Hallo Die 2 Fragen stehen ganz unten (für alle die den rest nicht lesen wollen)
Hab mal die private mit der gesetzlichen KV verglichen (bei Selbstständigkeit)
Bei der gesetzlichen muss man seinen Beitrag auf das "Maßgebliche Einkommen" zahlen, nicht auf das reale. Heißt wenn man z.B. wie ich vorraussichtlich die ersten Jahre nicht mehr als 500€ Erträge im Monat hat muss man:
-561,16 € pro Monat zahlen (mein "Maßgebliches Einkommen" wird von der Kasse also mit sage und schreibe 3766,16€ berechnet, mit Krankengeldanspruch wärs nochmal teurer) wer sich selbst überzeugen will: http://www.dak.de/content/daktarife/kvfreiwillig.html
... so wenn ich der Kasse jetzt per Steuerbescheid meine Einkünfte von minus xxx€ bis 500€ nachweise, muss ich nurnoch soviel zahlen, als würde ich 1916,25€ verdienen.
Laut meiner Kasse DAK "mindestens 293,52€" (ohne KG)
in einem grenzenlosen Anflug von Mitgefühl wurde diese Mindestbemessungsgrenze in 2009 von der Politik auf 1.277,50€ gesenkt. (Bekämpfungsmaßnahme der Finanzkries)
So und jetzt kommts : die Kassen müssen das nicht anerkennen, es existieren Bedingungen wie z.B.
- nur mit bewilligtem Gründerzuschuss (bekommt man nicht wenn man keinen Anspruch auf ALG hat)
- kein Einkünfte aus Kapitalanlagen oder Vermietung (nix mit Sparbuch oder Aktien oder Häusle)
- nicht mehr als 9800€ Vermögen besitzen
- nur kleines Auto besitzen usw.
Da ich keinen Anspruch auf ALG habe und auf meinem Sparbuch frecherweise Zinsen generiert werden verweigert mir die Kasse also den Bemessungssatz von 1277,50€
Meine Rechnung sieht so aus: - KV Beitrag "mindestens 293,52€ - + PV beitrag 42,16€ + x% "Zusatzbeitrag" = mindestens 335,67€
... sooo jetzt ziehe ich von meinem Einkommen von 500€ diese 335,67€ ab. Mit den übriggebliebenen 164,33€ zahl ich eben meine Lebenshaltungskosten und die Kosten für mein Versandgeschäft ...( und die monatliche exzessive Lustreise nach Bora Bora)
Hingegen die Private Krankenversicherung: Bei vernünftiger Absicherung kann ich (24j m) mich für 154-170€ verichern und die Pflegeversicherung icht auch schon mit drin !
Dann habe ich gesehen wie stark die Beitragssätze mit steigendem Eintrittsalter zunehmen (61 jähriger Mann 530€)
---> Nun endlich die Frage(n):
Wie entwickeln sich die Beiträge wenn ich einen Tarif bei einer PKV abschließe und den Tarif und die Kasse danach nie mehr wechsel, steigen sie im gleichen Maße wie die Beiträge bei einer Neuanmeldung bei einer PKV ?
kann jemand ein paar Beispielzahlen nennen (nur ne Hausnummer) was ich für meine PKV zahle, wenn ich 30. 40 50 60 Jahre und noch älter bin, wenn mein Beitrag jetzt mit 24 Jahren 160€ betragen würde (realistisches Beispiel) ???
Der gedanke an den kommenden Beitragswucher bei der GKV als geringverdienender Selbstständiger läst mich schon einige Tage schlecht schlafen und ist mit abstand das größte Problem was ich bei der Gründung sehe! Für zweckmäßige Antworten wäre ich wirklich sehr dankbar.
Danke für eure Antwoerten MfG Vidas
Danke für den Stern, und melde Dich hier wieder bei weiteren Rückfragen.