Frage von nautilus261, 134

Bekomme ich Probleme, wenn mein Rüde eine Nachbarhündin auf meinem Grundstück deckt?

... meine Überlegungen enstehen wahrscheinlich aus übernächtigter Frustration ..... aber ich habe kaum noch andere Ideen, außer den beiden endlich mit einem upps zu ihrem Glück zu verhelfen. Folgender Sachverhalt: Ich halte einen Rüden freilaufend auf einem komplett umzäunten Hof in einem sehr kleinen Dorf, er ist noch nie ausgebüchst und ist gehorsam. Ein paar Häuser weiter wohnt eine Hündin, welche allabendlich allein im Dorf unterwegs ist und jedesmal wenn sie läufig ist ihren Hintern an unseren Zaun reckt schön vor die Nase unseres Rüden, ordentlich Zaun und Tor anstrietzt und damit unseren Hund verrückt macht er frißt kaum noch und "singt " die Nächte durch. Darauf angesprochen sind die netten Nachbarn nur der Meinung, sie können doch ihre arme Hündin nicht an die Leine nehmen ..... ... jetzt überlege ich, heute abend meinen Hund einfach im Hof anzuleinen und das Tor offenzulassen ... und was passiert passiert halt... vielleicht lernen es die Nachbarn so auf ihre Hündin aufzupassen. Kann dieser ungewollte Deckakt auf meinem Grundstück, dann für mich negative Konsequenzen haben?

Antwort
von SkySuper, 90

Wenn weder dein Rüde noch die Nachbqrshündin steril sind solltest du die Nachbarn benachrichtigen. Wenn sie probleme damit haben sollen sie besser auf ihren Hund aufpassen oder ihn sterilisieren lassen.

Allerdings hege ich Zweifel ob sie gesetzlich gegen dich vorgehen können.

Kommentar von nautilus261 ,

Danke für die Antwort. Das Gespräch mit den Nachbarn haben wir schon lange gesucht ..... aber wie gesagt, sie wollen der armen kleinen Hündin doch keine Leine dran machen und hören tut sie halt leider nicht

Kommentar von SkySuper ,

Dann ist sie selbst schuld. Du kannst ja nichts dafür wenn ihr Hund unnerlaubt auf dein Grundstück rennt.

Kommentar von SkySuper ,

Oh. Ich habe etwas übersprungen. Lass das mit deiner Aktion. Denn dann bist du genauso schuldig wie deine Nachbarin.

Antwort
von Menuett, 8

Bei Tieren gilt die Gefährdungshaftung, nicht das Verschulden.

Dein Hund hat gedeckt, fertig.

Du mußt ggf. die Tierarztkosten übernehmen, entweder für die Geburt und Aufzucht von Welpen oder ein Abtreibungsmittel.

Der Halter der Hündin entscheidet, was er will

Wird aber von der Tierhalterhaftpflicht übernommen.

Antwort
von dasadi, 64

Nein, da bekommst du keine Probleme, denn die Halter der Hündin müssen dafür sorgen, dass deren Hund auf dem eigenen Grundstück bleibt. Fördern solltest Du den Trieb der beiden Hunde trotzdem nicht. Wären wieder mal ein paar mehr Hunde, die vielleicht niemand will.

Expertenantwort
von inicio, Community-Experte für Hund, 25

ich habe generell etwas dagegen, dass hunde sinnlos vermehrt werden.

also lass deinen hund nicht frei, die huendin nicht rein. auch hunde koennen sich bei einem deckakt mit krankheiten anstecken. willst du das riskieren?

willst du dafuer verantwortlich ein, wenn gebertskomplikationen auftreten und huendin und welpen in gefar geraten?

schlimm genug, dass die besitzer der huendin da so unbedacht sind. du solltest mehr verantowrtung zeigen. 

Kommentar von SkySuper ,

Was kann der Threadersteller denn dafür wenn die Nachbarshündin auf sein Grundstück rennt? Soll sein Hund jetzt im Haus eingesperrt bleiben weil der Nachbar den eigenen nocht unter Kontrolle hat und seine Aufsichtspflicht vernachlässigt? Aber hallo!

Kommentar von SkySuper ,

Entschuldigung, ich habe etwas beim lesen übersprungen. Wenn deine Aussage sich auf die geplante Aktion bezieht stimme ich dir zu.

Expertenantwort
von Naninja, Community-Experte für Hund, 17

Mach mal, das kann teuer werden:

Die Rechtsprechung stuft einen unerwünschten Deckakt als
Sachbeschädigung ein. Somit fällt dieser unter die Haftung aus der allg.
Tiergefahr des § 833 BGB. Dies ist seit dem Urteil des
Bundesgerichtshofs im Jahr 1976 (vgl. BGH, Urteil 06.07.76, Az.: VI ZR
177/75) mittlerweile einheitliche Rechtsprechung. Der Grund für die
Tierhalterhaftung liegt hier insbesondere in der Unberechenbarkeit
tierischen Verhaltens. Hiernach kann der Rüdenhalter zum Schadensersatz
verpfichtet sein, wenn die Hündin durch den unerwünschten Deckakt
trächtig wird.

Kommentar von dasadi ,

Aber nicht, wenn das Weibchen auf das Grundstück des Rüdenhalters eindringt. Dieser hat ja bereits den Hundehalter aufgefordert, dafür zu sorgen, dass die Hündin nicht auf das Privatgrundstück des  Rüdenhalters kommt. Wenn die Leute sich niczht darum kümmern, kann man nicht von einem unerwünschten Deckakt sprechen. Der Rüdenhalter ist nicht dafür zuständig , das Weibchen fernzuhalten.

Kommentar von Naninja ,

Der Fragesteller plant das Tor offen zu lassen, damit es zum Deckakt kommt.
Dafür, dass sein eigener Hund gesichert ist und keinen Schaden anrichtet, ist der Fragesteller sehr wohl verantwortlich. Wer plant, einen Schaden anzurichten, um anderen Menschen eine Lektion zu erteilen, muss zahlen.

Antwort
von lindgren, 78

Ja, es kann Konsequenzen haben. Ich würde es nicht so weit treiben.

Ein Anruf beim Ordnungsamt bewirkt oft Wunder. Oder schnapp die die Hündin und bringe es anonym als Fundhund ins Tierheim. Du kannst ja dem Tierheim deinen Verdacht übermitteln, wem der Hund gehören könnte. Mir tut die Hündin leid, aber manchmal hilft einfach nichts anderes. Der Schuss wird sitzen.


Antwort
von Balou1102, 56

Hey :) Wir haben eine versicherung abgeschlossen, die auch unfreiwilligen nachwuchs unseres rüden abdeckt ;)

Kommentar von dasadi ,

Die würde aber in diesem Fall nicht zahlen.

Antwort
von Treueste, 70

https://www.gutefrage.net/frage/ruede-hat-nachbarshuendin-gedeckt

Kommentar von Berni74 ,

Die Frage aus Deinem Link und die des Fragestellers hier sind aber zwei völlig unterschiedliche Sachverhalte.

In dem Link ging es darum, daß der Rüde nicht gesichert war und zur Hündin in den Garten ist.

Im hier vorliegenden Fall ist es die Hündin, die ständig zum Rüden kommt.

Das kann man also nicht vergleichen.

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