Frage von Knoerf, 37

Bekommen immer die falschen Leute die besten Abschlüsse in der Regelzeit?

Ich habe es schon ziemlich oft erlebt, dass immer die Leute die wirklich einen höheren Abschluss (Abi, Bachelor, Master...) verdient hätten und auch sehr intelligent waren diesen nicht bekommen haben, weil irgendetwas bei dem sie nichts dafür konnten schief gelaufen ist und andere die den Abschluss wirklich nicht verdient haben, bekommen den nachgeschmissen, weil sie z.B. einflussreiche und wohlhabende Eltern haben. Was sagt ihr dazu? Stimmt das, dass meistens immer die falschen Leute die besten Abschlüsse ohne sitzenbleiben bekommen? Was habt ihr für rl Erfahrungen dazu?

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von Kristall08, Community-Experte für Studium, 10

Leider kann ich das schon bestätigen. In der Schule noch weniger, dafür aber an der Uni.

Die Fragen in den Magisterprüfungen waren schon sehr unterschiedlich vom Schwierigkeitsgrad. Da war die Sympathie oder Antipathie der Professoren deutlich herauszulesen.

Das führte dazu, dass manche Dumpfdose, weil sie grad ein Verhältnis mit einem einflussreichen, der Uni nahestehenden Wissenschaftler hatte, einen Superabschluss hinlegte.

Hat allerdings auch nicht viel genützt. Die Typen haben sie meist abserviert und im Berufsleben reichte Dumpfdosigkeit eben nicht.... 3:)

Antwort
von Jerne79, 5

Irgendwie verstehe ich den Zusammenhang zwischen deinem Titel und dem eigentlichen Text nicht.

Natürlich studiert es sich leichter, wenn die Eltern einen pushen können, sei es nun finanziell oder durch Beziehungen.

Allerdings haben die meisten dieser Leute zumindest zu meiner Zeit ihren Abschluss beim besten Willen nicht in Regelstudienzeit (jedenfalls denke ich, dass du das meinst) gemacht, sondern sich dafür reichlich Zeit gelassen. Sie hatten es schließlich nicht eilig, sie mussten sich nicht selbst finanzieren oder waren auf Bafög angewiesen.

In meinem Umfeld war ich letztlich die einzige, die ihr Hauptfach in Regelstudienzeit zzgl. Auslandssemester + Grabungssemester abgeschlossen hat. Ich wurde von meinem Elternhaus in keinster Weise unterstützt, habe mich durch Kindergeld, Halbwaisenrente, Bafög und Jobs finanziert. Ich MUSSTE zügig fertig werden, weil der Bafög-Fluss versiegte. Für diese Notwendigkeit, schnell abzuschliessen, wurde ich sogar von meinen Dozenten kritisiert, ich solle mir doch mehr Zeit lassen. Meine Prüfungen waren auch kein Spaziergang

Was ich zu Hauf gesehen habe, waren Leute mit optimaler Finanzsituation, die sich für ihr Studium teils 2-3 Jahre mehr Zeit gelassen haben als ich. Das hat teilweise zu exzellenten Noten geführt. Genauso habe ich jemanden gekannt, der trotz der langen Zeit einen lausigen Magisterabschluss hatte und dann trotzdem promovieren durfte. Dozenten-Logik: "Der will ja eh nicht im Fach arbeiten."

Was ich nie gesehen habe: Jemanden, dem Geld oder Einfluss in Regelstudienzeit Bestnoten beschert haben.

Was ich in der aktuellen Studentengeneration stapelweise beobachte: Dumpfbacken, denen es schon am Basiswissen mangelt, werden zur Promotion zugelassen, weil das Geld ins Institut spült. Studenten, die eindeutig Minderleistungen erbringen, werden trotzdem mit Samthandschuhen angefasst, auch weil sonst irgendwann die Eltern vor der Tür stehen und nerven. Die wissenschaftliche Ausbildung ist auf ein Minimum zusammengeschrumpft und selbst dabei wird allzu oft nicht mehr auf Leistung geachtet.

Antwort
von Deniseklm, 16

Das kann ich so garnicht befürworten! Wer sich hinsetzt und gute Noten schreibt und dem Lehrer im Unterricht mit normalen Respekt entgegnet der wird auch seinen Abschluss bekommen. Wer zu sehr Schleimt um von den schlechten Noten abzulenken wird es auch nicht schaffen. Die Lehrer machen ihren Beruf schon mehrere Jahre und wissen in der Regel wann sie umgarnt werden um nochmal beide Augen zuzudrücken. Also einfach zeit investieren für den guten Abschluss und du wirst es später einfacher haben eine Ausbildung bzw. Job zufinden.

Antwort
von Fortuna1234, 18

Hi,

nee gar nicht. Die Leute, die sich den Popo aufreißen bekommen die besten Ergebnisse. Es gibt zwar auch welche, die lernen und lernen und lernen und versagen... aber da wird meist das Falsche gelernt.

Ich hab schon genug Leute versagen sehen, bei denen die Eltern Ärzte, Rechtsanwälte sind und auf Partys sind und nicht studieren. Andere, die aus armen  Verhältnissen kommen, bekommen Bafög und wissen, dass sie sich beeilen müssen und in Regelstudienzeit fertig werden müssen. Und die reißen sich den Popo auf und da kommen eben bessere Ergebnisse raus als wenn man auf Partys hockt...

Und: Alle Intelligenz bringt einem nichts, wenn man nicht fleißig ist. Und die Fleißigen, die nicht so intelligent sind, kompensieren das eben mit dem Fleiß.

Antwort
von Neutralis, 15

Nein empfinde ich nicht so. Ich gebe dir Recht, dass es nicht immer die intelligenten sind, die die Abschlüsse bekommen, aber es sind die fleißigen. Und ab und zu vielleicht die mit reichen Eltern wie du sagst, das habe ich aber noch nie mitbekommen, kann es mir aber schon vorstellen. Ich würde aber sagen wenn man Alles zusammenzählt ist es ganz fair. 

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