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Bei Unfall / Erkrankung nicht helfen wollen / können - Warum gibt es das noch ?

gefragt von PestopappaPestopappa am 22.01.2008 um 15:32 Uhr

Ich versuche zu verstehen, warum es immer noch und leider viel zu oft Personen gibt, die sich nicht trauen zu helfen. Nicht einmal bei ansprechbaren Hilfeersuchenden. Warum - bitte gerade eine Antwort von denen, die da Angst haben... Warum hilft man nicht ? Kürzlich sind bei einer gestürzten Person 16 gezählte Autos vorbeigefahren ! 16 !!! Und das trotz "Hilfewinken"... Freunde, bitte seid mutig und ehrlich zur Antwort. Ich will, dass dieser Zustand der Vergangenheit gehört! Dank an dieser Stelle all denen, die gehalten haben !!!

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Hilfe x 6.322 Unterlassung x 5

evistie
beantwortet von evistie am 22. Januar 2008 15:53
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In einem Fall wie dem von Dir geschilderten ist es wirklich unverständlich. Ich bitte aber folgendes zu bedenken: immer wieder tauchen in den Medien Fälle auf, wo Hilfwillige (z. B. bei Eingreifen in Überfälle, Pöbeleien oder Prügeleien) selbst zum Opfer wurden und schwere Verletzungen oder sogar den Tod erlitten. Oder die reglos nachts auf einsamer Straße liegende Person war eine Falle, um den Fahrer zum Aussteigen zu bewegen und z. B. - harmlosestenfalls - das Auto zu stehlen. Da ist es doch nachvollziehbar und sogar menschlich verständlich, dass spontane Hilfeleistungen weniger werden, weil man sich nicht selbst in Gefahr bringen will. Sofort per Handy Polizei oder Krankenwagen zu alarmieren, sollte allerdings auf jeden Fall machbar sein!

Kommentar von A7ee77a58b6a4f516be279d53e83a9aesmallevistie am 22. Januar 2008 16:16

Hallo, Tanzwiesel, Du hattest folgenden Kommentar gegeben, der aber offenbar hier nicht gekommen ist:

"Och, da bin ich anderer Meinung. Für mich sieht es eher so aus, dass die meisten Leute nun eine gute Ausrede gefunden haben, nicht eingreifen zu müssen, nicht anhalten zu müssen. Jemand liegt am Boden? Vielleicht ist er betrunken und k***** mir dann das ganze Auto voll.... Jemand wird von jemand anderes angemacht und bedrängt... Was geht mich das an, vielleicht krieg ich dann ja auch was ab....

Das ist in meinen Augen - wie gesagt, meine persönliche Meinung - einfach nur Bequemlichkeit und Gleichgültgkeit und genau der Grund, warum es mit der Menschlichkeit und den Werten in unserem Land immer weiter bergab geht. Da stirbt grad einer? Nicht ich, gut. kommentiert von Tanzwiesel am 22.01.08"

Darauf antworte ich Dir: Ich möchte anderen nichts unterstellen, was ich so nicht kennengelernt habe. Ich habe lediglich meine eigene Einstellung als eine von vielen möglichen geschildert.

Kommentar von Fb044b587ba8fcf786b4d7d5f239f3afsmallPestopappa am 22. Januar 2008 21:12

Kinner, ich möcht` sie nur alle lesen und FÜR MICH bedenken ! Ich danke für alle Antworten hier !


gri1su
beantwortet von gri1su am 22. Januar 2008 15:41
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Die Egoisten jetzt mal ganz bewußt beiseite lassend, ist es leider immer noch so, daß viele Menschen meinen, aus Unkenntnis Fehler zu machen. Davor haben sie einfach Angst und verschließen die Augen.

Kommentar von Fb044b587ba8fcf786b4d7d5f239f3afsmallPestopappa am 22. Januar 2008 15:41

Und nehmen dadurch in Kauf, jemanden seinem Schicksal zu überlassen ?

Kommentar von Bb904a70a750c5fdc16c32511c9b26basmallWieselchen1 am 22. Januar 2008 15:48

Es ist fürchterlich, aber wahr. Statt dass sie wenigstens anhalten und die Polizei oder den Notruf alarmieren und dem Notleidenden ein wenig Trost spenden, rauschen sie lieber weiter.

Kommentar von Bb904a70a750c5fdc16c32511c9b26basmallWieselchen1 am 22. Januar 2008 16:07

Och, da bin ich anderer Meinung. Für mich sieht es eher so aus, dass die meisten Leute nun eine gute Ausrede gefunden haben, nicht eingreifen zu müssen, nicht anhalten zu müssen. Jemand liegt am Boden? Vielleicht ist er betrunken und k***** mir dann das ganze Auto voll.... Jemand wird von jemand anderes angemacht und bedrängt... Was geht mich das an, vielleicht krieg ich dann ja auch was ab....

Das ist in meinen Augen - wie gesagt, meine persönliche Meinung - einfach nur Bequemlichkeit und Gleichgültgkeit und genau der Grund, warum es mit der Menschlichkeit und den Werten in unserem Land immer weiter bergab geht. Da stirbt grad einer? Nicht ich, gut.

Kommentar von 86bb33755628454af74f88f047ec894asmallbitmap am 22. Januar 2008 16:31

Das sind jetzt aber schon wieder 2 Sachen (worüber es neulich schon eine große Diskussion gab).

  • Hilfe mit dem Risiko sich selbst in Gefahr zu bringen

  • Hilfe ohne das Risiko sich selbst in Gefahr zu bringen

Und ich dachte, in dieser Diskussion ging es, um Letztere. Oder?

Kommentar von Fb044b587ba8fcf786b4d7d5f239f3afsmallPestopappa am 22. Januar 2008 21:10

Ja. Ich "will" verstehen... komme aber nicht über den Punkt... SICH IN GEFAHR ZU BRINGEN ... Nicht in dieser Häufigkeit, wie ich ihm hier begegne. Ist aus Deiner aber schon richtig betrachtet. Ist Angst und Ekel der Grund, so kann und sollte man daran arbeiten. Sehe ich mir gleich mal die "ehemalige" Diskussion an...


tobi2000
beantwortet von tobi2000 am 15. April 2008 16:43
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ich denke die meisten haben angst vor der polizei und dann denn ganzen trubel,der sich damit hinterher zieht.die meisten wollen in ruhe.lg


claude5
beantwortet von claude5 am 22. Januar 2008 15:46
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Das ist ein "Massenpsychologie"-Problem:

"Die anderen" werden das schon machen, da ist jemand anderes viel näher dran, ich muss / kann da nichts machen (aber vielleicht die Handykamera zücken, auf YouTube kommt so ein Video echt klasse...)

Egal ob bei größeren (wie der Sturz) oder kleineren Katastrophen (z.B. eine laufende Nase im Klassenzimmer - alles, was man braucht, ist ein Taschentuch), egal welche Altersgruppe, sowas sieht man leider viel zu häufig.

Das einzige, was in einer solchen Situation hilft, ist, die Menschen aus der gaffenden Menge "herauszureißen": Nicht nur sagen "Helfen Sie mir" (also allgemein), sondern einzelne Personen direkt ansprechen "Sie da, in der roten Jacke, helfen Sie mir". Dann wird es nämlich peinlich, wenn der/die angesprochene nichts tut. Der "Mob" wird sich gegen den sträflicherweise nicht Helfenden wenden.


DrLove
beantwortet von DrLove am 22. Januar 2008 16:06
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und du standest da und hast gezählt, statt zu helfen?!
ich kann dir sagen warum die leute angst haben zu helfen!
vor ein paar monaten, sah ich wie ein radfahrer von einer sich öffnenden autotür vom rad geholt wurde und mit salto auf den boden knallte.
sofort die übliche traube, keiner macht was, alle schauen.
super.
ich aus dem auto raus, da hin gelaufen und kümmer mich um den radfahrer.
und pack in eine nicht zu sehende (da unter ihm sich bildende) blutlache. und das mit ner schnittwunde am finger!
die handschuhe vergisst man in so einem moment völlig.
so - und jetzt frag dich mal monatelang, ob du dir hiv eingefangen hast, oder nicht!
tolles gefühl, kann ich keinem empfehlen...

Kommentar von Fb044b587ba8fcf786b4d7d5f239f3afsmallPestopappa am 22. Januar 2008 16:29

Danke für die Antwort. Nein, die Patientin hats selbst erzählt... Und... Danke für das Helfen des Radlers...Den HIV kannste Dir auch schon am Einkaufsregal holen, wo sich der "Letzte" schon mal geratscht hat... Ich habe die Hände usw. schon oft mit Blut voll gehabt, werde hin und wieder getestet aud ne HIV - Infektion. Man kann sich auch viel andere Keime ziehen... Aber ... die Empfehlung auf das... "kann ich keinem empfehlen" ... Sehr hart ! Es sei denn, Du meinst das Bedenken zum HIV. Dann seh ichs anders. Ich denke da so: Bleib beim nächsten Mal ruhig, überlege mit Bedacht und ziehe Dir erst die Handschuhe an... Dann entsteht hinterher auch die Angst gar nicht erst. Und... der nächste Biker wirds danken ;-)

Kommentar von 19ef49c844752ba7397c83f302705446smallDrLove am 22. Januar 2008 16:40

nur das gefühl kann ich keinem empfehlen! helfen sollte man schon!
aber an ner dose kannst du dir kein hiv holen, nur an kontakt mit frischem blut. der hiv-erreger überlebt nicht lange an der frischen luft!


sheela2011
beantwortet von sheela2011 am 22. Januar 2008 15:59
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Ich würde nie an einer hilfesuchenden Person vorbeifahren, aber ich bin so ein Kandidat der nicht helfen kann. Es geht hier nicht ums nicht wollen sondern ums nicht können, ich könnte zum Bsp. nie bei jemand Fremden eine Mund zu Mundbeatmung durchführen da ich eine Person bin die sich schon vor Kleinigkeiten ekelt, aber das allein ist es nicht. Meine Mutter ist seit März 2007 ein Pflegefall ( geistig zwar noch Topfit, macht noch Kreuzworträtsel und beteiligt sich rege an Unterhaltungen, aber körperlich geht gar nichts mehr, sie ist bettlägerig ). Mein Buder ist Alten und Krankenpfleger kümmert sich 24 Stunden um unsere Mutter, bin ich bei Ihnen gehe ich meinem Bruder gerne zur Hand indem ich Ihm Dinge reiche wie Handtücher und Waschlappen, aber selbst pflegen, niemals. Mir reicht schon dieses zur Hand gehen, meine Mutter hat durch einen gebrochenen Rückenwirbel wahnsinnige Schmerzen, schon ein bißchen Jammern reicht aus um bei mir eine Angst und Zitterattacke auszulösen. Hinterher bin ich total verschwitzt und weine in einem stillen Ecklein. Warum?? Kann ich nicht mit Sicherheit sagen, Angst etwas Falsch zu machen, Angst diesem Menschen weh zu tun? Ich weiß es nicht. Ich werde immer versuchen hilfesuchenden Menschen durch Trost und Beruhigung zu helfen, aber erste Hilfe, kann ich einfach nicht, ist nicht böswillig, und es tut mir auch Leid das ich so bin, aber ich kann halt nich anders, leider.

Kommentar von Bb904a70a750c5fdc16c32511c9b26basmallWieselchen1 am 22. Januar 2008 16:00

Ja, Sheela, aber du hättest gehalten!!!

Kommentar von Fb044b587ba8fcf786b4d7d5f239f3afsmallPestopappa am 22. Januar 2008 16:20

DANKE für die ehrliche Antwort !!! Mit dieser "Zielgruppe" sehe ich Dich aber eher als Sonderfall. Wenns Dir in einem von mir gedeutetem Falle mal möglich ist, frag wenigstens nach dem... Was kann ich tun... Die meisten können sprechen und geben schon Angaben... Dann macht man auch nichts falsch... Dir und Deiner Familie viel Glück und alles Gute !

Kommentar von Bruno am 22. Januar 2008 16:41

@M.P., dann bin ich der zweite Sonderfall. Hilfe herbeiholen auf jeden Fall. Hilfe leisten mir nur mit groesster Ueberwindung moeglich. Konnte als Kind meine Mutter kaum im Spital besuchen, allein schon der Geruch in den Gaengen (heute anders) und der Anblick der kranken Mutter, es drehte mir den Magen. So kann ich auch kein totes Tier von der Strasse wegtragen. Leider begegne ich auf der Insel fast taeglich welchen. Doch ich denke, im Kern ist es fuer viele Augen zu, sollen doch andere.


Wieselchen1
beantwortet von Wieselchen1 am 22. Januar 2008 15:55
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Nun, das ist wahrscheinlich eine Mischung aus allem. Die einen haben keine Zeit und sind in ihren eigenen Nöte so verwickelt, dass sie das wirklich übersehen. Weitere halten nicht aus Unsicherheit, weil sie Angst haben, etwas falsch zu machen. Wiederum Andere werden einfach keine Lust haben zu helfen oder sich mit so faulen Ausreden wie "ich kann kein Blut sehen" aus der Affaire ziehen. Meine Nichte wurde an Altweiber vor einigen Jahren auf dem Heimweg von der Schule zusammengetreten, nur weil sie verkleidet war. Sie lag auf dem Bürgersteig, direkt auf der Einfahrt zu einer Selterbude. Es sind Autos um sie herumgefahren, die mussten richtig kurbeln, um an ihr vorbeizukommen, Passanten gingen mit gerümpfter Nase an ihr vorbei, als wäre eine 13jährige, die am Boden liegt und dann noch an Altweiber eben einfach nur sturzbetrunken und daher ihrer Hilfe nicht würdig... Als endlich eine gute Seele sich ihrer erbarmte, war sie schon unterkühlt und hatte sich zusätzlich zu ihren Verletzungen eine Nierenentzündung zugezogen.

Kommentar von Bb904a70a750c5fdc16c32511c9b26basmallWieselchen1 am 22. Januar 2008 16:03

Nun, das Problem bei deiner Frage wird sein, dass sich auch niemand als Nichthelfer hier outen wird. Du wirst wohl auch eher nur Antworten von denen bekommen, die anhalten und in irgendeiner Form helfen werden...

Kommentar von Fb044b587ba8fcf786b4d7d5f239f3afsmallPestopappa am 22. Januar 2008 21:01

Ich würde mich jedoch sehr freuen, einen "Outsider" zu begrüßen! Ich möchte ihn ja nicht fressen :-) Frage nur nach dem warum... Aber passt scho ...


bitmap
beantwortet von bitmap am 22. Januar 2008 15:50
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Wie willst du die Leute zwingen? Es gibt doch schon im StGB den § für unterlassene Hilfeleistung. Aber dazu müsste man in ner Notsituation ja denjenigen identifizieren können, der nicht hilft. Und da hat man ganz andere Prioritäten in dem Moment.

Kommentar von Fb044b587ba8fcf786b4d7d5f239f3afsmallPestopappa am 22. Januar 2008 16:14

Hat was - aber Moment ... Ich möchte nicht zwingen. Ich möchte die Erkenntnis gewinnen, versuchen zu verstehen und dann ändern. Ich bilde schon aus und appelliere. Auch gehöre ich zu den rettern, die gerne "Mit hinzuziehen"...

Kommentar von 86bb33755628454af74f88f047ec894asmallbitmap am 22. Januar 2008 16:25

Du kannst aber nur an die appelieren, die du erreichst.

Kommentar von Fb044b587ba8fcf786b4d7d5f239f3afsmallPestopappa am 22. Januar 2008 21:02

Stimmt


Pinbuster
beantwortet von Pinbuster am 22. Januar 2008 15:40
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Ich denke es ist einfach Feigheit.

Ich kann auch eine Geschichte dazu beitragen: Meine Tochter hat sich letztes Jahr beim Spielen mit einem Schilfhalm tief in den Finger geschnitten. Die Wunde blutete sehr stark. Sie lief zu einem Haus in der Nähe, bei welchem gerade eine Bewohnerin an der Haustür stand. Als die Frau meine blutende Tochter sah, drehte sie sich um, sagte noch: "Ich kann das nicht sehen" und ging ins Haus. Beim nächsten Haus wurde ihr glücklicherweise geholfen. Die dort wohnende Frau verständigte mich und fuhr mit meiner Tochter sogar noch zum Arzt.

Kommentar von Fb044b587ba8fcf786b4d7d5f239f3afsmallPestopappa am 22. Januar 2008 16:34

Unfassber - und das beim Kind ! Zur 2. Bewohnerin: Ne nette Geste...


liliana91
beantwortet von liliana91 am 22. Januar 2008 15:38
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um mal eines vorweg zu nehmen -ich helfe da, wo ich gebraucht werde!

aber ich kann mir vorstellen, dass manche nicht helfen, weil sie grad mal keine zeit haben (ich weiß, schlechte ausrede) oder es sie einfach nich kümmert. wenn sie hingegen mal SELBST hilfe benötigen, regen sie sich auf, wenn diese nicht kommt....


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