Frage von MarkMark5000, 8

Beim Autotreffen Funschild anstatt Kennzeichen dran gehabt, was erwartet mich von der Polizei?

Hallo Community, ich besuche regelmäßig Autotreffen in meiner Region und nehme immer folgende Änderungen am Fahrzeug vor, wenn ich auf dem Parkplatz stehe und mich nicht mehr von dort wegbewege:

  • Anbau der magnetischen, akkubetriebenen und blau leuchtenden Unterbodenbeleuchtung unterhalb der Frontschürze (dauerleuchten)

  • Tausch des Kennzeichens gegen ein FUN-Schild (keine Ähnlichkeit zu einem herkömmlichen Kennzeichen)

Nun habe ich wegen dem FUN-Schild von einem Polizisten ein Ticket bekommen, genau konnte er mir nicht sagen was auf mich zukommen wird. Der Bußgeldkatalog sieht auch kein direktes Vergehen bei den in meinem Vorfall herrschenden Bedingungen vor. "Das erfahren Sie auf dem postalischen Weg." Mehrere Fotos von meinem Auto wurden vom Kollegen ebenfalls gemacht. Was denen dabei nicht aufgefallen ist, dass ich in einem Moment der Unachtsamkeit der beiden die Schilder wieder zurückgetauscht habe und das FUN-Schild, so wie der Beamte mir das als korrekt geschildert hat, in die Windschutzscheibe gelegt habe. Somit sieht man auf deren Foto mein Auto in korrektem Zustand auf der Parkplatzstellfläche stehen. Was Zeugen angeht, von meiner Truppe standen etwa 10 Leute in meiner Nähe und haben alles mitbekommen. Ich war auch nicht der einzige, den die Beamten kontrolliert haben. Nun zu meinen Fragen: Was könnte mich von der Polizei erwarten (habe das Fahrzeug nicht in Betrieb gehabt)? Könnten die Beamten die Fotos einfach verschwinden lassen? Wenn ich ein Schreiben bekomme, kann ich die Fotos einfordern? Bezeugen kann man es ja, dass Fotos gemacht wurden. Kann es passieren, dass der gesamte Vorfall wegen mangelnder Beweislage fallen gelassen wird? Was meint Ihr? Vielleicht hatte jemand schonmal einen ähnlichen Vorfall? Ich bin ja nicht der einzige der auf Autotreffen Kennzeichen gegen ein FUN-Schild tauscht.

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Antwort
von Familie2007, 5

Also mir fällt auch kein Tatbestand ein....evtl. Kennzeichen nicht lesbar (10 €) aber Urkundenfälschung, Urkundenunterdrückung, Kennzeichenmißbrauch sehe ich hier nicht.

Ich denke es wird nicht viel passieren....eher gar nichts. Solche Mätzchen wie Kennzeichen zurück tauschen und dann behaupten, es wäre so immer gewesen und dann noch Unbeteiligte ins Boot zu nehmen...nun wird es interessant. Nehmen wir mal an, es kommt ein Päckchen von 10€ und nun will man es vor Gericht wissen.....na, dann machen sich die "Zeugen" mindestens wegen Falschaussage strafbar....werden sie vereidigt mindestens ein Jahr Freiheitsstrafe....wegen 10€!

Solche Mätzchen machen und dann versuchen die Beamten als dämlich dastehen zu lassen finden nicht nur die Polizeibeamten sicher nicht witzig, sondern die Gerichte werden es auch würdigen!

Wie kommst du denn überhaupt auf die Idee, dass die Fotos entscheidend sein sollen? Glaubst du Polizeibeamte können sich sowas nicht merken und dann als Zeugen vor Gericht aussagen!?


Kommentar von MarkMark5000 ,

Nehmen wir mal an ich würde gegen vorgehen, was mir vom Zeitaufwand eigentlich nicht Wert ist. Die Zeugen bezeugen nur, dass Fotos gemacht wurden falls diese unterschlagen werden sollten. Somit treffen sie keine Falschaussage. Und die Fotos sind eigene Beweismittel, die das Gegenteil der Polizistenaussage beweisen und ein Polizist ist ja nun auch kein Allmächtiger.
Worüber ich eher nachdenke ist, dass sich die Beamten dieses Szenario selbst ausmalen könnten und die Sache fallen lassen könnten. Polizistenaussagen werden zwar hoch gewertet. Hätte ich selber Fotos gemacht wäre das nicht sehr aussagekräftig, da es aber eigene Beweismittel sind...

Kommentar von NeoExacun ,

Das ist denen relativ schnuppe, die sagen dann dazu, dass zwischen Auffinden und Fotos schießen Zeit vergangen ist, in denen die Schilder getauscht wurden. Das Fun-Schild ist ja sogar noch zu sehen. Und ob daraus letztendlich was wird oder nicht, ist weder deren Problem, noch interessiert es sie.

Kommentar von MarkMark5000 ,

Die Fotots wurden ja vom Kollegen des Beamten gemacht. Es hätte ihm ja eigentlich auch auffallen müssen aber ists nicht naja. Jedenfalls sind die Fotos die Beweismittel der Beamten meine ich damit.

Kommentar von NeoExacun ,

Wie gesagt, die sagen das einfach dazu. Da sie es selbst gesehen haben, können die das tun und das wird auch sehr hoch gewertet.

Antwort
von NeoExacun, 5

Wenn das Fahrzeug auf öffentlichem Gelände steht, muss es eine gültige Nummer haben. Auf Privatgelände darfst du machen was du willst.

Solltest du tatsächlich etwas zahlen müssen, würde ich es mir sparen, dagegen anzugehen. Du würdest nichts erreichen. Alleine die Aussagen der Polizisten reicht in diesem Fall.

Kommentar von MarkMark5000 ,

Der Parkplatz gehört zu einem Discounter, der das Treffen dort duldet und zu den Treffzeiten bereits länger geschlossen hat. Es ist ein öffentlich befahrbares Privatgrundstück ohne jegliche Abgrenzungen. Ich möchte auch nicht wirklich dagegengegen angehen, das wäre es mir allein vom Zeitaufwand nicht Wert. Nur könnten sich die Beamten ja denken wenn sie sich ihre eigenen Fotos anschauen, dass sie das Verfahren einstellen. Bzw. muss das ja über eine Bußgeldstelle ablaufen und wenn dort die Fotos auftauchen beweisen die eigenen Beweismittel das Gegenteil und in der Dokumentation hat der Beamte mit reingeschrieben, dass Fotos gemacht wurden. Dazu muss man auch sagen, dass der zuständige Beamte nicht der beliebteste und freundlichste ist und jegliche Art sucht um seine Punkte zu sammeln um mehr Sterne zu bekommen.

Kommentar von NeoExacun ,

Bei Parkplätzen von Supermärkten ist das leider etwas komplizierter. Die sind zwar Privat aber gelten als öffentlich befahrbar. Dadurch gilt dort die StVO und dadurch könntest du die Probleme bekommen.

Wahrscheinlich könntest du dich da rausboxen, da dein Fahrzeug eindeutig und nachweisbar straßentauglich und zugelassen war. Doch wie gesagt, das ist den Aufwand vermutlich nicht wert. Die Unterbodenbeleuchtung wäre da schon ein größeres Problem, wenn sie das mitbekommen haben.

Kommentar von MarkMark5000 ,

Das hintere Kennzeichen war ja noch dran. Die Unterbodenbeleuchtung haben sie auch erst bemängelt aber da diese abnehmbar ist und da ich sie im Stand verwenden darf war das in Ordnung. Sie ist nicht fest mit dem Fahrzeug verbunden, somit ist sie im Stand zulässig, solange kein Verkehr beeinträchtigt wird (Blinken etc.). Da sie aber eh nur leuchten kann... Die Aussage des Beamten war in diesem Bezug richtig, er hat also nur das Kennzeichen bemängelt. Die Beleuchtung war ebenfalls im Betrieb als die Beamten eintrafen. Sie dürfte sogar fest verbaut sein aber nur im Stand in Betrieb sein. Dann müsste sie aber eingetragen sein. Sonst dürfte auch unter der Tür nichts leuchten wenn man diese öffnet und viele Autohersteller hätten ein Problem ;D. Mal gucken was da so kommt, scheine ja der Erste zu sein obwohl es so viele machen, Premiere wuhuu :D

Kommentar von NeoExacun ,

Das mit der Unterbodenbeleuchtung stimmt, sofern diese Blau oder Weiß ist, da man sie dann als Einstiegshilfe eintragen lassen kann.

Ich würde sagen, du wartest einfach ab, was kommt.

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