Hallo! Schön, daß Du einen Hund hast. Du wirst mit ihm viel Freude haben!
Was Du brauchst
Jede Menge Liebe,
sehr viel Geduld, einiges an Zeit und auch Ideenreichtum und Durchhaltevermögen.
Und dann brauchst Du noch:
1. einen Hundekorb
besser als ein Hundekorb ist so eine Stoffbox, die man zusammenklappen kann. Da kannst Du, wenn Dein Hund sich dran gewöhnt hat, diese Box auch z.B. mit in den Urlaub nehmen und Dein Hund hat immer etwas Vertrautes mit dabei.
Ein Virteil der Stoffnox ist, daß sie zum tollen Rückzugsort für Deinen werden kann, wo der Hund sich sicher fühlen kann. Du gewöhnst Deinen Hund an die Box, indem Du etwas Tolles zum Knabbern in der Box gibst, was er aber nur dort knabbern darf. So wird er die Box positiv verknüpfen (verknüpfen = verbinden, in Zusammenhang bringen) und immer toll finden. Fast alle Hunde lieben Höhlen.
2. Halsband und Leine
Zum Anprobieren solltest Du natürlich einen Hund mit ins Geschäft nehmen.
Aber laß ihn bitte nicht einfach von irgendeinem Angestellten begrabschen, sondern lege ihm das Halsband selbst an. Mach ihm auch nicht das Halsband und Leine dran und spaziere so aus dem Zooladen. Das ist zu früh.
ich würde das halsband zuhause anlegen, Leine dran und ab in den Garten oder an einen anderen ruhigen Ort und mit dem Hund spielen. Wenn Du keie Möglichkeit hast, zu einem ruhigen Ort zu kommen, kannst Du auch erstmal in der Wohnung an das halsband und Leine gewöhnen. Ich würde mit dem Hund spielen und ab ud zu die Leine in die Hand nehmen, zwei Schritte gehen vielleicht den Hund mitlocken, dann Leine fallen lasen und weitespielen.
Dann kann und wird der Hund die Leine positiv verknüpfen und wird sie nicht als Einschränkung seiner Freiheit empfinden. So vermeidest Du auch von Anfang an, daß der Hund auch nur im Ansatz auf die Idee kommt an der Leine zu ziehen.
Sollte der Hund nach vorne laufen, während Du die Leine in der Hand hast, dreht Dich einfach weg und geh einen oder zwei Schritte in die andere Richtung. So kann Dein Hund von Anfang an lernen, daß DU bestimmst, Wo es langgeht.
Ich hoffe, Du verstehst, wie ich das meine?
(Zum Mitlocken/ Rufen ist "Honululu" ein schönes Wort! Also nicht als Name sondern als Aufforderung zum Herkommen)
Das Halsband muss so locker sitzen, daß es den Hund nicht drüclt und so daß Du einen Finger zwischen Halsband und Hundehals scieben kannst. Das Halsband soll so sitzen, daß der Hund nicht herausschlüpfen kann. Praktisch finde ich es bei meinem Hund (habe einen Westie), daß mein Hund einfach so ins Halsband hineinschlüpfen kann und ich somit nicht jedes Mal an seinem Hals herumfummeln muss, um es ihm anzulegen).
Leine:Die eine würde ich für einen Welpen mit einer Länge von 2,50 bis 3 m nehmen, eine sogenannte Schleppleine. Da kann der Hund sich vernünftig bewegen, aber Du hast trotzdem die Kontrolle.
Der Vorteil einer Schleppleine ist, daß der Hund nicht immer genau weiß, WO Du bist und daß Du "schon eh hinten dran hängst", sondern er lernt von Beginn an, auf Dich zu achten.
Das ist wichtig aus meiner Sicht, denn Du bist derjenige, der die Entscheidungen trifft. Zumundest gehe ich davon aus, denn Du möchtest ja sicher, daß der Hund Vertrauen zu Dir fasst, eine gute Bindung aufbaut und Dich als Bezugsperson betrachtet?
Ein weiterer Vorteil der Schleppleine ist, daß Du dem Hund am Anfang vie Spielraum geben kannst und wenn er gelernt hat, daß es in Deiner Nähe sicher, schön, sinnvoll und spannend ist, kannst Du nach und nach ein Stück von der Schleppleine einfach abschneiden und hast später einenHund derauch ohne Leine gern bei Dir ist.
Welcher Hundebsitzer träumt nicht davon? **schwärm**
3. Eine Decke, die Du zu Beginn mitnimmst, wenn Du samt Hund irgendwo hingehst, z.B. in ein Café oder Eis essen...
Aus meiner Erfahrung kann ich sagen: es hilft dem Hund enorm, wenn er einen Orientierungspunkt hat. Und Du bringst ihm damit bei, daß Du entscheidest, wann er wo liegt. Also auch daß er sich nicht in den Weg zu legen hat.
Außerdem lernt er so, daß er auf seiner Decke wartet, bis Du weitergehst oder er aufen darf - je nachdem wo man gerade ist. Aber Du musst eben auch dafür sorgen, daß er sich auf der Decke wohl fühlen, sicher sein und damit entspannen kann. Das heisst: wenn er auf der Decke liegt, wird er nicht begrabbelt, auch nicht von Fremden, die ihn "so niedlich finden".Und Du kannst für Dich üben (war für mich sehr schwer zu erlernen), daß der Hund nicht im Mittelpunkt des Universums steht.
Das heisst auch: Streicheleinheiten und Schmusen würde ich nur in der wichtigen Prägephase ( bis zur ca. 16. Lebenswoche)
draussen machen, ab Junghundzeit (5./6. Lebensmonat) würde ich Streicheleinheiten nur drin verteilen, aber dann richtig gemütlich: sich auf die Erde legen, Hund ranrufen und knuddeln! Und geniessen!
2. Teil folgt, die Zeichen werden knapp.
oh oh oh ... so kompliziert hatte er sich das nicht vorgestellt.
Ich weiß nicht, ob er jetzt noch den hund will ...^^
Kompliziert? Jeder Dreijährige kann ein paar Sachen beachten.
Wenn man es richtig anstellt. Es sind alles Tips und Ideen. Nichts davon ist annähernd eine Vorschrift.
Außerdem gibt es immer Hoffnung, daß es gut läuft, wenn jemand sich freut, einen Hund zu bekommen und offenbar vorher noch nie einen hatte.