Frage von noelfutur11, 192

Beim Kiffen von der Mutter "erwischt" worden und aufgehört..aber wieder anfangen?

Die Vorgeschichte: Ich hab vor 8 - 9 Monaten angefangen zu kiffen (Hab mich darüber informiert und das Interesse wurde mehr also wurde ich nicht zu gedrängt oder ähnliches) und seit dem ca. 1 - 2 mal im Monat gekifft, aber nie öfter! Vor 2 Wochen hat meine Mutter ein abgerissenen Zigarettenfilter in meinem Zimmer gefunden und mich gefragt ob ich kiffe. Ich kann sie nicht anlügen und habe deswegen ehrlich Ja gesagt. Sie ist ziemlich ausgerastet und wir haben uns ziemlich angeschrien. Ihr einziges Argument war, das es eine Einstiegsdroge ist. Ich hab ihr dann erklärt, dass es auf die Einstellung ankommt etc. und ich nichts anderen nehmen werde... auch nicht durch Gruppenzwang o.ä. denn mir wurde es schon mal angeboten aber ich habe dankend abgelehnt. Ich habe weiterhin gesagt dass mein Vater selbst lange gekifft hat und heute Bänker ist und ein vernünftiges Leben führt (Meine Eltern sind getrennt und ich habe zu beiden Kontakt, sie allerdings nicht zueinander.)

Ich hab ihr dann deutlich gesagt, dass es nichts schlimmes ist, wenn man es unter Kontrolle hat und normales rauchen um einiges schlimmer ist, denn sie raucht eine Schachtel oder mehr am Tag)... Sie sagte dann sie hört auf zu rauchen und ich hör auf zu kiffen. War für mich okay und ich bin in mein Zimmer gegangen. Bin später noch ein mal zu ihr gegangen und hab ich gesagt dass ich sie lieb habe etc. und wir haben uns vertragen und es ist alles wieder gut.

Kleine Zwischeninfo, ich bin 17 und fange bald mein Abi an.

Jetzt, also 2 Wochen später würde ich eigentlich gerne mal wieder kiffen und möchte sie am liebsten davon sozusagen überzeugen, aber ich weiß nicht wie und ich würde sie gerne vom rauchen wegbringen, da sie immer noch genauso raucht wie vorher. Sollte ich vielleicht mit meinem Vater mal darüber reden? Ich weiß nicht ob er es schlimm finden würde, da er wie schon gesagt selbst lang gekifft hat und allgemein ziemlich locker ist... Tut mir leid, dass der Text so lang geworden ist.

Antwort
von FouLou, 98

Argumentativ könntest du sie angreifen wenn du sie darauf aufmerksam machst das sie ihr rauchen nicht reduziert hat und sich somit nicht an die absprache hält. Natürlich ist es wesentlich schwieriger aufzuhören mit dem rauchen als mit dem kiffen.

Ich fände es gut wenn du mit deinem Dad drüber reden würdest. Er wird der sache warscheinlich offnener gegenüberstehen und kann dir aber auch sagen was seine erfahrungen mit dem kiffen sind. (auswirkungen etc.) Wobei es keine gute idee ist die eltern gegeneinander auszuspielen.

Ich würde dir raten es bis du 18 bist sein zu lassen. Denn dann hast du wirklich die verantwortung über dich und sie ist nicht mehr erziehungsberechtigt.

Halt das zeug grundsätzlich aus dem haus raus. Und pass auf das du deinen fleppen nicht verlierst. Meines wissens können die polizei dir ärger machen wenn sie die abbauprodukte feststellen.

Antwort
von ErsterSchnee, 97

"Ich hab ihr dann deutlich gesagt, dass es nichts schlimmes ist, wenn man es unter Kontrolle hat"

Das Problem ist, dass das das Standard-Argument aller wonach-auch-immer-Süchtigen ist. Von daher kann ich nachvollziehen, dass sie dir nicht glaubt. Und wenn deine Eltern keinen Kontakt mehr zueinander haben, ist es auch nicht dir beste Variante, deinen Vater als Vorzeigekiffer vorzukramen. 

Warum willst du denn überhaupt wieder mit kiffen anfangen, wenn du mit ihr einen Deal hast? 

Kommentar von noelfutur11 ,

Ich bin diesen "Deal" eingegangen um einer weiteren Diskussion aus dem Weg zu gehen. Ich bin meiner Meinung nach reif genug, um zu wissen was gut und was schlecht für mich ist und ich bin für mich selbst verantwortlich. 

Kommentar von ErsterSchnee ,

Du bist 17 und damit ist SIE für dich verantwortlich. 

Im übrigen wird jeder der festen Überzeugung sein, ausreichend reif zu sein. Das ist ja nun wirklich kein Beweis dafür, dass es auch so ist.

Kommentar von 2pacalypse2 ,

mit 17 kann man denke ich schon selbst beurteilen, ob man dafür reif genug ist.

Kommentar von ErsterSchnee ,

Die Entscheidung, seine Gesundheit und im Endeffekt sein Leben "just for fun" zu riskieren, ist niemals REIF - ganz egal womit und in welchem Alter.

Kommentar von DrZettel ,

"Leben riskieren"... Womit?

Kommentar von ErsterSchnee ,

Willst Du mir jetzt ernsthaft erzählen, dass Rauchen/Kiffen gesundheitsfördernd und lebensverlängernd sind?

Kommentar von DrZettel ,

An deiner Stelle würde ich den Artikel erstmal Lesen. Mir ist schon beim überfliegen folgendes ins Auge gestochen. 

"Starker Cannabiskonsum beeinträchtigt die Lungenfunktion. Zudem ist die Gefahr von Lungenkrebs erhöht, da der Cannabisrauch mehr Teer bzw. krebserregende Stoffe enthält als eine vergleichbare Menge Tabakrauch. Werden so genannte Joints geraucht, so enthalten diese in der Regel auch Tabak, der ebenfalls krebserregende Stoffe enthält.
(Anmerkung DHV: Dies ist die einzige Stelle in der DHS-Broschüre, die uns nicht auf dem aktuellen Stand der Forschung zu sein scheint. Ein größeres Lungenkrebsrisiko allein durch Cannabis konnte bisher nicht zweifelsfrei nachgewiesen werden, vermutlich deshalb, weil Cannabis auch eine krebshemmende Wirkung zugeschrieben wird. Tabak ist dagegen eindeutig krebserregend, die Warnung vor Misch-Joints mit Tabak also sehr berechtigt.)"

Dazu kommt die Tatsache, dass es keinen bekannten Todesfall durch Cannabis gibt. 

Kommentar von ErsterSchnee ,


bisher nicht zweifelsfrei nachgewiesen

Das heißt ja nicht, dass es nicht schädlich ist. Aber man kann sich ja auch alles schönreden...


Die psychische Abhängigkeit, die mit dem starken Wunsch verbunden ist, zu konsumieren, kann jedoch intensiv ausgeprägt sein.

"Ich würde gerne mal wieder kiffen..."

Vielleicht hättest DU den Artikel mal lesen und nicht nur überfliegen sollen.

Kommentar von DrZettel ,

Ich bin nur auf deine Behauptung eingegangen, dass man mit kiffen sein Leben riskieren würde. Und diese Behauptung ist klar wiederlegt! Eine psychische Abhängigkeit wird durch viele Sachen ausgelöst z.B. Sex, Süßigkeiten oder auch Adrenalin. Nur wenn man etwas gerne mal wieder machen würde bedeutet es noch lange nicht, dass man davon psychisch Abhängig ist. 

Antwort
von 2pacalypse2, 53

Das du es deiner Mutter gesagt hast war ein fehler. Ja, Ehrlichkeit und Vertrauen sind wichtig, aber mit der Lüge schützt du sie ja nur. Normalerweise bin ich auch kein Fan von Lügen, aber ich habe es schon oft erlebt, wie Eltern sich da zu sehr reinsteigern und denken, dass das Kind abstürzt. Viele eher konservativen Eltern sind da eher auf die öffentlichen Medien fixiert und wie wir die kennen, erzählen sie gerne, dass Cannabis eine gefährliche Droge ist. Meistens kann man sie auch nicht umstimmen durch glaubwürdigere Quellen, da ihre Einstellung eher ignorant ist.

So, jetzt zu deinem Problem: ich finde, den deal, den du mit deiner mutter eingegangen bist, solltest du grundsätzlich nicht brechen, aber wie du geschrieben hast, will sie ja auch nichts an ihren Gewohnheiten ändern. Sprich sie darauf an und guck erst was sie sagt. Sie wird da wahrscheinlich sagen, dass es schwer ist sofort aufzuhören etc., aber es ist nur eine ausrede.

Aber wie ich schon oben gesagt habe, falls du dich wieder entscheidest, zu kiffen, solltest du es ein bisschen heimlicher machen, damit sie es garnicht mitbekommen kann, denn das führt wieder nur zu stress und problemen.

Antwort
von brentano83, 63

Ich finde es gut das so ehrlich warst, denn darauf baut vertrauen ja auch auf...

Es gibt ja Zahlreiche Infos dazu, evtl solltest du jenes mal deiner Mum zeigen, zb der Deutsche Hanfverband.... Erzählen kannst du ihr viel, aber sie wird es erst selbst lesen müssen. War bei meinem Vater damals ähnlich, wenn sie so stur in ihrer meinung gefestigt sind redet man vor ne Wand... Erst das lesen von Studien und das schauen von Dokus hat seine meinung deutlich geändert.... Und mein Dad war da echt krass.. Wer kifft isn versager, der hängt automatisch an der nadel usw.... Da hilt nur richtig und sachlich aufklären....

Antwort
von ZT1T4N, 25

Solange du nicht erwischt wirst.. Wo liegt dann das problem? :D 

Antwort
von aXXLJ, 12

Google "Rauschzeichen", lies das Buch und gibt es dann Deiner Mutter zu lesen.

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