszeit zu Grunde zu legen. Wird die Beschäftigung nur vorübergehend

(d. h. für höchstens 2 Monate) ausgeweitet, ist dies unbeachtlich, wenn

während des gesamten Berücksichtigungszeitraumes im Kalenderjahr die

durchschnittliche Arbeitszeit nicht mehr als 20 Stunden beträgt.

f) Kind ohne Arbeitsplatz

Unabhängig
von den unter e) erläuterten Anspruchsvoraussetzungen wird Kindergeld
auch für ein über 18 Jahre altes Kind bis zur Vollendung des 21.
Lebensjahres gezahlt, wenn es nicht in einem Beschäftigungsverhältnis
steht und bei einer Agentur für Arbeit im Inland als Arbeitsuchender
gemeldet ist."

(quelle: https://www.arbeitsagentur.de/web/content/DE/BuergerinnenUndBuerger/FamilieundKi...)

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