Hey,
ich suche : Deutsche Gedichte.
Es sollte nicht zu lang, aber auch nicht zu kurz, sein da ich es auf mein Deutschdeckblatt ( für die Schule) schreiben möchte.
Hey,
ich suche : Deutsche Gedichte.
Es sollte nicht zu lang, aber auch nicht zu kurz, sein da ich es auf mein Deutschdeckblatt ( für die Schule) schreiben möchte.
Der Osterspaziergang passt sehr gut.
Hat der alte Hexenmeister sich doch einmal wegbegeben! Und nun sollen seine Geister auch nach meinem Willen leben. Seine Wort und Werke merkt ich und den Brauch, und mit Geistesstärke tu ich Wunder auch.
Walle! walle Manche Strecke, daß, zum Zwecke, Wasser fließe und mit reichem, vollem Schwalle zu dem Bade sich ergieße.
Und nun komm, du alter Besen! Nimm die schlechten Lumpenhüllen; bist schon lange Knecht gewesen: nun erfülle meinen Willen! Auf zwei Beinen stehe, oben sei ein Kopf, eile nun und gehe mit dem Wassertopf!
Walle! walle manche Strecke, daß, zum Zwecke, Wasser fließe und mit reichem, vollem Schwalle zu dem Bade sich ergieße.
Seht, er läuft zum Ufer nieder, Wahrlich! ist schon an dem Flusse, und mit Blitzesschnelle wieder ist er hier mit raschem Gusse. Schon zum zweiten Male! Wie das Becken schwillt! Wie sich jede Schale voll mit Wasser füllt!
Stehe! stehe! denn wir haben deiner Gaben vollgemessen! - Ach, ich merk es! Wehe! wehe! Hab ich doch das Wort vergessen!
Ach, das Wort, worauf am Ende er das wird, was er gewesen. Ach, er läuft und bringt behende! Wärst du doch der alte Besen! Immer neue Güsse bringt er schnell herein, Ach! und hundert Flüsse stürzen auf mich ein.
Nein, nicht länger kann ichs lassen; will ihn fassen. Das ist Tücke! Ach! nun wird mir immer bänger! Welche Mine! welche Blicke!
O du Ausgeburt der Hölle! Soll das ganze Haus ersaufen? Seh ich über jede Schwelle doch schon Wasserströme laufen. Ein verruchter Besen, der nicht hören will! Stock, der du gewesen, steh doch wieder still!
Willst am Ende gar nicht lassen? Will dich fassen, will dich halten und das alte Holz behende mit dem scharfen Beile spalten.
Seht da kommt er schleppend wieder! Wie ich mich nur auf dich werfe, gleich, o Kobold, liegst du nieder; krachend trifft die glatte Schärfe. Wahrlich, brav getroffen! Seht, er ist entzwei! Und nun kann ich hoffen, und ich atme frei!
Wehe! wehe! Beide Teile stehn in Eile schon als Knechte völlig fertig in die Höhe! Helft mir, ach! ihr hohen Mächte!
Und sie laufen! Naß und nässer wirds im Saal und auf den Stufen. Welch entsetzliches Gewässer! Herr und Meister! hör mich rufen! - Ach, da kommt der Meister! Herr, die Not ist groß! Die ich rief, die Geister werd ich nun nicht los.
"In die Ecke, Besen, Besen! Seids gewesen. Denn als Geister ruft euch nur zu diesem Zwecke, erst hervor der alte Meister."
Johann Wolfgang von Goethe
Herr von Ribbeck auf Ribbeck im Havelland, Ein Birnbaum in seinem Garten stand, Und kam die goldene Herbsteszeit Und die Birnen leuchteten weit und breit, Da stopfte, wenn's Mittag vom Turme scholl, Der von Ribbeck sich beide Taschen voll, Und kam in Pantinen ein Junge daher, So rief er: »Junge, wiste 'ne Beer?« Und kam ein Mädel, so rief er: »Lütt Dirn, Kumm man röwer, ick hebb 'ne Birn.«
So ging es viel Jahre, bis lobesam Der von Ribbeck auf Ribbeck zu sterben kam. Er fühlte sein Ende. 's war Herbsteszeit, Wieder lachten die Birnen weit und breit; Da sagte von Ribbeck: »Ich scheide nun ab. Legt mir eine Birne mit ins Grab.« Und drei Tage drauf, aus dem Doppeldachhaus, Trugen von Ribbeck sie hinaus, Alle Bauern und Büdner mit Feiergesicht Sangen »Jesus meine Zuversicht«, Und die Kinder klagten, das Herze schwer: »He is dod nu. Wer giwt uns nu 'ne Beer?«
So klagten die Kinder. Das war nicht recht - Ach, sie kannten den alten Ribbeck schlecht; Der neue freilich, der knausert und spart, Hält Park und Birnbaum strenge verwahrt. Aber der alte, vorahnend schon Und voll Mißtraun gegen den eigenen Sohn, Der wußte genau, was damals er tat, Als um eine Birn' ins Grab er bat, Und im dritten Jahr aus dem stillen Haus Ein Birnbaumsprößling sproßt heraus.
Und die Jahre gingen wohl auf und ab, Längst wölbt sich ein Birnbaum über dem Grab, Und in der goldenen Herbsteszeit Leuchtet's wieder weit und breit. Und kommt ein Jung' übern Kirchhof her, So flüstert's im Baume: »Wiste 'ne Beer?« Und kommt ein Mädel, so flüstert's: »Lütt Dirn, Kumm man röwer, ick gew' di 'ne Birn.«
So spendet Segen noch immer die Hand Des von Ribbeck auf Ribbeck im Havelland.
Wer reitet so spät durch Nacht und Wind? Es ist der Vater mit seinem Kind. Er hat den Knaben wohl in dem Arm, Er faßt ihn sicher, er hält ihn warm.
Mein Sohn, was birgst du so bang dein Gesicht? Siehst Vater, du den Erlkönig nicht! Den Erlenkönig mit Kron' und Schweif? Mein Sohn, es ist ein Nebelstreif.
Du liebes Kind, komm geh' mit mir! Gar schöne Spiele, spiel ich mit dir, Manch bunte Blumen sind an dem Strand, Meine Mutter hat manch gülden Gewand.
Mein Vater, mein Vater, und hörest du nicht, Was Erlenkönig mir leise verspricht? Sei ruhig, bleibe ruhig, mein Kind, In dürren Blättern säuselt der Wind.
Willst feiner Knabe du mit mir geh'n? Meine Töchter sollen dich warten schön, Meine Töchter führen den nächtlichen Reihn Und wiegen und tanzen und singen dich ein.
Mein Vater, mein Vater, und siehst du nicht dort Erlkönigs Töchter am düsteren Ort? Mein Sohn, mein Sohn, ich seh'es genau: Es scheinen die alten Weiden so grau.
Ich lieb dich, mich reizt deine schöne Gestalt, Und bist du nicht willig, so brauch ich Gewalt! Mein Vater, mein Vater, jetzt faßt er mich an, Erlkönig hat mir ein Leids getan.
Dem Vater grauset's, er reitet geschwind, Er hält in den Armen das ächzende Kind, Erreicht den Hof mit Mühe und Not, In seinen Armen das Kind war tot.
Heinz Erhard scheint mir toll für sowas.
Und Ritter Fips auch, beispielsweise...
http://www.gedichte.manu-baeren.de/gedicht/ritter_fips-7525.html
Der Reiter und der Bodensee Gedicht von Gustav Schwab
Der Reiter reitet durchs helle Tal, Auf Schneefeld schimmert der Sonne Strahl.
Er trabet im Schweiß durch den kalten Schnee, Er will noch heut an den Bodensee,
Noch heut mit dem Pferd in den sichern Kahn, Will drüben landen vor Nacht noch an.
Auf schlimmem Weg, über Dorn und Stein, Er braust auf rüstigem Roß feldein.
Aus den Bergen heraus, ins ebene Land, Da sieht er den Schnee sich dehnen, wie Sand.
Weit hinter ihm schwinden Dorf und Stadt, Der Weg wird eben, die Bahn wird glatt.
In weiter Fläche kein Bühl, kein Haus, Die Bäume gingen, die Felsen aus.
So flieget er hin eine Meil, und zwei, Er hört in den Lüften der Schneegans Schrei;
Es flattert das Wasserhuhn empor, Nicht anderen Laut vernimmt sein Ohr.
Keinen Wandersmann sein Auge schaut, Der ihm den rechten Pfad vertraut.
Fort gehts, wie auf Samt, auf dem weichen Schnee. Wann rauscht das Wasser? Wann glänzt der See?
Es hebt aus dem Nebel sich Baum an Baum, Und Hügel schließen den weiten Raum.
Da bricht der Abend, der frühe, herein: Von Lichtern blinket ein ferner Schein.
Er spürt auf dem Boden Stein und Dorn, Dem Rosse gibt er den scharfen Sporn.
Und Hunde bellen empor am Pferd, Und es winkt im Dorf ihm der warme Herd.
"Willkommen am Fenster, Mägdelein, An den See, an den See, wie weit mags sein?"
Die Maid, sie staunet den Reiter an: "Der See liegt hinter dir und der Kahn.
Und deckt' ihn die Rinde von Eis nicht zu, Ich spräch, aus dem Nachen stiegst du."
Der Fremde schaudert, er atmet schwer: "Dort hinten die Ebne, die ritt ich her!"
Da recket die Magd die Arm in die Höh: "Herr Gott! so rittest du über den See!
An den Schlund, an die Tiefe bodenlos Hat gepocht des rasenden Hufes Stoß!
Und unter dir zürnten die Wasser nicht? Nicht krachte hinunter die Rinde dicht?
Und du wardst nicht die Speise der stummen Brut, Der hungrigen Hecht' in der kalten Flut?"
Sie rufet das Dorf herbei zu der Mär, Es stellen die Knaben sich um ihn her.
Die Mütter, die Greise, sie sammeln sich: "Glückseliger Mann, ja segne du dich!
Herein zum Ofen, zum dampfenden Tisch! Brich mit uns das Brot und iß vom Fisch!"
Der Reiter erstarret auf seinem Pferd, Er hat nur das erste Wort gehört.
Es stocket sein Herz, es sträubt sich sein Haar, Dicht hinter ihm grinst noch die grause Gefahr.
Es siehet sein Blick nur den gräßlichen Schlund, Sein Geist versinkt in den schwarzen Grund.
Im Ohr ihm donnerts wie krachend Eis, Wie die Well umrieselt ihn kalter Schweiß.
Da seufzt er, da sinkt er vom Roß herab, Da ward ihm am Ufer ein trocken Grab.
Gustav Schwab
...passt auch gut rauf, auf so´n Deckblatt!
;-)