Kreuz Bergerin am 08.05.2008 um 8:49 Uhr
Fange neuen Job an in einer Firma. Nun sitzt dort seit kurzem ein ehemals ganz guter Freund in der Chefetage als Mitgeschäftsführer. Ich weiß jetzt nicht, wie ich mich verhalten soll. Unsere Kd gingen zusammen in die Kita und wir haben Geb. u.ä. miteinander gefeiert.Nach einem erbitterten Scheidungskrieg in seiner Ehe hatte ich nicht mehr viel Kontakt zu ihm, weil ich eher mit seiner Frau befreundet bin/war.Ich weiß jetzt nicht, wie ich mich verhalten soll.Freundschaftlich oder reduziert.Es ist mir halt unangenehm unter jemandem zu arbeiten, den ich privat kenne.Vor allem, weil ich sehr viel persönliches und für ihn unangenehmes weiß und derzeit meh

Erstmal. Du musst privates und berufliches strikt trennen! Behandle ihn so wie es sich gehört. Wenn ihr euch bisher geduzt habt, würde ich ihn fragn, ob es für ihn während der Arbeitszeit auch okay ist. Auf jeden Fall muss ihm der gebührende Respekt als Mitgeschäftsführer gezollt werden. Wenn es sich nachher auflockert ist das dann okay. Die "schmutzigen Details" solltest du für ganz tief begraben.

Ich würde Dir raten, das Private vom Geschäftlichen zu trennen (oder es zumindestens zu versuchen) - sei freundlich, aber lass Dich nicht auf private Ehegespräche ein. Bestimmt reguliert sich das Verhältnis nach einiger Zeit von selbst. Viel Glück!
Luise am 8. Mai 2008 08:56 DH.

Am besten setzt ihr euch mal zusammen und redet über die Situation und wie ihr miteinander umgegen solltet. Es ist durchaus möglich, dass er die selben Gedanken und Unsicherheiten hat. So könnt ihr die Situation klären, bevor einer von Euch sich "seltsam" verhält und der andere es "falsch" versteht.
Dominges am 8. Mai 2008 09:00 Gute Idee! Sollte unter Erwachsenen möglich sein. DH!

Verhalte Dich neutral und korrekt. Du hast ja offensichtlich bereits seit einiger Zeit keinen Kontakt zu ihm gehabt, warum sollte sich das - auf privater Ebene - jetzt ändern?
Grüsse ihn freundlich und nicke ihm zu, wenn Du ihm begegnest, wenn er einen privateren/freundschaftlicheren Kontakt in der Firma wünscht, wird er Dich das merken lassen. Wenn er Dich dann anspricht, weisst Du auch, ob ihm das "Du" oder eher das "Sie" als Ansprache lieber sind.

Bleib einfach professionell freundlich. Es gibt immer mal wieder Chefs, unter denen man nicht gerne arbeitet, es aber eben muss. Und als Profi sollte dir das auch gelingen.
Die Alternative wäre ja dann wohl sonst kündigen und Sperre riskieren?
LG
Wieselchen

Warte doch einfach mal ab, wie er auf Dich zukommt! Daraus würde ich dann meine Schlüsse ziehen und mein Verhalten entsprechend ausrichten!
Natürlich stimmt es, daß man Privates und Geschäftliches strikt trennen sollte.
Andererseits kann ich Deine Gefühle gut verstehen. Man ist ja ein gesamter Mensch, und nicht ein privater und ein geschäftlicher.
Ich würde mich wahrscheinlich erst mal distanziert freundlich verhalten.
Je nach Größe des Betriebs hast Du ja vielleicht auch gar nicht dauernd mit ihm zu tun.
Du kannst davon ausgehen, daß er natürlich weiß, daß Du auch viel Unangenehmes von über ihn weißt. Ich kann mir gut vorstellen, daß ihn das auch sehr verunsichert und er deshalb so "kumpelhaft" kommt - eine Methode, Dich zumindest im Betrieb auf seine Seite zu ziehen.
Vielleicht solltest daher tatsächlich Du bei der nächsten Begegnung vorschlagen, daß Ihr Euch bei einem Kaffee in Ruhe aussprecht. Thema könnte da sein: Okay, ich weiß viel über dich, aber das hat hier im Betrieb nichts zu suchen. Ich respektiere deine Stellung, und du respektierst meine. Dicke Freunde werden wir nicht wieder, dazu ist zu viel passiert. Aber miteinander arbeiten können wir wohl hinkriegen, da es ja um die Sache geht. Privates bleibt einfach außen vor. - Das schafft jedenfalls Klarheit und läßt nicht so viel unausgesprochen.
Keine Frage wäre für mich das Du oder Sie. Es läßt sich ja nicht leugnen, daß Ihr Euch von früher kennt. Ich halte auch im beruflichen Bereich das einmal gewohnte Du für angemessen.

Ob Freund oder Verwandschaft : Bei Geld hört die Freundschaft auf. Habe selbst in der Familie unangenehme Erfahrungen gemacht.
Nie wieder.
Außerdem ist zu bedenken, dass er ja auch Deine ganz persölichen (Macken) kennt. Bleibt nun die Frage, ob Du diese im Berufsleben freigeben möchtest. Irgendwann holen Dich diese Privatsituationen wieder ein.
DH
Ich will es ja trennen, aber er kommt mir immer so kumpelig von der Seite. Ich will am liebsten gar keinen Kontakt zu ihm.Er hat derzeit auch keinen Kontakt zu seinen Kindern, die ich wiederum regelmässig sehe.Es ist mir irgendwie peinlich, ich hatte schon überlegt, dort gar nicht erst anzufangen deswegen.
Greife doch die Idee von Katzentaze auf und bitte ihn zu einem neutralen Gespräch. Schildere ihm Deine Situation und setze klare Grenzen. Wenn er ein bisschen Verstand hat wird er Deine Sicht verstehen.
Super Antwort. DH