Frage von DontCallTheCops, 109

Beifahrer durch Verfolgungsjagd verletzt. Was für eine Strafe?

Am Wochenende wurden wir doch persönlichen Gründen von der Polizei verfolgt . Sie wollten uns ausbremsen und Ich bin in die Leitblanken. Er hat sich dort am Auto irgendwie das Becken angebrochen. Wie schildert man das der Krankenkasse ? Bzw. dem Krankenhaus ?

FREEJASON

Expertenantwort
von furbo, Community-Experte für Polizei, 45

Warum und wieso du verfolgt wurdest und nicht angehalten hast, bleibt bei deiner Schilderung im Dunkeln. Ich gehe deshalb davon aus, dass die Anhalteverfügung und das Ausbremsen letztlich rechtmäßig war.

Folgen:

Gegen dich dürfte ein Strafverfahren wegen Körperverletzung und evtl. wegen Gefährdung des Straßenverkehrs eingeleitet werden.

Hinzu dürften die Kostenforderungen der Krankenversicherung bzw. deiner Kfz-Haftpflichtversicherung wegen der Verletzung des Beifahrers und der Beschädigung der Leitplanke kommen. Man wird dir unterstellen, dass du die Schäden billigend in Kauf genommen, also vorätzlich gehandelt hast mit der Folge, dass die Versicherungen in Vorkasse treten und das Geld von dir zurückfordern. 

Antwort
von Lavendelelf, 63

Schildere es genau so wie es passiert ist. Denn es gibt einen Polizeibericht in dem alles genau festgehalten wurde. Wenn sich deine/seine Angaben unterscheiden, er z. B. absichtlich die Unwahrheit sagt, kann es noch größere Probleme mit Der Versicherung geben.

Antwort
von claushilbig, 11

Wie schildert man das der Krankenkasse ? Bzw. dem Krankenhaus ?

So, wie es war ...

- also etwa in der Art:

"... wurde von einem Polizeiwagen verfolgt, schließlich überholt und abgedrängt / zum Anhalten gezwungen. Um eine Kollision mit dem Polizeiwagen zu vermeiden, bin ich instinktiv nach rechts ausgewichen und dabei gegen die Leitplanke geprallt. Durch diesen Aufprall wurde der Beifahrer verletzt ..."

Kommentar von claushilbig ,

Die Gründe, warum Ihr verfolgt und gestellt wurdet, sind für Krankenkasse und Krankenhaus vollkommen uninteressant.

Von Belang sind diese Gründe nur für Deine Kfz-Versicherung und in eventuellen Gerichts-Verfahren, die Dein Beifahrer wegen Körperverletzung und Du (oder Deine Versicherung) wegen des Schadens an Deinen Auto führen könntet.

(Deine Kfz-Haftpflichtversicherung ist meines Wissens sowieso involviert, weil Dein Beifahrer seinen Schaden bei ihr geltend machen kann - und die Versicherung wird sich dann überlegen, ob sie sich das Geld beim "Unfallverursacher" wieder holt.)

Kommentar von claushilbig ,

Wobei der "Unfallverursacher" verschieden sein kann:

  • Wenn die Polizeiaktion "berechtigt" war, bist Du das selber - dann kann m. E. die Versicherung aber nichts machen außer bezahlen, denn das ist der Zweck Deiner Versicherung
  • Wenn das Ganze nicht "berechtigt" war, sind es die Polizisten - und dann ist nicht Deine Versicherung schadenersatzpflichtig, sondern die Versicherung der Polizei. Dann wird evtl. Deine Versicherung in Vorleistung gehen und sich das dann vom "Gegner" zurück holen.
Antwort
von Griesuh, 25

Wer vor einer Polizeikontrolle abhaut, der hat etwas zu verbergen.

Mache hier jetzt nicht die pienze. Dein Kumpel kann dich wegen Körperverletzung verklagen.

Sage doch wie es war, so hast du evtl. ein kleinwenig an Strafe eingespart.

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