Ich verstehe nicht, warum es bei rollenden Reifen auf Haftreibung und nicht auf Rollreibung ankommt :/
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Altair080Altair080
Deine Frage ist nicht wirklich eindeutig, denn beide Größen sind von Bedeutung.
Stellen wir uns einmal vor, du sollst einen LKW-Reifen rollen, einmal auf losem Sand und einmal auf Asphalt. Du wirst bemerken, dass dies auf Asphalt deutlich leichter fällt, weil der Rollwiderstand bzw. die Rollreibung geringer ist. Diese Größe gibt also quasi an, wie groß der Verlust an Energie ist, wenn du eine gewisse Portion an Energie für die Drehbewegung hineinsteckst, sprich, den Reifen anschiebst. Wenn du also deinem Reifen einen Schups verpasst, dann rollt er auf Asphalt deutlich weiter als auf losem Sand, weil die Rollreibung bei ersterem geringer ist. Ebenso rollt der Reifen weiter, wenn du einen sogenannten Leichtlaufreifen verwendest, genau deswegen arbeitet man ja daran den Rollwiderstand von Reifen zu verkleinern, um etwa beim Auto Benzin zu sparen. Insofern kommt es manchmal auch auf die Rollreibung an!
Die Haftreibung hingegen interessiert immer dann, wenn du dich fragst wie stark zwei Materialien durch Reibung aneinander "kleben". Auch hierzu ein Gedankenexperiment: Stelle dir eine asphaltierte Rampe vor, die du in Gedanken beliebig neigen kannst. Auf diese Rampe stellen wir nun ein Auto und machen die Handbremse fest. Nun betätigst du in Gedanken einen Hebel und deine Rampe beginnt sich zu neigen: 5°, 10°, 15°, 20° und so weiter ... irgendwann fängt das Auto an zu rutschen und gleitet die Rampe hinunter, weil die "Hangabtriebskraft", also die zur Rampe parallele Komponente der Gewichtskraft, schließlich die Haftreibung zwischen dem Reifen und dem Asphalt übersteigt. Die Haftreibung ist also indirekt ein Maß dafür, wie groß eine Kraft maximal sein darf, um die haftende Verbindung zwischen zwei Materialien nicht zu zerstören. Wo ist dieser Wert interessant? Zum Beispiel, wenn du dich fragst, wie hoch die Beschleunigung eines Autos maximal sein darf, damit die Reifen nicht durchdrehen. Oder wie schnell du durch eine Kurve fahren darfst, ohne aus der Kurve zu fliegen.
Beide Werte, die Roll- und die Haftreibung, sind nicht ganz unabhängig voneinander und die zusammenhänge sind weitaus komplexer, als ich sie hier in einem Beitrag darstellen könnte. Sicherlich fragst du dich, ob eine Verkleinerung der Rollreibung auch die Haftreibung verschlechtert und Leichtlaufreifen deswegen weniger "Halt" auf der Straße bieten. Genau dies zu vermeiden ist die große Schwierigkeit bei der Konstruktion von Reifen mit geringer Rollreibung, um Benzin zu sparen, aber gleichzeitig hoher Haftreibung, um sicher unterwegs zu sein. Ich hoffe ich dir ein wenig geholfen zu haben!
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teudschlererteudschlerer
In Kurvenfahrten wirkt unter anderem die Fliehkraft, die das Auto zur Seite drückt. In diesem Moment befindet sich aber immer nur ein kleiner Teil des Reifens auf der Farhbahn. Schafft es dieser Teil nicht die Kraft stand zu halten, dann kommt das Auto in Schleudern.
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WetWillyWetWilly
Weil es Rollreibung nicht gibt.
Es gibt Haft- und Gleitreibung. Haftreibung liegt hier vor, weil das Rad durch die Drehung immer senkrecht auf den Boden "drückt"...
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Natürlich gibt es Rollreibung :O http://de.wikipedia.org/wiki/Rollwiderstand
Zu deiner Erklärung: dann würden die Reifen ja die Haftreibungskraft auf die Straße ausüben. In Wirklichkeit ist es aber andersrum, oder?!
Ja, da hast Du recht. Meine Antwort war nicht durchdacht. Sorry dafür.