Frage von Steckwuerfel, 45

Beitragsservice verlangt Gebühren für ein Jahr obwohl ich erst seit zwei Monaten in meiner Wohnung wohne. Was tun?

Hallo erstmal,

Ich habe ein dickes Problem mit dem Beitragsservice. Ich bin vor zwei Monaten in meine erste eigene Wohnung gezogen und habe natürlich 4 Wochen später einen Brief bekommen zur Anmeldung meiner Rundfunkgebühren. Diesen habe ich ausgefüllt und abgeschickt. Nun habe ich gestern einen Brief bekommen in dem der Beitragsservice behauptet ich würde hier schon ein Jahr wohnen und ich muss die offenen Beträge von 280 Euro zahlen. Dabei beziehen sie sich ausdrücklich auf diese Wohnung. Wie gehe ich mit dieser falschen Information um? Wie muss ich mich verhalten um diese Gebühren nicht zahlen zu müssen? Hinzu muss ich sagen, dass ich vorher in einer Wg gewohnt habe. Dort haben wir keine Gebühren gezahlt, da wir fälschlicher Weise dachten, dass dies über die NK abgerechnet wird. Wir wurden vom Vermieter mit einem Multimedia Anschluss versorgt und habem auch nie Briefe vom Beitragsservice bekommen. Daher haben wir uns dazu keine Gedanken macht. Leider. Nun Frage ich mich auch ob sie mich Fragen werden wo ich vorher gewohnt habe. Muss ich dazu Auskunft geben oder können sie das beim Einwohnermeldeamt nachträglich herausfinden?

Könnt ihr mir weiter helfen? Ich wäre euch sehr dankbar.

Liebe Grüße

Steckwürfel

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von gorbi210, 9

Da der Beitragsservice die Rundfunkbeiträge ausdrücklich für deine neue Wohnung fordert - und nicht etwa auch für deine alte WG-Wohnung - kannst du leicht gegen die Forderung vorgehen: Du schreibst einen Brief mit den richtigen Daten (Bezug vor 2 Monaten) und belegst dies durch die Meldebescheinigung der Meldebehörde oder/und eine Kopie des Mietvertrags plus Übergabeprotokoll. Dann werden sie dir eine korrigierte Beitragsrechnung schicken. Um deinen guten Willen zu demonstrieren und etwaige Säumniszuschläge zu vermeiden, kannst du ja auch noch den tatsächlich geschuldeten Betrag (17,50 € pro Monat einschließlich des aktuellen Monats) bezahlen. Einen Widerspruch kannst du erst einlegen, wenn du auch einen Festsetzungsbescheid hast; dann musst du den aber auch einlegen.

Sie werden dich aller Voraussicht nach nicht fragen, wo du vorher gewohnt hast, wenn deine Nachweise eindeutig sind. Sie könnten das aber ohne weiteres beim Meldeamt erfragen, wenn sie sich viel Arbeit machen wollten. Aber sie haben bereits mehr Arbeit als sie schaffen können.

Kommentar von Steckwuerfel ,

Viele Dank für deine Antwort. Ich habe mit meiner Anwältin telefoniert. Sie hat mir das selbe empfohlen.

Ich werde dies nun erstmal versuchen :)

Kommentar von scharrvogel ,

sie werden definitiv die daten aus der zeit davor erfragen. immerhin stellt keiner eine rechnung von 12 monaten aus, wenn er 2 monate meint. das hat einen grund und der wird im system stehen.

eine anfrage beim einwohnermeldeamt ergibt keine große arbeit. da geht ein formschreiben raus und einige zeit später kommen die antworten des ema. das ist ein kurzer klick und dauert nur einige sekunden arbeit.

Antwort
von scharrvogel, 15

ob du erst seit zwei monaten in der wohnung lebst ist irrelevant. der beitragsservice bezieht sich bei den 280 euro auch auf vorherige wohnungen, da es um beiträge von vor über einem jahr zzgl. mahnungen geht.

weiterhin kann ein ordnungsgeldverfahren auf dich zukommen da du deinen gesetzlichen pflichten der anmeldung und ummeldung nicht nachgekommen bist.

deine derzeitige adresse haben sie vom einwohnermeldeamt und wissen auch natürlich genau wie du wo du vorher gewohnt hast.

entweder hast du vorher in der wohnung nicht zahlen müssen da ein anderer vollzahler den beitrag gezahlt hat oder du wirst verpflichtet nachzuzahlen. wenn nötig wird gepfändet.

Kommentar von Steckwuerfel ,

Hallo, 

Danke für die Antwort. 

Ich frage mich aber woher die Willkür kommt vom Beitragsservice kommt das  sie behaupten, dass ich in dieser Wohnung schon 1 Jahr wohne. Wieso geben Sie denn nicht die vorherige Wohnung an? In der ich leider Gottes 2 1/2 Jahre gewohnt habe. 

Wenn sie dies wüssten würden sie doch wesentlich mehr an Gebühren gelten machen können? 

Soll ich besser gar nichts machen und brav die 280 Euro zahlen? 

MfG

Kommentar von scharrvogel ,

bringe den nachweis durch meldebescheinigung, dass du erst 2 monate dort wohnst. die beiträge werden aus einer zeit vor deiner derzeitigen wohnung sein. fordere auf, dass sie nachweisen aus welcher zeit das sein soll.

zahle die 2,5 monate ein u. bitte um zeitnahe antwort. - das wäre eine option. oder ein kurzer anruf mit bitte um kontenklärung.

Antwort
von Yoocos, 30

Schriftlich Widerspruch einlegen.

Kommentar von scharrvogel ,

gegen was denn?

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