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bei welchem Praktikumsplatz kann ich mich bewerben?

Frage von Tsaheylu Tsaheylu

Ich weiß noch nicht genau, was ich später mal werden will ( ich bin gerade am Abi machen und will danach auch unbedingt mal studieren- Lernen ist das wichtigste im Leben :) ), aber ich weiß auf jeden Fall, dass ich nebenberuflich Schriftstellerin werden möchte. . .

Ich habe da wohl irgendwie ein Talent für... naja, auf jeden Fall ist es schwierig sich da was einfallen zu lassen . Da mein Vater viele Verbindungen hat, meinte er, dass das naheliegenste ist bei einem der größten Verläge mal ein Schulpraktikum zu machen ( "Conde nast" zum Beispiel) aber was lerne ich da schon großes üebr das schriftstellern selbst...? Bei einer erfolgreichen Schriftstellerin ein Praktikum zu absolvieren ist natürlich auch nicht möglich, da es freiberuflich ist und eben auch nur schreiben, was ja nicht sinn und zweck eines schulpraktikums sein soll...

auch buchhandlungen und Büchereien liefern nicht das, was ich mir mal vorstelle zu machen...

ihr seht, ich bin echt überfragt und verzweifelt...

Habt ihr vielleicht ein paar Ideen? (Vorab vielleicht so zur Info, dass ihr euch da nicht zu die Mühe machen müsst: Für ein reines Geschichts- oder Literaturfach interessiere ich mich nicht so sehr... würde mir aber auch nichts helfen...)

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Antworten (4)

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    Antwort von PCDAU PCDAU

    Bei deinen Zielen würde ich dir auch einen Praktikumsplatz in einem Publikumsverlag empfehlen, wenn möglich, im Lektorat. Wenn du dich dazu entscheiden solltest, in Richtung Germanistik/Literaturwissenschaft/Journalistik zu studieren, umso besser. Schreiben lernen wirst du dort eher nicht, aber du wirst einen guten Einblick hinter die Kulissen werfen können und lernen, wie das Verlagswesen funktioniert, welche Einsendungsmassen bspw. auch zu bewältigen sind von unbekannten Autoren und wie diese aussehen. Du könntest also eine Menge Wissen erwerben, das vielen anderen Autoren versagt bleibt, und wenn du eines Tages ein Manuskript fertiggestellt hast, verfügst du nicht nur wahrscheinlich über Vitamin B (Kontakte), sondern weißt auch, wie du es richtig anbietest.

    Was das Handwerkliche betrifft, also das Schreiben selbst, so wirst du das ohnehin weitgehend alleine entwickeln müssen. Einerseits durch "to do", durch Fachliteratur zum Thema, durch Lesen anderer Bücher und u.U. auch durch Austausch mit anderen Autoren. Durch ein entsprechendes Studium kannst du dir zwar viele Kenntnisse erwerben, aber die Umsetzung liegt natürlich in deiner Hand. Ich kenne einige Germanisten/Lit-wiss., die zwar theoretisch absolut fit sind und auch wunderbare Lektoren, die aber selbst keine großartigen Schriftsteller sind.

    Es ist auch so gut wie unmöglich, vorab eine schriftstellerische Karriere zu planen, selbst nebenberuflich. Denn die bedingt, dass man etwas erschaffen hat und am Ball bleibt, das auch auf Zustimmung stößt (einen Verlag interessierter). Ich weiß ja nicht, ob du schon was geschrieben hast, ob es fertig wurde und welches Genre dich da interessiert, aber wenn du so weit in die Zukunft schaust, musst du dich zuerst mal auf viele Hürden vorbereiten. Wer weiß schon, was in ein paar Jahren gefragt ist und wohin der Trend geht? Außerdem wirst du dich in dem Fall vermutlich auch auf Mainstream-Themen festlegen müssen, denn damit hast du mehr Chancen als mit exotischer Literatur. Wirklich planbar ist so ein Beruf also nicht. Im günstigsten Fall hat man Zusprecher in Positionen, die einem den Weg etwas ebnen können, allerdings ist das auch kein Erfolgsgarant.

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    Antwort von williwu williwu

    Du weißt, dass du Schriftstellerin werden möchtest. Okay. Du hast Talent. Sagt wer?

    Schriftstellerei ist zu 5 % Talent, zu 95 % Handwerk. Hast du dich schon um die handwerkliche Seite gekümmert, zB Fachliteratur beschafft und gelesen und natürlich in die Tat umgesetzt, also Geschichten geschrieben und irgendwo eingereicht? Nimmst du zB am Agatha-Christie-Krimi-Wettbewerb teil?

    Du willst nebenberuflich schriftstellern. Was willst du hauptberuflich machen? Wäre es nicht sinnvoll, das Praktikum am Hauptberuf zu orientieren? Der soll schließlich dein Leben finanzieren, damit auch deine nebenberufliche Schriftstellerei.

    Am Besten ist es, dein Beruf und dein Nebenberuf passen zusammen. Und dann ergibt sich klar diese Reihenfolge für Praktikum und Berufswahl:

    1. Journalismus - Ein Drittel aller Schriftsteller kommt aus dem Journalismus. Hier lernst du, knapp und gezielt zu schreiben und nicht zu schwafeln. Das kommt jedem Schriftsteller zu Gute. Und das Recherchieren ist das A und O jeder guten schriftstellerischen Planung. Ganz klar, Journalismus ist die Nr. 1.
    2. Verlagswesen - Wenn du also erfolgreich dein Buch fertiggestellt hast, dann bekommst du es mit dem Lektor eines Verlages zu tun. Und mit der Verkäuferversammlung. Da wäre es doch gut zu wissen, wie diese Leute ticken. Also sollte man sie kennen lernen. Vielleicht sogar als Praktikant bei einem Lektor selbstständig mal eine Vorauswahl treffen dürfen und begründen müssen. Unschätzbare Erfahrungen, für die so mancher Autor morden würde.
    3. Unibücherei - hier lernst du Recherche an der Quelle, das A und O.

    Ich klugscheiße jetzt mal etwas: Schrifstellerei setzt Lebenserfahrung voraus. Dh nicht, dass ein Schriftsteller alt sein muss oder nicht jung sein darf. Es heißt, dass man seine eigenen Erfahrungen einbringen muss. Dazu gehört also, dass man Erfahrungen macht. Jedes Praktikum bringt dich mit Menschen zusammen und gewährt dir Einblicke in das Leben, die du als Schriftstellerin nutzen kannst. Also ist nichts, was du tust, verlorene Zeit. Es kommt darauf an, wie du deine Erfahrungen umsetzt. Du hast doch als angehende Schriftstellerin immer dein Notizbüchlein dabei? Das bekommst du voll, wenn du das Ganze mit offenen Augen betrachtest. Schließlich schreibst du ja nicht über Menschen, die Schriftsteller werden wollen, sondern über all die anderen, die dein Geschreibsel auch mal lesen sollen.

    Schreibst du Krimis? Es gibt auch Schulpraktika bei der Polizei - viele Schriftsteller machen später so ein kostenloses Praktikum, du hast bereits jetzt die Chance. Können deine Protagonisten auch mal krank werden? Ein Praktikum in einem Krankenhaus ist da Gold wert. Möchtest du über die Parias in Deutschland schreiben? Arbeite in einer Bank, da bekommst du es mit wirklich schlimmen Menschen zu tun.

    Oder sieh es von der praktischen Seite: Du wirst ja am PC schreiben, also ein Praktikum in einer kleinen Softwareklitsche, hat ein Bekannter von mir gemacht, viel gelernt und Software abgesahnt.

    Schriftstellerei ist Kommunikation über das Leben. Also informiere dich über das Leben.

    Schreibst du für Kinder und hast du Interesse an Austausch mit richtigen, echten und erfolgreichen AutorInnen? Dann schau mal hier: www.kinderbuchschreiben.de nach oder melde dich bei mir.

    Viel Erfolg

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    Antwort von Bujin Bujin

    Geschichten schreiben ist eine Art Kunst, macht braucht jede Menge Phantasie. Wie wärs denn wenn du ein Praktikum in anderen künstlerischen Bereichen machst? Also fern ab der Schriftstellerei als Tattoowiererin zB. Klingt zwar irgendwie abgehoben aber mit fällt sonst kein Beruf ein grad der viel mit Kunst zu tun hat :)

    Zeichnen generell hilft der Vorstellungskraft und Kreativität sehr gut auf die Sprünge. Nen Buch schreiben kannst du immer nebenbei sag ich mal. Inspiration bekommst du beim Buchdruck oder Vertrieb denk ich nicht :)

    Kommentar von Bujin BujinBujin

    macht = man (Im ersten Satz)

    Kommentar von Tsaheylu TsaheyluTsaheylu

    XD hab ich mir auch schon gedacht, danke für die antwort

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    Antwort von PeRiBa PeRiBa

    Das Praktikum bei einem Verlag würde Dir den Durchblick liefern, wie der Literaturbetrieb funktioniert - welche Bücher angenommen werden - welche Bücher produziert und beworben werden.

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