Frage von paulaberlin17, 65

bekomme keinen richtigen therapieplatz, werde nur hingehalten ((jungend/)psychiotherapie)?

ich bin vor über einem jahr mit psychischen problemen zu meinem hausarzt. wurde dann überwiesen zu einer tagesklinik bzw jugendpsychiatrie. hatte da zuerst zwei/drei termine, bei denen ich nur fragebögen ausfüllen musste usw. und dazwischen kurze gespräche mit einem arzt(?). ich dachte das sei normal, schließlich müssen die ja wissen, was ich habe, damit die wissen, was für mich das richtige ist. allerdings ist seitdem nichts passiert. ich habe bloß ab und zu einen termin, wo dieser "arzt" mich ausfragt, aber irgendwie kaum auf meine probleme eingeht. zwischen jedem dieser termine liegen mindestens 6 wochen und ich habe auch keine festen termine sondern werde jedes mal irgendwie dazwischen geschoben. ich hab keine ahnung, ob das jetzt schon die "therapie" sein soll, jedoch kann ich mir das nur schwer vorstellen. ich habe eher das gefühl ich werde bloß hingehalten. außerdem hilft das alles gar nichts und die gespräche mit diesem "arzt" verschlimmern meine situation eher nur noch. hat jemand eine idee was ich tun könnte? ich weiß nicht, ob man einfach so den arzt wechseln kann (und das quasi grundlos? und müsste ich mich dann erst da abmelden, bevor ich zu jemand anderes gehen kann?). außerdem weiß ich nicht, ob es hier in der nähe noch andere jugendpsychiater/psychotherapeuten gibt...

Antwort
von skogen, 40

Geh nochmal zu deinen Arzt und lass dich kurzfristig zu einen ambulanten Psychotherapeut überweisen.

Wenn du damit nicht zufrieden bist, dann wechsel. Ich musste auch lange suchen.

Viel Glück!

Antwort
von inicio, 23

zum teil gibt es eine enorme auslastung bei psychotherapeuten.

dann muss man elieder 6-12 wochen warten um einen termin zu bkoemmen. oft wird dann eben per dringlichkeit entschieden.

versuche durch teleofnieren einen frueheren "echten" theraphieplatz zubekommen..

diese frageboegen  dienen evtl nur dazu , dich auf eine soclhe dringlihkeit einzustufen. 

Antwort
von Procter74, 40

Hallo! Diese Art von "Therapie" hört sich nicht gerade sinnvoll an! An Deiner Stelle würde ich zu einem Neurologen gehen, der kann Deine Situation einschätzen und weiß welche Form von Therapie Du brauchst (Verhaltenstherapie oder eine Psychoanalyse zum Beispiel)! Er wird Dir dann wenn erforderlich die Sitzungen verschreiben und damit kannst Du Dir einen Therapeuten suchen! Allerdings wirst Du auch mit Wartezeiten von bis zu 6 Monaten rechnen müssen! Übers Internet findest Du ganz einfach Therapeuten in Deiner Nähe! Ich weiß nicht wie Du versichert bist, wahrscheinlich noch über Deine Eltern!? Wenn Du eine Therapie brauchst dann solltest Du 1x pro Woche einen Termin haben damit das auch was nützt!

Kommentar von JaniXfX ,

... wieso ein Neurologe?

Kommentar von Procter74 ,

Ein Neurologe kann die Situation am besten einschätzen und kann auch das entsprechende Rezept für die Therapie ausstellen! Ein normaler Hausarzt hat diese Erfahrung nicht!

Antwort
von Negreira, 33

Das ist ganz normale Vorgehensweise. Wenn Du mal hier auf GF schaust, wieviele Jugendliche psychische Probleme haben, weißt Du genau, wie viele neben bzw. vor Dir dran sind. Da wird geschaut, wie nötig diese Termine sind. Es gibt viel zu wenig Pychologen für so viele Patienten, die Krankenkassen zahlen längst nicht alles, so daß auch die vorhandenen Kapazitäten lieber mit Privatpatienten gefüllt werden. Schließlich haben diese Leute ja auch studiert um Geld zu verdienen.

Selbst wenn Du zu einem stationären Aufenthalt kommen würdest, wäre nicht gesagt, daß Du dort täglich mit einem Psychologen Deine Probleme besprechen kannst. Dort werden viele Leute "verwahrt", es gibt ERGO-Therapie, Bewegungstherapie und Tablettenabgabe, die 5 Minuten, die Du da zu einem Mediziner vorgelassen wirst, würden Dir auch nicht reichen.

Du kannst mit Deiner Krankenkasse sprechen, die meisten haben inzwischen Terminservice, die könnten versuchen, Dir einen anderen Ansprechpartner zu suchen. Voraussetzung dafür ist eine Verordnung vom Arzt, wobei sie nicht zwingend vom Neurologen oder Psychologen sein muß, der Hausarzt kann das auch verschreiben. Aber rechne auch hier mit langer Wartezeit.

Antwort
von JaniXfX, 15

Hallo,

es gibt einen gravierenden Unterschied zwischen Psychiatern und Psychotherapeuten.

Psychiater: ist ein Arzt und glaubt, dass Gefühlswelt durch organische Dysfunktion zustande kommt, diagnostiziert diese in kurzen Gesprächen und medikamentiert entsprechend.

Psychotherapeut: glaubt nicht zwangsweise an die organische Dysfunktion, sondern begleitet durch Gespräche auch therapeutisch. Unter den Psychotherapeuten gibt es wiederum verschiedene Herangehensweise: Verhaltenstherapie, Psychoanalyse (Tiefenpsychologie), etc.

Du solltest eine Therapie beginnen. Besprich das unbedingt mit Deinem Hausarzt.

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