Frage von Cori73, 90

Bekomme ich bei Schwerbehinderung (70Gdb plus G und B) einen Zuschuss für einen Hund?

Hallo, habe vor 4 Jahren die Diagnose Narkolepsie mit Kataplexien bekommen und habe seitdem 70gdb und Merkzeichen G und B. Habe in einigen Foren gelesen das ein (Begleit) Hund sehr nützlich sein soll. Bekomme z.zt noch Hartz 4 und werde wohl demnächst Rente beantragen müssen. Meine Frage: Gibt es eine Möglichkeit für die Anschaffung, Versicherung, Futter und Tierarztkosten einen Zuschuss vom Jobcenter, Krankenkasse oder sonst irgendeiner Stelle zu bekommen? Von der Steuerpflicht bin ich befreit, das weiß ich schonmal. Ich weiß auch das Obdachlose (wo jeder zweite einen Hund besitzt) jeden Tag ihren Satz von 17? Euro abholen und für den Hund extra 5-6 Euro bekommen. Dann wird es doch für mich auch eine Möglichkeit geben, oder? LG

Antwort
von dadamat, 28

Der Schwerbehindertenausweis allein begünstigt dich nicht, einen bezahlten Begleithund / Hilfshund zu bekommen. Das musst du extra beim Versorgungsamt beantragen. Dazu solltst du eine gute Begründung haben und auch ärztliche Atteste, die dein Begehren untermauern.

Antwort
von Konrad Huber, 34

Hallo Cori73,

Sie schreiben:

Bekomme ich bei Schwerbehinderung (70Gdb plus G und B) einen Zuschuss für einen Hund?

Hallo, habe vor 4 Jahren die Diagnose Narkolepsie mit Kataplexien bekommen und habe seitdem 70gdb und Merkzeichen G und B. Habe in einigen Foren gelesen das ein (Begleit) Hund sehr nützlich sein soll. Bekomme z.zt noch Hartz 4 und werde wohl demnächst Rente beantragen müssen. Meine Frage: Gibt es eine Möglichkeit für die Anschaffung, Versicherung, Futter und Tierarztkosten einen Zuschuss vom Jobcenter, Krankenkasse oder sonst irgendeiner Stelle zu bekommen? Von der Steuerpflicht bin ich befreit, das weiß ich schonmal. Ich weiß auch das Obdachlose (wo jeder zweite einen Hund besitzt) jeden Tag ihren Satz von 17? Euro abholen und für den Hund extra 5-6 Euro bekommen. Dann wird es doch für mich auch eine Möglichkeit geben, oder? LG

Antwort:

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anwalt.de/rechtstipps/der-anspruch-auf-einen-blindenfuehrhund_030541.html

Auszug:

Blinden Mitmenschen bringt ein Blindenführhund große Erleichterung bei der Orientierung im Alltag. 

Im Sozialrecht gilt der

 

Blindenhund

 

als Hilfsmittel gemäß § 33 des Fünften Sozialgesetzbuches (SGB V). 

Vom Arzt kann er daher „verschrieben" werden. 

Die

 

Kosten

 

für einen ausgebildeten Begleiter sind mit ca. 20.000 Euro jedoch erheblich. 

Eine Kostenübernahme durch die Krankenkassen erfolgt daher meist nur zögerlich.

Menschliches Grundbedürfnis muss berührt sein

Eine große Hürde, die sich auch Blinden beim Anspruch auf einen vierbeinigen Begleiter stellt, hat das Bundessozialgericht (BSG) schon länger aufgestellt. Dem Gericht zufolge muss erst der Hund Lebensbereiche erschließen, die zu den menschlichen Grundbedürfnissen zählen. 

Dazu gehört insbesondere ein körperlicher und geistiger Freiraum. 

Für Menschen, die nicht oder nur eingeschränkt sehen können, beinhaltet das insbesondere das Gehen und - zumindest mittelbar - das Sehen. 

Das bedeutet konkret: Durch die Fähigkeiten des Hundes, Dinge sehen zu können, ermöglicht er dem Blinden, vieles zu erkennen, was ihm ansonsten verborgen bliebe. 

Nicht selten schafft zudem erst der Blindenhund eine ausreichende unabhängige Mobilität. 

Der Grund für die Restriktion auf diese Grundbedürfnisse ist, dass Krankenkassen nur die medizinische Versorgung gewährleisten müssen. 

Im Übrigen sind andere Sozialleistungsträger - etwa die Rentenversicherung - zuständig. 

Der Hund muss also, um einen Anspruch auf ihn zu haben, Teil einer Krankenbehandlung sein. 

Das gelingt nur, wenn er die Behinderung im gesamten täglichen Leben beseitigt.

(BSG, Urteil v. 06.08.1998 - B 3 KR 3/97 R)

Lassen Sie sich ggf. vom VDK-Rechtsbeistand beraten und unterstützen!

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vdk.de/deutschland/pages/mitgliedschaft/64026/rechtsberatung

Beste Grüße, viel Erfolg und bestmögliche Gesundheit

Konrad

Kommentar von Cori73 ,

Danke,interessanter Artikel,aber ich bin nicht Blind. Das B steht für Begleitung. 

Kommentar von Konrad Huber ,

ich bin nicht Blind. Das B steht für Begleitung. 

Antwort:

Hm! 

Für was benötigen Sie denn dann einen Hund?

Beste Grüße, viel Erfolg und bestmögliche Gesundheit

Konrad

Antwort
von Gwennydoline, 50

Mit Sicherheit gibt es da eine Möglichkeit. Ich würde dazu mal deine Krankenkasse konsultieren und das Thema mit einem Mitarbeiter besprechen.

Antwort
von webya, 15

Wofür willst du denn den Hund haben? Da du ja stark Gehbehindert bist, kannst du täglich mehrmals mit ihm nach draußen gehen?

Obdachlose bekommen keinen Zuschuss, wie kommst du da denn drauf?

Kommentar von Cori73 ,

Gibt es nicht? Meine das vor einigen Jahren in Siegen mitbekommen zu haben, kann mich auch irren. Leider ist Narkolepsie eine recht seltene Erkrankung. Ich bin nicht stark gehbehindert, sind Menschen mit Epilepsie ja auch nicht,trotzdem haben die ein G und B im Ausweis. Ich schlafe eben hier und da mal ein. Ich bin in einer shg mit Narkoleptikern und da wurde von vielen berichtet, daß sie mit Hund deutlich besser zurecht kommen. Das der Hund sie in gewissen Momenten einfach aufweckt,wie im Bus zum Beispiel. 

Kommentar von webya ,

Wende dich doch an die Krankenkasse und/oder Jobcenter, vielleicht haben die ja eine Möglichkeit einen Zuschuß zur Anschaffung zu geben. Große Hoffnung würde ich mir da aber nicht machen. 

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