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Beileidsbrief schreiben

Frage von Baiana Baiana

Einen schönen Guten Abend zusammen.

Ein alter Lehrer von mir ist einige Wochen nach einem Schlaganfall mit knapp 85 Jahren gestorben.

Nun verfasse ich gerade einen Brief an seine Frau und frage mich, ob ich in diesem Brief auch auf schöne und sogar lustige Begebenheiten eingehen kann, die ich mit diesem netten Menschen hatte, oder ob das komplett daneben ist.

Seine Frau kenne ich nicht weiter, nur von ein oder zwei Telefonaten, bei denen sie mich an ihn weitergegeben hat. Sie weiß jedoch wer ich bin, kann also mit meinem Namen etwas anfangen und weiß auch, dass ich mit dem Lehrer auch nach der Schule noch eine gute Beziehung hatte.

Wie schätzt ihr das ein?

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Antworten (6)

  • 1
    Hilfreichste Antwort ausgezeichnet vom Fragesteller
    Antwort von Maienblume Maienblume
    • Schön - ja. Das macht es persönlicher.

    • Lustig - nein, auf keinen Fall, das rutscht leicht in die Geschmacklosigkeit ab, auch wenn man das nicht vorhat.

    • Standard - wirkt oft kalt und unecht.

    Kommentar von Maienblume MaienblumeMaienblume

    Danke für die Auszeichnung, Baiana! GLG!

  • 4
    Antwort von dermischaa dermischaa

    Ich denke ein paar erheiternde Erinnerungen werden ihr gefallen. Ein Pfarrer/Pastor erzählt ja bei der Grabrede auch nicht nur staubtrockenes Zeug, sonders geht auf Verdienste etc. ein. Wenn dein Lehrer eben ein Typ war, zu dem die eine oder andere auch erhellende Anekdote einfach "passt", dann schreib sie ruhig auf. Ich halte Floskeln hingegen eher für unangebracht

    Kommentar von Boldtbregu BoldtbreguBoldtbregu

    Genau, für die Witwe wird es ein Trost sein, wenn sie sieht, dass auch andere persönliche, schöne Erinnerungen an ihren Mann haben. Und wenn er eben ein lustiger Mensch war, dann kann ja durchaus Heiteres dabei sein.

    Kommentar von noorso noorso
  • 4
    Antwort von Raimund1 Raimund1

    Ich kenne keine Beerdigung, bei der nicht spätestens zwei Stunden nach der Beisetzung gelacht wurde.

    Das Leben besteht auch auus Lachen. Und lustige Erinnerungen sind allemal besser als fade, langweilige ( und verlogene ) Trauer(Kloss)katen

  • 2
    Antwort von unsuesslich unsuesslich

    Ich rate zu einer 'Standard'-Beileidskarte. Da kannste (fast) nichts falsch machen.

    Kommentar von Baiana BaianaBaiana

    Standard-Karte geht gar nicht - dann würde ich eher gar keine schreiben, denn von denen wird sie Unmengen bekommen. Bin dabei ein schönes Kalender-Natur-Bild zu beschriften. Und hänge gerade an Annektoden oder nicht. Der Typ war selbst eher von der "immer diebisches Grinsen auf den Lippen"-Fraktion.

    Kommentar von unsuesslich unsuesslichunsuesslich

    Die Idee ist super und originell. Aber ich würde dann doch sehr sparsam umgehen. Du weisst ja: Manchmal ist weniger mehr.

  • 1
    Antwort von hajottka hajottka

    Man will sich ja an die schönen Begebenheiten erinnern und ein Teil des Beileids ist es sicherlich, wenn sich andere auch an die tollen Seiten dieses Menschen miterinnern. Ich halte zwar nicht viel von Grabreden, aber da ist es ja ähnlich.

  • 0
    Antwort von Baiana Baiana

    Danke für eure Hilfestellungen! Der Brief nimmt nun nicht Bezug auf lustige Erinnerungen, ist aber mit einem leichten (feuchten) Augenzwinkern geschrieben.

    Manchmal helfen die Meinungen Außenstehender tatsächlich gut weiter. Danke schön!

    Kommentar von Baiana BaianaBaiana

    (Strichtestlauf)

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