Beispiele dafür,dass Religion einen selbstbewussten freien Menschen hervorbringt?

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9 Antworten

Religionen sind weltweit ein Teil hintergründiger menschlicher Weltsicht und ein wichtiger Faktor für eine geregelte Gesellschaft. Insoweit sind Religionen immer mittragend für eine Weiterentwicklung von Gesellschaften. Dabei haben sie sich ja ständig selbst verändert. Erst jetzt, wo sie in ihrer Entwicklung stecken geblieben scheinen, verlieren sie an Bedeutung. Da wo sie wie im Islam ihre Bedeutung gehalten haben, sind die Gesellschaften stecken geblieben und wir leisten uns in Deutschland, Wachstums- und Entwicklungshemmer zu importieren.

Die nächst wichtige Frage ist: Was ist Religion? Wie weit sind profane Ideologien, wenn sie immer dogmatischer werden und zu bloßem Glauben mutieren, nur Ideologie oder nur eine neue Religion? In vielen profanen Ideologien steckt ja im Kern die Sehnsucht nach Erlösung, wenn nicht mehr durch eine höhere Kraft, dann doch durch ein "höheres System". Hauptsache, der Mensch in seiner konkreten Gestalt wird weggekürzt.

Mir scheint auffällig, dass historisch belegte selbstbewusste, freie Menschen offensichtlich eine Disposition dazu hatten und religiöse Rahmenbedingungen dazu nutzen konnten, Selbstbewussheit und Freiheit auszuleben. Ob Ghandi oder Martin Luther King, ob Nikolaus von Kues oder Einstein, sie hatten alle eine sehr persönliche religiöse Einstellung. Insoweit sind religiöse Ordnungen korrespondierend mit stabilen staatlichen Ordnungen die Garanten für eine ungestörte Entwicklung von Persönlichkeiten. Zwist zwischen religiösen und staatlichen Oberhäuptern hat meist auch Kriege und Zerstörung mit sich gebracht. Doch auch das konnte einen Descartes (Soldat im 30jährigen Krieg) nicht aufhalten.

Wie ich auch rumeiere, so richtig finde ich keinen direkten Beleg, dass Religion direkt Menschen selbstbewusst und frei gemacht hat. Die Kraft dazu steckt in jedem Menschen selbst und Religion kann höchstens mal ein Vehikel dazu sein. Religion dient mehr der Gemeinschaft, weniger dem Individuum.

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Ich weiß zwar nicht ob du das als Beispiel verwenden darfst - aber ich habe mich durch meinen christlichen Glauben positiv verändert :-)

Ich war früher schüchtern, jähzornig, konnte keine Ordnung halten, kontrollsüchtig, hatte einen Helferkomplex. Und wohl noch ein paar andere Sachen.

Das habe ich abgelegt, und bin z. B. auch noch geduldiger geworden. Und habe bessere Freundschaften.

Ich bin sicher noch lange nicht perfekt, aber durch die Kraft des Heiligen Geistes hat mein Charakter eine neue Prägung erhalten (und ist auch noch dabei), ähnlich wie wenn man einen Computer neu programmiert, alte Dateien löscht. "Selbstbewusster und freier" trifft auf mich definitiv zu!

Dafür bin ich Gott wirklich sehr dankbar!

(Es muss auch niemand damit kommen dass man das auch durch eigene Anstrengung erreichen kann. Dann bleibt es nämlich dabei dass es eine Anstrengung ist und kein natürliches Verhalten.)

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Das zentrale Doppelgebot von Jesus Christus lautet:

"Liebe Gott und liebe deinen Mitmenschen wie dich selbst." (Mt. 22,37-40). Dazu muss man zuerst einmal sich selbst lieben.

An anderer Stelle fordert Jesus auf:

"Kommt alle her zu mir, die ihr euch plagt und schwere Lasten zu tragen habt. Ich werde euch Ruhe verschaffen." (Mt. 11,28).

Weitere Zusagen aus dem Johannesevangelium (z.B. Joh. 6,35+37) zeigen Jesus als Person, der man sich vorbehaltlos anvertrauen kann. Dieses Vertrauen hilft Selbstvertrauen aufzubauen. Dieses Selbstvertrauen wiederum ist Grundlage dafür, sich selbst lieben zu können, und dann auch andere lieben zu können.

Wenn man so will, dann ist die psychische Wirkung des Glaubens an Jesus Christus erlebte Liebe, die hilft eigenes Selbstvertrauen aufzubauen.

Angemessenes Selbstvertrauen ist die Voraussetzung für Selbstbewusstsein und Freiheit.

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alles was religionen und dem glauben an geistwesen/göttern zu tun hat, ist nie zu beweisen........... allerdings die nichtexistenz gottes und die erfindung der religionen durch den menschen selbst, ist sehr wohl beweisbar.........:)

und wer immer behauptet, dass der glaube an gott freie menschen hervorbringt, irrt sich gewaltig, denn wirklich frei ist nur der mensch, der einfach nur lebt ohne einem gott gefallen zu müssen, nur um keine angst vor angeblichen bestrafungen dieses gottes haben zu müssen......... wer sein leben nach den geboten einer religion ausrichtet, sogar diese religion vor dem verstand und vor einfachste menschenrechte stellt, ist niemals frei sondern immer nur der gefangene seiner religion............

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Da wäre die Frage interessant: wegen Religion oder trotz Religion?

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Kommentar von Heelmuut
20.04.2016, 22:00

Sowohl als auch 

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Gandhi und Buddha wären berühmte Beispiele

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Was ist denn das für eine Ethiklehrerin, die Beweise für eine Behauptung will, die falsch ist? Klingt eher nach religiösem Fundi.

Religion macht nicht frei, sondern unfrei, da es die Unterwerfung unter Regeln verlangt, ganz egal, ob sie sinnvoll sind oder nicht.

Religion macht auch nicht selbstbewusst, da sie den Menschen immer daran erinnert, dass er selbst "nichts" ist und nur durch Gottes (unverdiente!) Gnade auf Rettung hoffen darf, wie im Christentum. Oder ihn zu einem Sklaven reduziert, wie im Islam.

Nicht Glaube, sondern Wissen macht frei. Und diese Freiheit fördert die Entfaltung unserer Persönlichkeit und die Chancen zur Entwicklung eines gesunden Selbstbewusstseins. Letzteres ist aber auch eine Frage der Veranlagung - es gibt nun mal Menschen, die dazu neigen, an sich zu zweifeln, und andere, die ein grosses Vertrauen in ihre Fähigkeiten haben. Das kann durch Umwelt und Erfahrungen nur zum Teil ausgeglichen werden.

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Kommentar von GFBen
21.04.2016, 13:58

Du stehst in einem brennenden Raum. Die Flammen versperren den Weg ins Freie. Du weißt nicht, ob du es durch die Flammen ins Freie schaffst, aber du glaubst, dass du es schaffen könntest. Viel Spaß beim Warten auf die Gewissheit!

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Kommentar von GFBen
21.04.2016, 14:25

Die Wissenschaft macht dagegen sehr wohl selbstbewusst, da sie den Menschen immer daran erinnert, dass er nicht mehr als ein großer Klumpen zufällig aneinander haftender Atome ist, welcher durchschnittlich nach ca. 75 Jahren wieder zerfällt.

Sorry, die Vorstellung, nach dem Abbild des Schöpfers geschaffen worden zu sein und wieder zu ihm zurückkehren zu können (Christentum), finde ich bei weitem ansprechender. Das ist die Freiheit, die einen über die irdische Beschränktheit erhebt.

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Auch  gute Beispiele:

Pater Anselm Grün, Martin Luther King

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Gibt es nicht. Im Gegensatz hat eine Studie gezeigt dass Kinder die religiös erzogen wurden, geiziger und asozialer sind als Kinder aus nicht religiösen Erziehungen.

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Kommentar von Karl37
21.04.2016, 13:30

beleg  das einmal mit einer Quelle.

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