Niemand hat dir in diese Entscheidung reinzureden und es ist erwiesenermaßen so, dass es Kindern NICHT schadet, wenn die Mutter berufstätig ist. Wie teekesselchen und mulan72 schon bemerkten, ist das einzige "Falsche", wenn die Mutter unzufrieden ist, ganz gleich, ob sie nun gegen ihren eigentlichen Willen zuhause bleibt oder arbeiten gehen muss. Bleibst du zuhause und stehst eigentlich gar nicht hinter dieser Entscheidung, wirst du das deinen Kindern wahrscheinlich unbewusst vorwerfen; auf jeden Fall aber werden sie merken, dass du nicht glücklich bist.
Entscheidend ist auch nicht, wieviel Zeit du mit deinem Kind verbringst, sondern wie intensiv diese genutzt wird. Meistens ist es ja so, dass man sich dann für die Kinder extra viel Zeit am Wochenende oder am Abend nimmt und auch was besonderes unternimmt. Sie werden jedenfalls sicherlich keine Defizite dadurch bekommen, dass du arbeiten gehst.
Meine Schwägerin ging auch wieder arbeiten, als meine Nichte 6 Monate alt war, und die kleine (is jetzt 5) erzählt immer voller Stolz, dass sie schon im KiGa war, als sie "noch nicht 1" war, im Gegensatz zu ihrer kleinen Schwester, die erst mit 3 einen Platz bekommen wird (sind in 'ne kleinere Stadt gezogen, dort gibt's keine Betreuungsangebote für Kleinere).
Außerdem finde ich, dass es gut für das Weltbild ist, das die Kinder entwickeln; so lernen sie, nicht in traditionellen Rollenmustern zu denken, sondern sie sehen, dass auch Mama arbeiten gehen und Papa im Haushalt helfen kann. Ist meiner Meinung nach auch sehr wichtig.