Vor kurzem hatte ich diese Frage gestellt (Bekannter selbstmordgefährdet) und mir dann dessen Telefonnummer besorgt.
Inzwischen hab ich an sechs unterschiedlichen Tagen insgesamt siebenmal bei ihm angerufen (er nahm nicht ab) und ihm nach dem dritten Anruf zwei SMS gesendet, damit er überhaupt weiß, wer ihn anruft. In den SMS schrieb ich, dass mir aufgefallen sei, dass er nicht zu den Treffen kommt und dass er mich freuen würde, von ihm zu hören und dass ich für ihn da sei, falls er jemanden zum Reden brauche denn ich hätte das Gefühl, dass es ihm nicht gut ginge.
Antworten bekam ich keine, damit hatte ich aber auch nicht gerechnet.
Jetzt stellt sich für mich jedoch die Frage, ob ich ihn weiterhin alle zwei drei Tage anrufen sollte oder ob ich damit zu viel Druck aufbaue. Ich hab versucht, mich etwas schlauzugooglen und es wird immer wieder betont, dass man depressiven Menschen keinen Anlass geben soll, sich als Versager zu fühlen (auch wenn das kaum möglich sei). Ist es eurer Meinung nach wahrscheinlich, dass er sich als Versager bzw. schlecht fühlt, weil er es nicht schafft, die Anrufe anzunehmen? Oder zurückzusmsn? Wie würdet ihr weitermachen?
Seine Adresse hab ich nicht, sonst wäre ich schon längst vor beigefahren. Niemand in der Clique hat seine Adresse, wir kennen nur seinen Stadtteil und ich bin weiterhin die einzige, die etwas unternimmt.
Seine Familie kennt niemand von uns und er hat sowieso keinen Kontakt zu ihr.
er wird, wenn er es nicht will, aber auf keiner deiner kontaktversuche reagieren. udn wenn er depressiv ist und du ihn dann noch zu nahe trittst in dem du ihm bombadierst mit sms und anrufen, kommt zu der depression noch zorn dazu und das ist eine schlechte mischung
Die Gefahr sehe ich auch. Wobei ich hoffe, dass zwei bis drei Kontaktversuche pro Woche noch kein Bombardement sind ...