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Bekamen in der DDR wirklich alle das gleiche Gehalt?

Frage von Googlefreund Googlefreund

War es wirklich so extrem, dass ein Handwerker so viel bekam wie ein Akademiker, oder wird in dieser Hinsicht übertrieben?

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Antworten (11)

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    Antwort von Wyatt Wyatt

    Nein. Natürlich gab es Unterschiede bei der Entlohnung, jedoch war der Lohnabstand deutlich geringer als in der Gegenwart. Ein Facharbeiter erhielt monatlich zwischen ca. 800M (M=Mark der DDR) und 1.200M. Akademiker etwa 1.500M bis 2.500M. Inflationsbereinigt entsprachen 1.000 Mark der DDR etwa der heutigen Kaufkraft von gut 2.000 Euro. Natürlich gab es nicht die jetzige Überflußgesellschaft, man konnte nicht alles und zu jeder Zeit konsumieren, auch nicht einfach ins nichtsozialistische Ausland reisen. Doch alle Dinge, die man zum täglichen Leben brauchte, waren problemlos bezahlbar. Auch Genußmittel wie Zigaretten (Durchschnittspreis 3,20M) und alkoholische Getränke (0.5l Flasche Bier im Laden ca. 60Pfennig), der tägliche Kneipenbesuch (Glas Bier 0.33l für 49Pfennig, 4cl Weinbrand oder Klarer 1,50M - 2,00M) oder die Disconacht. Lebensmittel und Energiepreise waren sehr billig, GEZ o.ä. Gebühren waren unbekannt.

    Das war aber in etwa die Obergrenze, niemand wurde höher bezahlt, egal was für ein Job oder Stellung bzw. Rang. Verdienten Arbeitern, Angestellten und Akademikern wurden zusätzlich gewisse Privilegien eingeräumt, etwa verkürzte Wartezeiten auf ein neues Auto oder einen Telefonanschluß. Seeleute, Hafenarbeiter, Mitarbeiter der Interflug u.ä. Mitarbeiter von Betrieben mit internationalen Kontakten erhielten unter bestimmten Voraussetzungen zudem Einkaufsgutscheine für die Inter Shop´s oder Duty Free Shop´s, Geschäfte in denen Waren aus dem NSW (NichtSozialistischesWarengebiet) gegen frei konvertierbare Währungen angeboten wurden. Oder eben auch für Mark der DDR in Verbindung mit den genannten Gutscheinen. Bei den Gutscheinen war ein Einkaufskurs von 1 : 1 (Deutsche Mark : Mark der DDR) zugrunde gelegt wurde. Hafenarbeiter erhielten so z.B. Überstunden vergütet, auch bei Planübererfüllung.

    Kommentar von Claud18 Claud18Claud18

    "GEZ o. ä. Gebühren waren unbekannt". Stimmt nicht! Es gab allerdings keine GEZ, die Radio- und Fernsehgebühren wurden von der Post eingezogen. Radio kostete 2.- Mark im Monat, Fernsehen 5.- Mark, zusammen also 7.- Mark (falls ich die falsche Summe nenne - ich hatte keinen Fernseher - bitte mich zu korrigieren!). Auf der Post hatten sie die Unterlagen vom Einwohnermeldeamt und zitierten jeden her, der nicht wenigstens ein Radio in seiner Wohnung angemeldet hatte. Beim Kauf eines Fernsehers (das weiß ich von damaligen Kollegen) wurden die Daten des Käufers gleich vom Geschäft aus an die Post weitergegeben, zwecks Fernsehgebühren. Und ich erhielt auch so regelmäßig eine Aufforderung, meinen Fernseher anzumelden, selbst wenn ich keinen hatte. Die Gebühren waren natürlich, verglichen mit heute, lächerlich gering.

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    Antwort von kleineMausMaus kleineMausMaus

    :DDD Ist gab nicht für alle das gleiche Gehalt. (Dann wären die Leute wohl doch schon eher auf die Barrikaden gegangen.) Leider wird auch heute noch in so allerlei Hinsicht übertrieben.

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    Antwort von Ellwood Ellwood

    Da gabs schon Unterschiede. War aber egal, man konnte eh nix davon kaufen.

    Kommentar von kleineMausMaus kleineMausMauskleineMausMaus

    Genau. Die haben auch alle gehungert und liefen nackt rum.

    Kommentar von Ellwood EllwoodEllwood

    Nicht umsonst war in der DDR der FKK-Urlaub so beliebt. ;-)

    Kommentar von Nachtflug NachtflugNachtflug

    :-)

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    Antwort von schnubbel schnubbel

    Davon habe ich ja noch nie gehört. Die Löhne und Gehälter waren unterschiedlich.

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    Antwort von berliner56 berliner56

    Nach dem Studium (Dipl.-Ing.,4 Jahre an der Uni) bekam ich als Absolvent 1979 880 Mark Brutto. Meine Kollegen im Wohnheim waren Hafenarbeiter, die hatten ca. 1600-2000 Mark durch Schichtarbeit. War schon frustrierend, würde ich sagen. (War eben auch Knochenjob, habs mal probiert und dann wieder gelassen)

  • 0
    Antwort von abibremer abibremer

    für die alu-chips gab es ja ohnehin kaum etwas, was sich zu kaufen lohnte: bei meinen ddr-besuchen hatte ich immer probleme das durch den zwangsumtausch erhaltene ddr-geld los zu werden. wirklich interessante dinge durften privat nicht ausgeführt werden (z.b. fotoapparate oder zubehör) und was der ddr-bürger wirklich brauchte, wie z.b. trabant- ersatzteile, das gab es "im moment" gerade nicht.

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    Antwort von keinschnee keinschnee

    Tja, das kam leider oft vor. Manch einer, der nach der 10. Klasse eine Lehre machte, und einen "besseren" Beruf ergriff, verdiente weniger, als welche, die 8. Klasse abgegangen sind, und zwar 3 jahre lernen mussten für den Facharbeiter. Allerdings haben die auch die "Knochenarbeit" verrichten müssen ...

    In der Regel hat man aber mit Abitur, Studium und höherer Ausbildung am ende auch gutes Geld verdient.

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    Antwort von laraole laraole

    Lustige Antworten! Jemand dabei der in der DDR gelebt hat?

    Kommentar von kleineMausMaus kleineMausMauskleineMausMaus

    Du?

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    Antwort von Nachtflug Nachtflug

    Ja, ganz bestimmt.... Haha, der Rest waren ganz andere Vergünstigungen. Manche Leute mussten nicht jahrzehntelang auf einen Trabbi warten, sondern bekamen ein Luxusauto mit 4-Takt-Motor. Die hießen Wartburg oder Mosquietsch. Andere haben einen Schrebergarten bekommen. Besondere Leute wurden zu westlichen Konzerten eingeladen und durften sogar relativ frei reisen. Geld war egal, dafür konnte man sich eh nichts kaufen. Ich war mal zu Besuch in der DDR, da hat mich die Oma mit 100 Mark nach Karl-Marx-Stadt geschickt, ich sollte mir etwas kaufen. Ein paar Buntstifte habe ich gefunden, den Rest durfte ich sowieso nicht nach Dortmund zurückbringen, habe ich also zurück gegeben.

    Kommentar von keinschnee keinschnee

    Luxusautos waren das bestimmt nicht, na gut für DDR Verhältnisse vielleicht. Wartburg hatte erst zum Ende hin einen Viertakter (VW-Motor 1.3L), davor Zweitakter. Die besseren Autos in der DDR waren Importe, wie Dacia, Lada, Wolga M24, Polski Fiat 125p.

    Kommentar von Nachtflug NachtflugNachtflug

    Ich war 1977 das letzte Mal in der DDR. Den Wartburg gab es schon. Lada und Fiat habe ich damals keine gesehen. Haha, "Luxus" ist wirklich relativ. Der alte Mercedes meines Vaters war eine stinkende Schüssel, aber der Stern war nach wenigen Stunden schon auf irgendeinem Parkplatz verschwunden.

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    Antwort von Freddy01 Freddy01

    Nein die richtig gearbeitet haben(z.B. Handwerker)bekamen auch das meiste Geld. Denksportler eher wenig.

    Kommentar von kleineMausMaus kleineMausMauskleineMausMaus

    Woher hast du denn DIE Weisheit???

    Kommentar von Freddy01 Freddy01Freddy01

    Kannte viele Handwerker-die hatten immer Kohle. Lehrer eher weniger!

    Kommentar von Nachtflug NachtflugNachtflug

    Ein Landwirt hatte auch mehr, als der Dorflehrer.

    Kommentar von Freddy01 Freddy01Freddy01

    Ist möglich-wir lebten in der Stadt!

    Kommentar von kleineMausMaus kleineMausMauskleineMausMaus

    Vielleicht hatten die Landwirte und Handwerker ja mehr Möglichkeiten zu kungeln und haben unter der Hand verdient?

    Kommentar von Claud18 Claud18Claud18

    Handwerker haben oft noch nach Feierabend privat gearbeitet und dann Mondpreise (in Berlin sogar Westgeld) genommen und auch bekommen. Kein Wunder, wenn sie immer Kohle hatten! Bei ihrer regulären Arbeit haben sie nicht halb so viel verdient.

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    Antwort von amdros amdros

    OMG???? Woher hast Du das denn??

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