Frage von Francis216, 61

Bekomme ich Übergangsgeld, auch wenn ich schon wieder arbeite?

Ich war letztes Jahr im Herbst für knapp 6 Wochen wegen einer depressiven Episode( Burnout-Symptome) krank geschrieben. Bin seit dem in ambulanter psychischer Behandlung und gehe auch seit dem wieder arbeiten. Ich habe eine Reha beantragt, welche jetzt bewilligt wurde. Es geht Mitte Mai los! Nun meine Frage: bekomme ich Übergangsgeld...und wenn ja, wie geht das von statten, was muss ich alles beachten? Vielen Dank schon mal für Eure Hilfe :)

Antwort
von eulig, 44

grundsätzlich gäbe es Lohnfortzahlung vom Arbeitgeber. hier müssen aber die letzten 6 Monate betrachtet werden, da die Reha mit der ursprünglichen Erkrankung im Herbst zusammenhängt.

da ich aber das Ende der letzten Krankmeldung nicht kenne, setze ich rein rechnerisch mal voraus, dass in den letzten 6 Monaten eine Krankmeldung erfolgte.

damit wäre der Anspruch auf Lohnfortzahlung ausgereizt und es würde ein Anspruch auf Übergangsgeld bestehen.

bei der Antragstellung der Reha, aber spätestens mit Bewilligung der Reha erhälst du das Formular für den Antrag des Übergangsgeldes. das muss ausgefüllt und an die DRV geschickt werden.

ersatzweise kannst du diesen Antrag aber auch in der Rehaklinik über den dort ansässigen Sozialmedizinischen Dienst stellen. die helfen dir beim Ausfüllen.

Kommentar von Francis216 ,

nein, in den letzten 6 Monaten erfolge keine Krankmeldung über die KK.... wie sieht es nun aus?

Kommentar von eulig ,

dann hast du ganz normal 6 Wochen Lohnfortzahlung, da die Reha als Arbeitsunfähigkeit gilt. bei der Bewilligung ist eine Bescheinigung für den Arbeitgeber dabei. diese musst du bei ihm abgeben und ihm den Zeitraum nennen, den du auf Reha bist.

Antwort
von Taimanka, 40

Lohnfortzahlung während der Reha?

Grundsätzlich haben Arbeitnehmer bei Reha-Maßnahmen einen Anspruch auf Lohnfortzahlung bis zu sechs Wochen. Das gilt dann, wenn dieser Anspruch nicht schon vor der Reha durch eine Arbeitsunfähigkeit verbraucht wurde.
Zudem muss die Reha-Maßnahme von einem Sozialleistungsträger oder von einem Sozialversicherungsträger bewilligt werden. Die Maßnahmen werden entweder stationär, teilstationär oder ambulant durchgeführt. Wichtig ist die Durchführung der Maßnahmen in Einrichtungen für Rehabilitation oder medizinische Vorsorge.
Ist der Anspruch auf Lohnfortzahlung verbraucht, wird von den Rehabilitationsträgern Krankengeld, Übergangsgeld oder Verletztengeld bezahlt: http://www.gehalt.de/news/Wer-zahlt-das-Gehalt-waehrend-einer-Reha

Kommentar von Francis216 ,

das kann ich also so verstehen, das ich kein Anspruch auf Übergangsgeld habe...da ich ja normal mein Gehalt bekomme!

Kommentar von Taimanka ,

Erkrankt ein Arbeitnehmer innerhalb eines Jahres (12 Monate) immer wieder in unregelmäßigen Abständen an der gleichen Krankheit, so werden die einzelnen Krankheitstage zusammengerechnet, bis die Grenze von sechs Wochen erreicht ist. Falls der Arbeitnehmer zwischenzeitlich allerdings wieder sechs Wochen hintereinander arbeitsfähig war, entsteht erneut ein bis zu sechswöchiger Entgeltfortzahlungsanspruch - juraforum.de 

 ... also somit hast Du einen Anspruch auf Lohnfortzahlung während der Reha.

Kommentar von Taimanka ,

... in dem drittletzten Satz soll es "6 Monate" heißen ... 

Also hast Du nach der AU im Herbst 6 Monate durchgearbeitet, hast Du einen Anspruch auf die 6 Wochen Lohnfortzahlung.

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