Bekomme ich vom Amt eine Wohnung bzw. einen Mietanteil bezahlt?

... komplette Frage anzeigen

2 Antworten

Du solltest zu deinem Termin erst mal nicht sagen das du die ganze Zeit über bei der Mutter des Freundes gewohnt hast,sondern nur bei der Mutter eines Freundes und das du mit deinem Freund zusammen ziehen willst würde ich auch erst mal für mich behalten !

Dein Vater kann dich nicht aufnehmen bzw.er will es nicht und ist auch ab dem 18 Lebensjahr nicht mehr verpflichtet dazu und wenn er nur ALG - 1 bekommt kann er dich wahrscheinlich auch nicht unterstützen,also Unterhalt zahlen und wenn dann wird es nicht viel sein.

Denn ihm steht als Selbstbehalt beim ALG - 1 ein Betrag von 880 € Netto zu.

Nur wenn er mehr hat und du als Ausbildung suchend gemeldet bist,müsstest du deinen Unterhaltsanspruch ggf.sogar bei ihm einklagen,dass steht dir dann vorrangig zu.

Wenn du also von der Obdachlosigkeit bedroht bist,dann sollte dir auch eine Zusicherung zur Kostenübernahme für eigenen angemessenen Wohnraum nicht verweigert werden.

Der dürfte dann zwischen 45 qm - 50 qm haben für 1 Person,was dieser dann kosten darf wird dir das Jobcenter genau sagen.

Sobald dein Freund dann mit einziehen würde,musst du das dem Jobcenter mitteilen und dann gibt es auf jeden Fall nur noch 50 % der KDU - Kosten der Unterkunft und Heizung ( Warmmiete ),den anderen Kopfanteil muss dann dein Freund zahlen.

Du musst dann am besten eine schriftliche Veränderungsmitteilung ans Jobcenter geben,diese gibt es zum ausdrucken im Internet,einfach mal eingeben ,, Veränderungsmitteilung ALG - 2 ".

Dann musst du darauf achten das du deinen Freund nur also Mitglied deines Haushalts angibst und nicht als Mitglied deiner BG - ( Bedarfsgemeinschaft),denn dann würdet ihr von Anfang an eine BG - bilden und es würde sein Einkommen nach Abzug von Freibeträgen auf den gemeinsamen Bedarf abgerechnet.

Außerdem stünde euch dann nur noch ein Regelsatz von 364 € und nicht 404 € zu.

Wenn du dich daran hältst,dann stehen dir dann zumindest für das 1 Jahr dein Bedarf ohne die Anrechnung seines Einkommens zu.

Mal angenommen deine KDU - würde 396 € kosten,dann stünden dir erst mal mit deinem Regelsatz von 404 € ( ab Januar 2016 ) ein Bedarf von 800 € zu.

Dein Erwerbseinkommen wird dir dann nach Abzug deiner Freibeträge auf deinen Bedarf angerechnet,dass sieht dann so aus.

Die ersten 100 € ist dein Grundfreibetrag,vom übersteigenden Teil bis zu 1000 € Brutto b´stehen dir noch mal 20 % Freibetrag zu und von 1000 € - 1200 € Brutto noch mal 10 % Freibetrag.

Diese Freibeträge werden dann addiert,theoretisch von deinem Netto abgezogen und ergibt dann das anrechenbare Nettoeinkommen,was dann auf deinen Bedarf angerechnet würde.

Würdest du jetzt angenommen 450 € Brutto wie Netto verdienen,dann hättest du erst mal deine 100 € Grundfreibetrag und von den übersteigenden 350 € ( 100 € - 1000 € Brutto ) blieben dir noch mal ( 20 % Freibetrag ) also 70 € dazu.

Dann läge dein Freibetrag bei 170 € und das anrechenbare Netto bei 280 € und diese 280 € würden dir zunächst von deinen 404 € Regelsatz abgezogen und wenn du mehr anrechnbares Einkommen hättest und das über deinen Regelsatz liegen würde,dann wird die KDU - um den übersteigenden Bedarf gekürzt.

Deinem Freund stünden diese Freibeträge auf Erwerbseinkommen auch zu,wenn ihr dann mal eine BG - bilden würdet,sonst spielt das Einkommen ja keine Rolle bei ihm.

Zur eigenen Wohnung kannst du dann auch eine Erstausstattung beantragen,die musst du nicht zurück zahlen,deshalb sollst du auch erst mal nicht sagen das ihr zusammen ziehen wollt,weil ihr dann unter Umständen gleich eine BG - bilden würdet.

Dazu kannst du dann einen Antrag auf ein zinsloses Darlehen stellen,dass ist für die Kaution der Wohnung und wird dir dann in der Regel mit 10 % deiner Regelleistung von deinen laufenden Leistungen abgezogen.

Das sind dann ca. 40 € pro Monat,also 10 % von deinen 404 € Regelsatz,auch wenn du diesen auf Grund deines anrechenbaren Einkommens nicht bekommen würdest.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung
Kommentar von Jessi257
21.12.2015, 18:01

Vielen Dank für deine Antwort.

Wenn wir bzw ich das dem Amt vorab erstmal nicht erzähle mit dem zusammenziehen, wie schaut das dann aus wenn er quasi direkt mit einzieht? Denn auch er muss ja zum 01.02.2016 raus 

0
Kommentar von Jessi257
21.12.2015, 18:28

Danke :)

0

Hallo Jessi, Dein Papa ist eig. noch unterhaltspflichtig. Am besten machst Du einen Termin beim Amt. Halte auch Name und Adresse von Deinem Papa bereit und auch einen Nachweis, dass Deine Mutter verstorben ist, wenn es geht. Es gibt einige Maßnahmen, damit junge Menschen in Ausbildung kommen, hierzu wäre es ggf. möglich, dass Du Ausbildungsbeihilfe bekommst. Auch käme Wohngeld in Frage. Deine Situation ist sehr speziell und zum Amt musst Du sowieso, wenn Du Geldleistungen in Anspruchnehmen willst.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung
Kommentar von Jessi257
21.12.2015, 17:03

Hey ja einen Termin hab ich morgen. Aber mich lässt es einfach nicht in Ruhe. Ich habe so Angst davor auf der Straße zu sitzen :( 

Ich danke dir für deine Antwort 

0