Bekomme ich als Praktikantin staatliche Unterstützung für meinen Sohn und mich?

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4 Antworten

Vorrangig würde bei dir dann Wohngeld und ggf.Kinderzuschlag von der Agentur für Arbeit in Betracht kommen,dazu findest du im Internet jeweils kostenlose Rechner !

Auf den Kinderzuschlag von max. 140 € pro Kind und Monat würde dir nur zustehen,wenn du mit deinem Einkommen + Wohngeld + dann Kinderzuschlag keinen Anspruch mehr auf eine ALG - 2 Aufstockung vom Jobcenter hättest.

Auch für das Wohngeld brauchst du dann ein Mindesteinkommen von 80 % eures Bedarfes nach dem SGB - ll.

Das sind dann mal grob gesehen min. deine 404 € Regelsatz,dazu kann man ggf.noch den Alleinerziehenden Mehrbedarf von ca. 145 € rechnen,wenn das Kind noch unter 7 ist,dazu dann den Regelsatz fürs Kind von min.237 € ( 0 - 5 ) oder dann von 270 € ( 6 - 13 ) und dazu dann die KDU - Kosten der Unterkunft und Heizung ( Warmmiete ),dass aber ohne den Abschlag für den Haushaltsstrom,der müsste aus dem Regelsatz gezahlt werden.

Angenommen die KDU - würde dann ca. 500 € betragen,dann kämen noch mal ca. 786 € für Regelsätze und Mehrbedarf dazu,gesamt ca. 1290 € und du bräuchtest dann min.ca. 80 %,also dann etwa 1040 € pro Monat.

Das könnte dann also schon eng mit Wohngeld und dann Kinderzuschlag werden,wenn du tatsächlich keinen Anspruch mehr auf Unterhalt hast und wenn es nur fürs Kind wäre und ggf.dann nur die Hälfte des Kindergeldes dazu gerechnet würde,dass du das Mindesteinkommen erfüllst.

Dann käme nur noch ALG - 2 / Sozialgeld in Betracht,da würde dann auf jeden Fall die Unterhaltspflicht des Kindsvaters geprüft.

Ob du dann in deinem Praktikum Anspruch auf ALG - 2 Aufstockung hättest kann ich dir nicht mit Sicherheit sagen,denn wie du selber sagst ist das ein Pflichtjahr,welches du benötigst und in dieser Zeit stehst du der Vermittlung in eine besser bezahlte Beschäftigung nicht zur Verfügung,auch wenn das nicht immer eine Voraussetzung für den Anspruch ist.

Aber dann würdest du mit deinem anrechenbarem Einkommen erst mal deinen Bedarf decken müssen,bevor dann ggf.ein Überschuss auf den Bedarf des Kindes angerechnet werden dürfte.

Wenn du also keinen Leistungsanspruch hättest ( dein Kind wäre davon nicht betroffen ) dann solltest du bei 900 € Netto min. 1100 € Brutto haben und darauf würden dir Freibeträge berechnet,die dann theoretisch vom Netto abgezogen würden und dann dein anrechenbares Einkommen ergeben würde,dass dann auf euren gemeinsamen Bedarf angerechnet würde.

Dazu käme dann noch Kindergeld,ggf.nur 50 % und evtl.noch zustehender Unterhalt.

Bei 1100 € Brutto würde der Freibetrag dann bei 290 € liegen,abzüglich von deinen 900 € Netto ergibt das dann ca. 610 € anrechenbares Nettoeinkommen.

Dein Bedarf dann min. 404 € Regelsatz + angenommen 250 € Kopfanteil der KDU - Kosten der Unterkunft und Heizung ( Warmmiete ) also 50 % davon,dann läge dein Bedarf auch ohne den Alleinerziehenden Mehrbedarf bei ca. 654 €.

Somit könnte dann von deinem anrechenbarem Einkommen nichts auf den Bedarf des Kindes angerechnet werden.

Dein Kind würde dann also Regelsatz + Kopfanteil der KDU - minus ggf.anteiliges Kindergeld / Unterhalt als Aufstockung / Sozialgeld bekommen.

Dir stünde dann ggf.noch etwas wegen dem Alleinerziehenden Mehrbedarf zu,wenn evtl.auch nur anteilig und wenn du keinen Leistungsanspruch hättest,dann könnte dir evtl.noch ein Mietzuschuss zu deinen ungedeckten KDU - zustehen,der muss auch beim Jobcenter beantragt werden.

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Guten Morgen,

Die Berechnungen sind immer etwas kompliziert. Deshalb beschränke ich mich jetzt auch nur mal auf' Wesentliche.

Du hast auf jeden Fall einen Anspruch auf das sog. Existenzminimum. Das wäre der Hartz IV-Satz, der glaube ich bei 400,- mtl. liegt. Dazu käme dann natürlich die Leistungen für deinen Sohn und natürlich ebenfalls die Miete.

Wie viel das ist kann ich nicht sagen, weil das Kindergeld verrechnet wird. Dadurch das dein Sohn wohl auch nicht ständig bei dir im Haushalt lebt, kann es sein, dass das Amt da auch etwas abzieht, was Sie deinem Ex-Mann dann für die Zeit wieder gutschreiben.

Wenn ich dich richtig verstanden habe, bekommst du die 900,- EUR von deinem Arbeitgeber. Also nicht vom Arbeitsamt oder so?

Du hast aber auch auf jeden Fall einen Anspruch auf Wohngeld. Den hat jeder mit geringem Einkommen. Unabhängig ob du Sozialleistungen beziehst oder nicht.

Ich habe dir mal einen Link kopiert. Auf der Seite findest du den aktuellen "Wohngeldrechner 2016"

Hier kannst du gleich einfach mal deine Daten, wie Miete, Gehalt. Personen usw. eintippen und siehst sofort in welcher Höhe die Wohngeld gezahlt würde. Das ist auch von Bundesland zu Bundesland verschieden.

Also auch wenn du zum Arbeitsamt müsstest, würde man hier von die verlangen, dass du einen Antrag auf Wohngeld stellt. Weil sie diesen Betrag dann einsparen können.

Den Antrag auf Wohngeld stellst du beim Wohnungsamt. Infos findest du aber auch auf der Website.

Ich würde dir auf jeden Fall empfehlen auch zum Arbeitsamt zu gehen und dort einfach einen Atrag auf Leistung zu stellen.

Es ist nämlich so, dass wenn du auch hier Ansprüche hast, der Anspruch immer erst ab dem Datum der Antragsstellung gilt. Das heißt, dass du unter Umständen schon Geld verlierst, weil du dich erst um andere Sachen gekümmert hast.

Solltest du keinen Anspruch haben machts das ja nichts. Dann erhälts du irgendwann einen Bescheid und das wars. Das ist zum Beispiel der Fall wenn dein Wohngeld zu hoch ausfällt.

Bis du einen Beratungstermin bei der Arge bekommst dauert es auch ein paar Tage. Und las dich nicht abwimmeln, weil dir eventuell eine Lohnabrechnung fehlt oder so. Das wird gerne gemacht, ist aber nicht zulässig.

Papiere können nachgereicht werden. Da ist sich die Rechtsprechung einig. Sobald der Stempel auf deinem Antrag ist, läuft die Sache. Ich würde mir auch eine Bestätigung geben lassen, denn es ist allgemein bekannt, dass Bescheide beim Amt regelmäßig verloren gehen. Hab ich hier schon zig mal gelesen.

Hier nun mal der Link zum Wohngeldrechner:

http://www.wohngeld.org/wohngeldrechner.html

Und du kannst auch einen Antrag auf Gebührenbefreiung bei der GEZ stellen. Das geht formlos. Anträge gibts beim Amt oder auf der Seite der GEZ.

Falls du noch Fragen hast, kannst du dich gerne noch mal bei mir melden.

Viel Erfolg!

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Finanziell dürfte die Sachlage in dieser Konstellation zwar "knapp" werden, aber sehr wahrscheinlich könntest Du entweder Wohngeld bei der Wohngeldstelle beantragen, oder ergänzendes ALG II für Dich und Dein Kind.

Denn wenn es mindestens zu 50% der Zeit bei Dir im Haushalt wohnt, so wirst Du vermutlich auch die KDU ( Miete + NK & Heizung ) in voller Höhe berücksichtigt bekommen. ( sofern die Wohnung in Grösse und Kosten als "angemessen" anerkannt wird )

Als Regelleistung dürften für Dich dann vermutlich ~ 400 Euro ( 100% ) und für Dein Kind nochmals entweder 60 oder 75 % angesetzt werden. Beim Kind dürfte wegen Eures 50/50 Umganges dann aber vermutlich auch dessen "Kopfpauschale" und Kindergeld jeweils zu 50% berücksichtigt werden.

Rechnerisch könnte die Berechnung daher in etwa wie folgt aussehen :

 - Anerkannte KDU & HZG  =  550 Euro

 - Regelleistung d. Mutter  =  400 Euro

 Regelleistung d. Kindes    = 120 Euro ( bei 50 % von 60% Regelsatz )... oder..

________________________   = 150 Euro ( bei 50 % von 75% Regelsatz )

Freibeträge Einkommen   = 250 Euro ( geschätzter Betrag bei 900 Euro Netto-EK )

-------------Zwischensumme = 1320 - 1350 Euro.

Abzuziehen sind ............ =   - 900 Euro ( Netto - Einkommen )

......................................... =   -   90 Euro ( 50 % des Kindergeldes )

----------verbleibt ein ungefährer Anspruch auf ergänzende Leistungen von ca.330 - 350 Euro.

( das sind nur grob geschätzte Werte )

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Kommentar von Parhalia
17.01.2016, 08:34

Allerdings kann ich Dir dabei nicht sagen, ob sich das Jobcenter dann nicht eventuell noch auf anteilige Unterhaltsleistungen des Ex-Mannes für den Sohn berufen könnte. 

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Musst du dich beim Amt erkundigen, dort sitzen die Profis, die geben dir die richtige Auskunft. Wir können nur raten, und das bringt dich nicht weiter. Und beim Amt fragen kostet nichts

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