Frage von dieangeklagte, 82

Beim Gericht Gebrauch vom schweigerecht nehmen?

Habe ich dieses schweigerecht überhaup? Es handelt sich um 45 Euro betrug und ich bin die Angeklagte.

Antwort
von Topotec, 34

Als Angeklagte(r) darf man lügen, dass sich die Balken biegen oder auch gar nichts sagen, wenn man sich belastet, das ist das sogen. Aussageverweigerungsrecht.

Als Zeuge sieht das schon wieder ganz anders aus, dort ist Falschaussage strafbar bzw. muss man wissentliche Angaben zu den gestellten Fragen machen, solange man sich selber nicht belastet oder gegen Angehörige aussagen muss, dann hat man auch ein Zeugnisverweigerungsrecht (komplette Aussage) oder auch Auskunftsverweigerungsrecht (nur bei bestimmten Fragen).

Antwort
von Bitterkraut, 23

Natürlich hast du dieses Recht. Das wird man dir auch vor Gericht sagen, daß du reden oder schweigen kannst. Wenn du schweigst, darf dir das nicht negativ angerechenet werden.

Fragt sich nur,ob es sinnvoll ist. Ein Geständnis wirkt sich strafmildernd aus. Wenn du den Schaden (die 45 Euro) noch vor der Verhandlung begleichst, wirkt sich das auch strafmildernd aus.

Antwort
von MinnieMimi, 39

Schau mal hier: https://www.anwalt.de/rechtstipps/wann-haben-sie-das-recht-zu-schweigen_071132.h...

Vielleicht hilft dir das weiter? Würde mir in deiner Stelle einen Anwalt suchen.

Antwort
von Ashuna, 46

Natürlich darfst du Schweigen. Kommt halt drauf an wie der Richter dies auffasst.

Antwort
von Ilyana, 40

Natürlich kannst du die Aussage verweigern...aber wenn es Zeugen gibt oder Beweise, die gegen dich sprechen, wird das natürlich negativ ausgelegt und sieht schlecht für dich aus.

Abgsehen davon, denke ich, würde es dir  bei einem so geringen Betrag vermutlich positiv angerechnet werden, wenn du geständig wärst. Ich glaube kaum, dass du mit einer hohen Strafe rechnen musst. Kommt aber auch auf die Umstände an und auf dein Alter.

Hast du denn keinen Anwalt, der dich diesbezüglich beraten kann?

Kommentar von Haekelmeister ,

nein, die aussage zu verweigern, muss neutral sein

niemand muss sich selbst belasten

wenn du lügst, kann es dir schlecht ausgelegt werden

Kommentar von Interesierter ,

Als Ankgeklagter darf man auch lügen. Das kann und darf nicht schlecht ausgelegt werden. Der Angeklagte darf nur keinen Unschuldigen einer Straftat bezichtigen.

Kommentar von Bitterkraut ,

Wenn man schweigt, darf das nicht negativ ausgelegt werden. 

Es kann mir ja keiner negativ auslegen, wenn ich mein Recht in Anspruch nehme, das steht mir ja zu.

Antwort
von Interesierter, 14

Ja, diese Möglichkeit hast du. Du musst dich nicht selbst belasten. Du darfst sogar behaupten, dass du unschuldig bist.

Ich bezweifle nur, dass dir Schweigen wirklich was bringt. 

Wenn die Beweise ausreichen, wirst du verurteilt. Daher solltest du dir gut überlegen, ob es nicht doch besser wäre, vor dem Urteil reinen Tisch zu machen und ein Geständnis abzulegen. Das könnte sich strafmildernd auswirken.

Antwort
von kevin1905, 27

Angeklagte können reden, schweigen oder lügen wie sie wollen.

Was man tut sollte man aber mit seinem Strafverteidiger besprechen.

Antwort
von qugart, 16

Da dir eine Straftat vorgeworfen wird, solltest du dir einen Anwalt nehmen. Der kann dir dann auch sämtliche Fragen beantworten.

Antwort
von m4r1o, 46

Vorher n paar Folgen Barbara Salesch und Alexander Hold gucken und du bist gerüstet ;)

Antwort
von jimpo, 2

Wenn Du verlierst, sind die 45€ im Vergleich was auf Dich zukommt, ein Trinkgeld.

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