@Ralfo:
Meinst du, dass die CSS den Beitrag "gerne" in dieser Höhe anpasst?
Meinst du, dass hier "Profitgier" o.Ä. dahintersteckt? Das höre ich leider immer wieder in Zusammenhang mit Beitragsanpassungen.
Beides ist allerdings vollkommen falsch!!!
Eine Versicherung kann eine Tarifkalkulation immer nur auf Basis von Schätzungen und Vergangenheitsdaten durchführen. Und selbst das geschieht nicht rein willkürlich. Es gibt hier einen sog. "Treuhänder" der (von außen) überwacht, dass die Kalkulation des Versicherers "Hand und Fuß" hat.
Allerdings kann weder eine Versicherungsgesellschaft noch dieser Treuhänder in die Zukunft schauen (du vermutlich auch nicht?!) um zu wissen, wie sich die Inanspruchnahme der Leistung dann wirklich entwickelt.
Die Versicherung und der Treuhänder müssen einen Tarif dann i.d.R. jährlich dahingehend überprüfen, ob die Kalkulation der Vergangenheit auch gepasst hat. Wenn das der Fall war und die Beiträge ausreichend kalkuliert waren, dann darf die Versicherung die Beiträge natürlich nicht erhöhen.
Wenn sich hier allerdings eine höhere Abweichung feststellen lässt, dann muss die Versicherung die Beiträge anpassen.
Und diese Geschichte hat NICHTS mit der "vorprogrammierten" Erhöhung durch das "Älterwerden" zu tun. Diese vorprogrammierte jährliche Tarifanpassung ist in der Tat nur minimal, deckt aber eben nicht das Risiko von Kostensteigerungen allgemeiner Art ab, sondern eben "nur" die Alterskomponente.
Und wie und warum es zu solchen Beitragsanpassungen kommt, wurde ja eigentlich schon erläutert.
Durch die sehr guten Leistungsaussagen der CSS (keine Wartezeit für Zahnbehandlung, keine Staffelung in den ersten Jahren, unbegrenzte PZR-Leistung) fühlen sich manche Versicherungskunden offenbar animiert Behandlungen durchführen zu lassen, die es möglicherweise nicht - oder noch nicht - unbedingt benötigt hätte. Und das wirkt sich dann eben leider auch auf die Beiträge aller Versicherten aus.
Ob man kündigen bzw. wechseln sollte, ist natürlich eine gute Frage, die man sich stellen kann. Eine "Beitragsgarantie" gibt es allerdings grundsätzlich auch bei anderen Anbietern nicht und auch andere Anbieter wie beispielsweise die ARAG oder die Barmenia mussten in den letzten Jahren ihre Tarife ordentlich anpassen. Eine Kündigung "nur aus Prinzip" halte ich also eigentlich auch für nicht so sinnvoll.
Natürlich liegt hier u.a. Profitgier vor oder warum wirtschaftet ein Unternehmen/Versicherung? Gewinne maximieren und nicht weil sie dem netten Versicherungsnehmer einen gefallen tun wollen. Und Versicherungen muss man nicht toll darstellen. Es gibt genug Beispiele die in den Medien aufgeführt wurden wonach sich die Versicherungen vor der Zahlung drücken. Sogar bei älteren Versicherungsnehmern wird nicht gezahlt weil man auf deren Absterben spekuliert. Und wo gehen die ganzen Kosten hin? Ich kann ein Beispiel aus meinem Bekanntenkreis nennen: Rollstuhl wird benötigt. Nach einer Operation wird der Patient entlassen und im Entlassungsbrief steht das der Patient dringend einen Rollstuhl benötigt. Monate vergehen, fünf (!) Ärzte kommen den Patienten in der Zwischenzeit in seiner Wohnung begutachten. Festgestellt wurde: der Patient benötigt einen Rollstuhl. So viel zum Thema Versicherungen und deren Mehrbelastungen. Und gerade von der CSS ist im Internet nachzulesen das sie die Leistungserbringung erschweren. Was die Beitragsanpassung angeht, glaube ich gelesen zu haben, dass der Tarif der Inter relativ stabil bleibt aufgrund der Altersrückstellungen.
sag mal, liest du eigentlich die Antworten, die du hier auf deine Ausgangsfrage bekommst?
Ich wills jetzt eigentlich nicht nochmal in derselben Ausführlichkeit schreiben, also lies meine vorige Antwort bitte nochmal genau durch.
Die 20% Erhöhung bei der CSS beinhalten KEINEN zusätzlichen Gewinn (eigentlich genau das Gegenteil - was meinst du, was eine 20%ige Erhöhung an Kündigungen bewirkt und somit Kosten, etc. produziert), sondern resultieren aus einer um 20% gestiegenen SCHADENQUOTE (= die Versicherten haben 20% mehr Leistungen gebraucht als kalkuliert war).
Die Janitos bietet - genauso wie JEDE ANDERE Versicherung - KEINE Garantie auf Beiträge. Die Beiträge jedes Tarifes können sich theoretisch jährlich ändern und einem gestiegenen (oder auch gesunkenen) Bedarf angepasst werden!
Viele Grüße
Merci
Eine Bekannte von mir hat 30% Erhöhung erhalten. Entsprechend ist sie sauer. Und dabei habe ich Ihr die CSS empfohlen. :-))