Frage von Dodsble1, 100

Beichten beim Pfarrer?

Ich würde bei einem Pfarrer den ich schon sehr sehr lange kenne Beichten .
Heute habe ich erfahren das er nun im Ruhestand ist .
Die im Pfarrbüro haben mir dennoch angeboten einen Termin bei ihm zu vereinbarende und ihn persönlich anzurufen um nach einer Beichte zu fragen .
Eine blöde Frage : darf den ein Pfarrer der von dem Amt befreit ist ( wegen Ruhestand ) immernoch Menschen von ihren Sünden seelisch befreien ?
Was meint ihr ?  
Ich bin außerdem noch ziemlich jung .
Ich fühle mich unwohl einen Pfarrer zu fragen ob ich Beichten kann .
Ich weis nicht warum :-(

Antwort
von Eselspur, 33

Auch wwnn er bicht mehr Pfarrer ist, bleibt er Priester und freut sich sicher, wenn du bei ihm beichten willst. Vielleicht kannst du anbieten, vor oder nach einer seiner Messaushilfen zu beichten, dann hat er keinen zusötzlichen Termin und dir braucht es nicht unangenehm sein

Abgesehen davon: Beichten ist niw peinlich.

Antwort
von oelbart, 37

Klar darf er das, und vermutlich hat er sogar mehr Zeit als die "aktiven" Pfarrer.

Das man sich dabei unwohl fühlt, ist völlig normal (ich bin für meine ersten Beichten zT über ne Stunde unterwegs gewesen, um aus dem Gebiet "meiner" Gemeinde weg zu sein und einen Priester zu haben, den ich nicht aus dem normalen Gemeindeleben kenne). Allerdings bist Du für ihn vermutlich nicht der/die erste, der/die zum beichten kommt, also alles ganz normal ;)

Antwort
von Maimaier, 46

Der Priester hat immer noch die Priesterweihe, die wird ihm auch nicht genommen wenn er in den Ruhestand geht. Ist also so wie bei einem Artzt der in Ruhestand geht, er dürfte schon noch Behandeln wenn er wollte.

Antwort
von quopiam, 42

Ein katholischer Priester bleibt sein Leben lang Priester, auch im Ruhestand. Ausnahme ist die "Laisierung", das spielt aber für den Ruhestand keine Rolle. Auch im Ruhestand kann der Priester Beichten abnehmen und die Absolution erteilen.

Ein evangelischer Pfarrer ist ebenso für das ganze Leben ordiniert (nicht "geweiht"). Die Ordination behält er auch im Ruhestand. Und auch wenn er keine berufliche Aufgabe mehr versieht, kannst Du bei ihm beichten und er kann Dir die Vergebung Gottes zusagen (die Beichte ist in der evangelischen Welt kein Sakrament). Gruß, q.

Kommentar von Dodsble1 ,

Hallo .
Ich habe das Gefühl das Sie mir gut helfen können .
Der Pfarrer im Ruhestand hat mich zu ihm nach Hause eingeladen.
Aber sowas macht man doch in der Kirche mit einem kleines Häuschen etc oder ?
Ich bin etwas verwirrt

Kommentar von quopiam ,

Wenn Du den Beichtstuhl meinst, ja, das ist einer der möglichen Orte für eine Beichte. Heute ist es aber genauso üblich, ein Beichtgespräch in einem Beichtzimmer zu führen. Das ist meist ein spärlich eingerichter Raum, in dem sich Priester und Beichtender gegenübersitzen können. Die Gültigkeit des Sakraments ist davon nicht abhängig.

Wenn Dich der Priester zu sich nach Hause eingeladen hat, kannst Du eine Beichte auch dort ablegen, wenn Du möchtest. An jedem Ort ist das möglich, die Beichte ist nicht an einen bestimmten Platz gebunden. LG, q.

Antwort
von frider123, 26

Klar, er freut sich bestimmt und er darf das selbstverständlich auch noch.
Einfach bei ihm anrufen und einen Termin vereinbaren.

Antwort
von Aleqasina, 42

Nur Mut!

Ich bin sicher, dass der Pfarrer sich freut, wenn er dir helfen und die Last, die dich bedrückt, von deinen Schultern nehmen kann.

Kommentar von Dodsble1 ,

Hallo .
Ich habe das Gefühl das Sie mir gut helfen können .
Der Pfarrer im Ruhestand hat mich zu ihm nach Hause eingeladen.
Aber sowas macht man doch in der Kirche mit einem kleines Häuschen etc oder ?
Ich bin etwas verwirrt

Kommentar von Aleqasina ,

Die Beichte im klassischen Beichtstuhl, also einer kleinen, speziell dafür gebauten Kammer in der Kirche, hat den Zweck, einigermaßen anonym beichten zu können. Dort sitzen der Beichtende und der Geistliche in zwei getrennten Räumen, die mit einem durch einen Vorhang verhängten Fenster oder ein sehr dichtes Gitter miteinander verbunden sind. So kann der Seelsorger den Beichtenden zwar hören, aber nicht sehen.

Da du aber direkt mit dem Pfarrer Kontakt aufgenommen hast, weiß er ja sowieso, wer du bist. Da wäre so ein Verstecken hinter dem Vorhang sowieso unsinnig. Deine Beichte wird also wie ein ganz normales Gespräch in seiner Wohnung ablaufen.

Die einzige "Förmlichkeit" kommt zum Schluss. Wenn du alles gesagt hast, was dich belastet und der Pfarrer vielleicht auch zu dem Einen oder Anderen einen seelsorgerlichen Rat gegeben hat, dann sagst du "Ich bitte Sie, mir die Vergebung Gottes zuzusprechen" oder etwas ähnliches. Du muss also nichts auswendig lernen. Wenn du dir unsicher bist, dann sage ihm vorher, dass du keine Beichtroutine hast und dass die Situation so neu für dich ist. Da kann nichts schief gehen!

Das wird der Pfarrer dann mit einer liturgischen Formel (entweder frei formuliert oder aus einem Buch abgelesen) tun. Vielleicht wird er dir dazu die Hände auflegen. Zum Schluss wird er dich segnen. Wenn es ein katholischer Geistlicher ist, wird er dir eventuell ein Gebet oder so als "Hausaufgabe" mitgeben. Das ist aber keine "Strafarbeit" für begangene Sünden, sondern eine Hilfestellung, um wieder Sicherheit und Ruhe zu finden.

Ich wünsche dir von ganzem Herzen, dass es richtig gut und erleichternd für dich wird.

LG Ally

Antwort
von FragaAntworta, 52

Dazu ist noch nicht mal ein Priester nötig, es liegt an Dir. Und selbstverständlich kann er Dir trotzdem "die Sünden" erlassen.

Antwort
von omikron, 17

Ruhestand ist nur etwas, was sich auf die Arbeit und das Gehalt auswirkt. Aber Priester bleibt er für immer, und deshalb kann er dir weiterhin die Vergebung Gottes im Sakrament zusprechen.

Ruf ihn ruhig an. Wahrscheinlich freut er sich.

Antwort
von Nathanhilde, 15

Pfarrer können dir deine Sünden nicht vergeben das kann nur Gott allein

Antwort
von flaggen2016, 40

Ich finde es lächerlich bei einem Pfarrer zu beichten. Das bringt einem einfach nichts.... 

Am besten ist es, du redest mit Familie, Freunden oder Verwandten darüber. 

Ein Pfarrer bleibt Fremd...nur weil er diese Tätigkeit hat heißt es nicht, das er sich dafür "interessiert".

Die hören dir nur zu und sagen noch paar Allgemeine Sätze wie alles wird gut und das war es. 

Am nächsten Tag kennt er dich nicht mal mehr. 

Kommentar von Aleqasina ,

Das Prinzip einer Beichte ist etwas anderes als das Aufarbeiten und Durchdiskutieren eines Problems oder eines Konfliktes, auch wenn es natürlich wünschenswert ist, wenn einem der Seelsorger einen Rat oder eine Hilfestellung mit auf den Weg geben kann..

Es geht darum, dass der Geistliche im Auftrag Gottes Sünden vergibt und dem Beichtenden die Vergebung Gottes zuspricht. Für dieses Sakrament an sich ist es unerheblich, ob der Geistliche einen persönlichen Bezug zum Beichtkind hat oder nicht.

Manche beichten am liebsten bei einem völlig fremden Beichtvater. Bei einem, der weit weg von den persönlichen Lebensbezügen ist.

Für andere ist das Vertrauensverhältnis zum Geistlichen wichtig, damit man "auspacken" kann. Das ist von Typ zu Typ verschieden.

Antwort
von Netie, 26

Menschen wie du und ich können Sünden nicht vergeben, da wir alle der Vergebung bedürfen.

Es gibt nur einen der Sünden vergibt.

Das ist Jesus Christus, der am Kreuz für unsere Sünden gestorben ist.

Wenn wir unsere Sünden bekennen, so ist er treu und gerecht, dass er uns die Sünden vergibt und uns heilt von jeder Ungerechtigkeit. 1. Johannes 1 Vers 9

Kommentar von Ichthys1009 ,

Darum will der Fragesteller ja ganz offiziell beim Priester,

der durch die Kirche damit beauftragt ist,

die Vergebung Gottes zuzusprechen,

seine Beichte ablegen.

Kommentar von Mohamedi76 ,

Gott braucht kein Blutopfer, um die Sünden zu vergeben, das genau ist die zentrale Irrlehre des Christentums. Jesus war ein Prophet für das Haus Israel (Mat 15:24) und nicht zu anderen Völkern (Mat10:5)

Kommentar von Netie ,

Der Herr Jesus sagt: Himmel und Erde werden vergehen, meine Worte aber sollen nicht vergehen. Matthäus 24 Vers 35

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